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Sonstiges: Gesundheit

Die AOK will ein Bewertungsportal für Ärzte einführen

Die AOK will ein Bewertungsportal für Ärzte einführen

© Jens Bredehorn, Pixelio.de
© Jens Bredehorn, Pixelio.de
Am vergangenen Freitag (12. Juni 2009) wurde bekannt, dass die AOK noch in diesem Jahr ein öffentliches Bewertungsportal für Ärzte im Internet zur Verfügung stellen will. Das soll auf eine allgemeine Verbesserung der Behandlungsqualität abzielen. Vorgestellt wurde der AOK-Arzt-Navigator von Jürgen Graalmann, dem Vize-Vorsitzenden des AOK-Bundesverbandes.

Kritische Stimmen kamen vor allem von Seiten der Ärztevereinigungen und der Mediziner selbst. So hat das Portal bereits seinen Kosenamen weg: Ärztepranger. Es wird befürchtet, dass hier demnächst willkürlich und ungerecht beurteilt wird. Niemand kann im anonymen WWW kontrollieren, inwieweit hier die Bewertungen gerecht sind – so die Befürchtungen. Andererseits könnte es für neue Patienten aber auch eine wertvolle Entscheidungshilfe sein.

Doch ist ein solches Portal tatsächlich so schlimm wie von den Kritikern befürchtet? Es wäre sowieso nur ein weiteres, denn so etwas gibt es bereits mehrfach. Deshalb sollte man es nicht so eng sehen. Da gibt es zum Beispiel den medführer. Hier kann man nicht nur nach Ärzten suchen, sondern sie ebenfalls auch bewerten. Ein anderes Portal ist jameda. Hier kann praktisch alles bewertet werden: Ärzte (sowohl niedergelassene als auch Klinikärzte), Zahnärzte, Tierärzte, Hebammen, Heilpraktiker, Psychotherapeuten, Psychologen, Masseure, Physiotherapeuten, Kliniken, Medizinische Versorgungszentren, Dentallabore und sogar die Apotheker.

Bei der Betrachtung solcher Portale entsteht durchaus der Eindruck einer gerechten Bewertung. Natürlich kann man mal ein schwarzes Schaf unter den Bewertern nicht ausschließen. Deshalb sollten möglichst viele Patienten eine korrekte Bewertung abgeben, denn leider wird diese Möglichkeit viel zu wenig genutzt und mancher Arzt, der in der durchschnittlichen Bewertung supergut abschneitet hat erst eine Bewertung. Das ist durchaus noch kein zufrieden stellendes Ergebnis für eine Entscheidung bei der Arztsuche.

Man dürfte also durchaus dieses Portal begrüßen. Und manch ein Arzt, so scheint es, der sich jetzt besonders laut zu Wort meldet, sollte mal überdenken was er vielleicht noch alles verbessern kann um seine Kunden zufrieden zu stellen.

Ein weiteres Portal dieser Art ist Klinikbewertungen. Dieses Portal habe auch ich bereits für Bewertungen zum Klinikaufenthalt meiner Frau im Zusammenhang mit den Behandlungen nach ihren Schlaganfällen im Jahr 2005 benutzt. Dabei habe ich eine Klinik (Oderborn Klinik, Bad Berleburg) sehr positiv und zwei weitere Kliniken (Kreisklinikum Siegen, Haus Hüttental und Haus Siegen) doch eher negativ bewerten müssen, denn ich finde es gut, andere mögliche Patienten im Vorfeld über positive oder negative Erfahrungen informieren zu können.

Lassen wir uns überraschen, was das nun geplante Konzept der AOK zur Ärztebewertung ergibt und ob es überhaupt von vielen Patienten benutzt wird. Zu wünschen wäre es im Interesse zukünftiger Patienten…

Foto 2: Autsch! Fotoquelle: © Jens Bredehorn, pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Ärztepranger | Ärztebewertungen | Internet | Bewertungsportal | Bewertungen | Klinikbewertungen | Gesundheit
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Kommentare

am 19.06.2009 11:31:50 (91.65.38.xxx) Link Kommentar melden
Nun dreht die AOK völlig ab. Das dient nur dem Zwecke, noch mehr Leistungen zu verweigern und letztendlich, die Ärzte nicht mehr zu bezahlen bzw. diese in ihr eigenes Vesorgungssystem zu anderen Sätzen zu pressen, wo dann nur die Mitglieder hindürfen. Ähnlich der Medikamente heute.
Das System ist krank und muß zerschlagen werden.
siehe auch hierzu www.visiondeutschland-nachrichten.de.tl

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