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Politik: Welt

Die USA setzen Israel unter Druck.

Dauerhafte freundschaftliche Sicherung Israels und der Preis für Israel.

Herr Barak Obamas Neuorientierung der Nah-Ost-Politik in der praktischen Umsetzung. Realistische Möglichkeiten gemessen an der Geschichte, Ansprüchen und Hoffnungen.

Gemeinsame Wurzeln von Religion, Kultur und Entwicklung und die unverarbeitete Kreuzritterstrategie sowie die Überwindung alter Feindschaften, ist der Ansatz der Rede von Herrn Barak Obama in seiner hoffnungsvollen Rede in Ägypten, die es vermag, neue Tore aufzustoßen.

Wie laut Geschichtsforschung nun zwischenzeitlich auf allen Ebenen belegt, so hat der Islam, wie die jüdische und christliche Weltreligion, gemeinsam Wurzeln, die bis zu den Ägyptern zurückreichen. Und wahrscheinlich noch davor, wenn man bedenkt, das die Geschichte der Menschheit als denkendes und schaffendes Wesen, bis vor die Sintflut zurückreicht.

Die Leugnung der jüdischen Religion des angekommenen Messias in der Geburt Jesus Christus als Gottes Sohn und die sich daraus entwickelnde und abgespaltene christliche Weltreligion, die wiederum sich selbstständig manifestierte und als Kirche dann auf die Juden losging als Verräter und Mörder Jesus Christus, wirkt sich bis heute aus. Auch wenn der Hass und die gesellschaftlichen Verwerfungen mit den Juden vom christlichen Abendland aufgrund der Erfahrungen mit den Exzessen des Nazi-Deutschlands und seiner entarteten Ideologie, die jedoch lange Wurzeln in der europäischen Geschichte ausweist, wohl als überwunden gelten darf.

Die Islamisierung des vorderen Orients bis hin nach Marokko und über viele Jahrhunderte bis in die iberische Halbinsel, dem heutigen Spanien hinein, hat jedoch ebenfalls Auswirkungen gehabt, die bis heute wirken. So sei auf die erstaunliche liberale Ausbildung der Islamisierung in Spanien verwiesen, wo die Toleranz des Islam und seiner Herrscher, bis zur Eigenständigkeit eines Kalifenstaates als konkurrierender Mittelpunkt zum arabischen Islam, eine Vorrangstellung in Kultur, Künsten, Wirtschaft und Wohlstand, wie der Wissenschaften, entwickelte. Diese wurde erst mit der Rückeroberung durch christliche Heere, die vom Vatikan aus gesteuert wurden, letztendlich beendet. Denn die gleichzeitige Unterstützung der islamischen Berberheere, die zur Unterstützung gegen die christlichen Heere, anrückten, waren von Wüstenstämmen geprägt mit all Ihren Traditionen und Hierarchien von Stammesstrukturen, die den arabischen Raume prägten und jetzt von islamischer Seite der eigenen Hochkultur auf europäischem Raume, mithalfen, diesem eine Ende zu setzen.

Der kulturelle Gegenpol eben dieser Zeit für den vorderen Orient mit der Stadt Bagdad, schlug sich eben zu dieser Zeit, bereits mit den Kreuzrittern herum, die glaubten, göttlich berufen, die Geburtsstätte Jesus von den „Ungläubigen“ befreien zu müssen. Die so genannten Ungläubigen als Gegenentwicklung eben auch gegen die „Ungläubigen“ Ihrer Sichtweise in Form der europäischen Eroberer, getarnt als Christen und einem falschen Gott, förderten die „Scharia“ heraus zur Erhaltung eben auch Ihrer heiligsten Stätten, die sich eben auf gleichem Boden, in der gleichen Stadt und den gleichen Mauern, manifestierte. Und das bis heute.

Hierunter litten wie immer, in erster Linie die Juden. Die sich hieraus ergebende Quasivölkerwanderung eines zerstörten Kulturgebietes mit seiner Blüte Spaniens, wurde nun auf ganz Europa verteilt. Das wiederum hatte Auswirkungen für Europa, die nun die Kultur und das Wissen, das eben islamisch multikuturell geprägt war, in Europa zur Auslösung der Renaissance führte und Europa nach vorne brachte. Der arabisch geprägte Stammesislam jedoch verfiel in die Stagnation und Wertegesellschaft, von der er sich bis heute nicht erholt hat.

Europa hat heute wieder das gleiche Problem wie vor Jahrhunderten. Es gilt also, die Globalisierung, die sich eben auch in der Vermengung der Kulturen und Religionen wieder findet, eine neue Chance wie in Spanien zu geben, die von Toleranz, Austausch, Achtung und gegenseitiger Befruchtung geprägt waren. Hat Europa hier Mut, an eben dieser Lehre, da ja nun gerade ca. 350 bis 400 Jahre her ist und durch die Aufklärung eine offene Sichtweise erlaubt, Beispiel zu nehmen und eine Art Wiederholung zuzulassen, so kann eben von dieser neueuropäisch geprägten Islambewegung, eine Reform des Islams stattfinden und Wunden schließen, die bis heute Ihre Wirkung zeigen und die Spannungen immer mehr erhöhen.

Das liegt eben auch daran, dass die Juden, die Jahrhunderte als Minderheit mit dem arabisch geprägten Islam und seiner Menschen sehr wohl in Eintracht lebten, durch das organisierte Judentum des so genannten „Zionismus“, die zur Gründung eines vermeintlichen Fremdkörpers Israel auf arabisch-islamischem Boden führte, als Vorposten der alten Kreuzritterstrategie verstanden wird und wieder, wie zu Zeiten von Saladin, besiegt werden muß.

Der heutige Schutz Amerikas und Europas dem Staate Israel gegenüber, wird eben als Vorposten dieser politischen Gebiete mit Ihrem Bestreben nach Weltmacht und Reichtum westlicher Lebensart zur Ausnutzung der Reichtümer arabischer Rohstoffe etc. gleichgesetzt, da eben der neue Staat Israel heutiger Zeit aus Verwerfungen innerhalb Europas entstanden ist. Dieses wird meist so verstanden, dass Europa die Juden eben auch nicht haben will und die christlichen Länder jetzt die Juden benutzen, Ihren Kreuzritterfeldzug mit deren Hilfe zu wiederholen und sie als Vorposten zu missbrauchen.

Deshalb wird auch eine Gründung Palästinas als eigenständiger Staat auf zu engem Raume, keinen Frieden bringen, da das Grundproblem sich damit nur verschärft. Eine Befriedung des Raumes kann es also nur mit dem Eingeständnis Europas gehen, das die amerikanische Macht und das von den Juden gesteuerten amerikanischen Kapitals, hier nicht mehr das Sagen hat. Und Europa seine Fehler eingesteht und dem Kreuzrittergedanken, abschwört. Erkennbar für den Islam und die arabische Welt.

Das kann jedoch nur geschehen, werden die Erfahrungen Europas, die zur Vereinigung Europas führen sollen, als Beispiel für den Raum herangezogen werden kann. Und das ist möglich. D.h., es muß eine europäisch-arabische Lösung gefunden werden, die die religiösen Spannungen lösen hilft, die die Traditionen und Reformen aus eigenen Stücken, begleitend durch eine interdisziplinär denkende arabische Führungsschicht, befördern hilft, sowie eine wirtschaftliche Entwicklung für die Nachbargebiete erfahren lässt, die aus Abhängigkeiten und Armut herausführt.

Und hier kann die Lösung nur heißen: es muß eine Föderation zwischen Israel und Palästina entwickelt werden, die auch Jerusalem als internationales Kulturerbe für die Welt anerkennt. Und diese Anerkennung von beiden Seiten akzeptabel macht. Infolge kann es also nur eine Wirtschaftsunion einer Föderation aus Israel und Palästina geben, die in dieser Wirtschaftsunion Ägypten, Jordanien und den Libanon, als ersten Schritt zusammenführt.

Nach einer erfolgreichen Entwicklung dieses Raumes können dann der Iran und Syrien hinzu stoßen. Die weiteren positiven Entwicklungen dürften dann auch für den „Letzen der Mohikaner“ erkennbar werden.

Diese Schritte sind langfristiger Natur. Es führt jedoch keine Weg an dieser Entwicklung vorbei, will Europa nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, sollte es zum erneuten Kreuzzugskrieg zwischen dem islamischen und dem europäischem Raume kommen. Denn Europa wird Israel verteidigen müssen. Da führt kein Weg daran vorbei.

Und was ist besser als Krieg wenn man um die Dinge wissen kann? Natürlich die Kräfte in friedliche Systeme zu stecken, die mehr Ergebnis bringen, als jeder Krieg. Und das zum gegenseitigen Nutzen. Hierzu gibt es keine Alternative. Denn diese heißt nur Tod und Zerstörung mit ungewissem Ausgang.

Und genau dieser Linie nähert sich die neue Denkvorgabe des neuen US-amerikanischen Präsidenten an, wie aus seiner Rede in Ägypten zu entnehmen ist. Als ersten Schritt in eine Umformierung der amerikanischen Außenpolitik. Wenn auch noch nicht in der letzten Konsequenz zu Ende gedacht. Denn das nach wie vor Beharren auf der Position zweier Staaten im historischen palästinensischem Siedlungsgebiet, das eben auch das Siedlungsgebiet der Völker Moses und Abrahams ist, ist und bleibt eine geografische, wie ethnische Krücke, die eben auch keinen dauerhaften Frieden ermöglicht. Es würde vielleicht Positionen aufbrechen, die davon sprechen, die Israelis ins Meer zu jagen und es könnte Schluß sein, das einige Nachbarstaaten die Palästinafrage als willfähriges Politschild für Stresspolitiken und sonstige politische Erpressungen missbrauchen könnten, als dauerhafte Friedenslösung ist die strenge, getrennte Zweistaatlichkeit, aber eher nicht geeignet.

Insoweit weist der neue Denkweg von Herr Barak Obama sicherlich in die richtige Richtung, die zumindest Bewegung zulässt. Aber am Ende muß die Einsicht stehen, das Geschichte, Anspruch und Wirklichkeit, eben auch die Wirklichkeit der Zukunft, gebietet, das beide ethnische Gruppen eine Art Zusammengehörigkeit besitzen, die es positiv zu nutzen gilt. Und das geht eben nur, auch für die Entwicklung des gesamten Raumes, wo eben Israel/Palästina als lebensfähiges und nicht mehr nur fremdfinanzierte Dauereinrichtungen, lebensfähig und Motor für die ganze Region wird.

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Schlüsselwörter: Israel | Palästina | USA | Friedensplan
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