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Medien: FernsehenEine journalistische, bodenlose Frechheit.
Der Trend ist von vielen Bürgern schon seit 1983 festgestellt worden. Damals, als Kohl und Genscher einen halbes Jahr lang die Bundesregierung ohne Wählerauftrag unter den Nagel gerissen haben, nur um über ein bisher unklar zustande gekommenes Misstrauensvotum gegen die Regierung Schmidt sich an die Macht zu drängen, war das Ziel der beiden klar, in den Medien wollten sie sich als Retter von was auch immer feiern zu lassen.
Und laut Beratern wird bei uns nur der ins Kanzleramt gewählt, der schon drin ist. Das Ergebnis dieser sehr engen und fettleibigen Männerfreundschaft hat uns dann die größte Staatsverschuldung, den Spendenskandal, Vereinigung ohne Volksabstimmung usw. gebracht.
Wer dann 1998 auf Lafontaine und die SPD gesetzt hatte, wurde durch Schröder und Fischer sehr schnell eines Besseren belehrt, heute kann man Lafontaine besser verstehen als jemals zu vor, weshalb er von einer Stunde an auf die andere aus dem Piefkemief flüchtete. Gut, die SPD ist nun eine Partei kurz vor der Insolvenz, niemand hat sie jemals dazu gezwungen, gegen ihre eigenen Wähler Politik zu machen und sich als Minenhund an den bürgerlichen Block zu verkaufen. Hier verstehe ich CDU, FDP und die GRÜNEN besser, als jemals eines ihrer Wahlprogramme, wenn es so etwas heute noch geben sollte. Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul.
Doch was letzte Woche in den Talkshows der Illner, Will und bei dem Weichspüler B. Kerner ablief, das hat wohl auch den letzten konservativen Journalisten zum Sturm auf den „Palast der Idioten“ animiert.
Zuerst habe ich am Samstag einen Artikel von Matthias Kalle im Tagesspiegel gelesen, der mit der Überschrift „Hanswurst und Selbstgespräch“ noch harmlos begann. Sich dann aber nach und nach den Frust von der Seele schrieb und eine dieser unsäglichen Talkshows passend analysierte. „Als es endlich vorbei war“, ja, ich habe mich nach fünf Minuten Maybrit Illner zu einem nächtlichen Spaziergang durch Berlin entschieden, das hat einfach mehr gebracht und war gesünder. Denn was da so abging, hat der Journalist dann weiter im ersten Satz so treffend formuliert, dann „kam Kerner“, ich denke bei dem immer so fort an Mac D oder B, und wie schön die Welt dort sein kann.
Doch folgen wir den Worten von Matthias Kalle weiter und schließen dabei die Augen „für ein paar Sekunden, (so) konnte man sich sicher sein,“ nach Berlin Mitte mit Frau Merkel als Star und SED-Genossin Maybrit Illner als Journalistin, „dass das deutsche Fernsehen praktisch nicht mehr zu retten ist:“ Genau, nur dass viele Nichtwähler und Internetuser dieser Meinung schon seit dieser dubiosen Vereinigungsshow von BRD und DDR sind. Und eigentlich hat alles schon im Westen 1983 und in der RAF-Berichterstattung Ende der 70er Jahre begonnen. Oder im Prinzip in den Köpfen vieler schon nach dem 2. Juni 1967.**
Doch zurück zur zweiten Juniwoche 2009. Im Laufe seines Artikels spürt man, wie Matthias Kalle förmlich hinsichtlich dieses grenzlosen Wahnsinns Talkshow genannt die Galle überkocht und er zu dem legendären Satz kommt: „Die Sendung, die eine Stunde dauerte, war eine bodenlose Frechheit, von der ersten bis zur letzten Minute.“ Besser kann man diese Art spätsozialistischer Medienkultur nicht beschreiben, außer man liest noch parallel den Artikel von Jürgen Kaube in der FAZ unter dem Titel „ Wie das Fernsehen die Politik ruiniert“* dazu. Und zum Abschluss meinen seit Monaten auf Nummer Eins meiner Leserliste stehenden Grundsatzartikel von Maxim Biller, „Die Ossifizierung des Westens“ oder die „Deutsche deprimierende Republik“. ***
Hier zitiere ich dann immer gerne unseren großen Philosophen Jürgen Habermas, den man uns Volkschülern wie alle Philosophen vorenthalten hat: „Das Selbstverständnis, das politische Selbstbewusstsein einer Nation von Staatsbürgern bildet sich nur im Medium öffentlicher Kommunikation.“****
Und bei uns ist das unter anderem Genossin Maybrit, Westquotenfrau Anne und Mister 1,58, B. Kerner. Was erwarten wir also noch außer der Hoffnung, bald mal wieder über Satellit was aus der Schweiz oder Österreich zu sehn oder zu hören, denn da ist man eh der Meinung, wir haben in Deutschland einen neuen „Sozialfaschismus“. Wer will dem nach den neusten Nachrichten um den 2. Juni 1967 widersprechen?
Und ansonsten gilt, bezahlen wir weiterhin die Zwangsbeitrag GEZ****, damit man uns hinterher mit Talkshows und Merkelauftritten quält und schikaniert, bis dass uns ........... scheide.
Linksammlung.
*http://www.faz.ne...ntent.html
**http://www.tagess...32,2821824
***http://www.faz.ne...feuilleton
****http://deutschlan...frechheit/
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