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Politik: Soziales & Bildung

Wie viele Ghettoschulen und Mobbingfälle haben wir in Berlin?

Oder warum Günter Piening Probleme mit dem GG hat.

Die Diskussion, die der Berliner Journalist Günar Balci mit der Neuköllner Ghettoschule angestoßen hat, zeigt im Verlauf der Diskussion über Ursachen und Umfang des Mobbing unter Schulen das wahre Problem in dieser Gesellschaft. Wird ein Problem erkannt und in die Öffentlichkeit getragen, beginnen sich Beamte, Politiker und Täter darum zu streiten, wer Schuld hat.* Und jeder weiß, an wen er seine Verantwortung abschieben kann.

So tobt zurzeit einmal um die Ghettoschulen von Berlin und den zuständigen Integrationsbeauftragten Günter Piening (Grüne) eine erschreckende Diskussion. Nach dem man sich nun an den Begriff Ghettoschule gewöhnt hat, was zugleich auch beinhaltet, dass wir vermehrt in der Hauptstadt Ghettos haben, versucht nun die einzelnen Verantwortlichen sich im „Schwarzen Peter“ spielen.

Einen Einblick in dieses typische Beamtendesaster gibt der Artikel von Lorenz Wünsch in der Berliner Zeitung vom 18.05.09, Mobbing ist Mobbing ist Mobbing.

Danach entstehen logischer Weise Ghettoschulen dadurch, wie übrigens Ghettos allgemein, dass „viele deutsche Familien samt Nachkommenschaft in schickere Bezirke ab(wandern) und meiden somit oft entsprechend titulierten >Ghettoschulen<“. Schon hierin liegt der erste Fehler, denn auch Familien mit Migrationshintergrund versuchen den Ghettos zu entkommen. Übrig bleiben dann die sozial Schwächsten, oft sind es dann die Deutschen auf Hartz IV for Ever. Ein Problem das eigentlich der Integrationsbeauftragte durch Konzepte und Projekte lösen sollte und nicht wie Günter Piening zum Survivaltrip im Großstadtdschungel zu erklären. „Wir müssen die Kinder stark machen.“ Nein, Herr Piening, wir brauchen erstmal starke Politiker, die sich um Bürgerinteressen kümmern und nicht erst über das Fernsehen von Problemen in ihrem Aufgabenbereich erfahren.

Und Herr Piening, Sie und ihre Politikerkaste müssen Tag für Tag vor Ort sein, Lehrer an ihre Pflicht als Beamte und Pädagogen erinnern und Täter und Wegschauer isolieren und notfalls per Strafanzeige in ihre Schranken verweisen. Denn Mobbing ist ein Straftatbestand, doch so weit reichen wohl die Kenntnisse unserer Politiker a la Piening nicht, die immer noch meinen, wir spielen Ringelreihe mit Sonnenblumen und Latzhose a la Joschka. Und wer Straftatbestände duldet, der wird sehr schnell merken, wie er morgen von den Tätern schikaniert wird, dann wundern man sich. Und wenn dann noch viele Bürger den Wahlen fern beleiben, sollte man sich mal an die eigenen Politikernase fassen.

Zurecht wird daher der Skandal an der Neuköllner Schule auf das reduziert, was es eigentlich nicht geben darf nach unserem Grundgesetz und Strafgesetzbuch, „dass (nämlich) die Lehrer von allein nicht eingegriffen haben.“ Offensichtlich wissen verbeamtete Lehrer nur noch, wie viel Kohle sie in welchem Bundesland verdienen oder abzocken können, doch brauchen wir solche Lehrer?

Lasst sie doch gehen und stellt endlich Menschen ein, die ein Gewissen haben, Lust auf Pädagogik und Zukunft. Wozu müssen sie formal Lehrer oder Beamte sein, wenn sie es von Natur aus sind und auch umsetzen können. Unsere Politiker sind in der Mehrheit auch nicht studierte Politologen. Wir brauchen keine „Fachidioten“ die ihre sozialen Aufgaben nicht kennen. Dann würde Mobbing an den Schulen sehr schnell aussterben, gerade wenn die ersten Täter auch mal ein paar Wochen hinter Gitter sitzen, denn sehr schnell sind sie dann die Opfer, das Jammern kann man schon heute hören.

Und wenn dann noch Politiker, die Nummer zwei der staatlich subventionierten Wegschauer endlich ihre Pflicht und Aufgabe wahrnehmen würden, wo für sie von uns Bürger eigentlich gewählt werden, zu regieren und Gesetze zu verabschieden, die unsere Kinder und uns vor Mobbing schützen. Die Kids aus Wedding haben Recht, wenn sie fordern, „Politiker sollen etwas gegen Mobbing tun,“ und zwar so wie das in Europa üblich ist, etwa in Schweden. Und erst dann können auch Lehrer, Staatsanwälte, Polizeibeamte und Eltern an ihre Pflicht erinnert werden und notfalls auch bestraft werden, wenn sie dieser nicht nachkommen. Ein altes Sprichwort sagt, der Apfel fällt nicht weit von Stamm. Und der Stamm in der Demokratie ist das Parlament und die Behörden, und erst dann kommt der Apfel, wir Bürger sozusagen.

Und von daher sollte Herr Piening sein Büro endlich mal Monat für Monat in eine andere Ghettoschule verlegen, dann weiß er, was vor Ort abgeht. Günar Balci hat Recht, wenn er Günter Piening als Fehlbesetzung ansieht, auch hier könnte die Politik mal eingreifen und Klarheit schaffen.

*http://dieaktuell...enen-land/

**http://www.berlin...index.html

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Schlüsselwörter: Günter Piening | Ghettoschulen | Mobbingfälle | Hartz IV | Politiker
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