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Nur den Nippel durch die Lasche ziehen?

Verpackungswahnsinn in Deutschland
Verpackungswahnsinn in Deutschland
"Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehn/und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben drehn./Da erscheint sofort ein Pfeil/und da drücken sie dann drauf/und schon geht die Tube auf", hat Mike Krüger der Verpackungsindustrie ins Liederbuch geschrieben. Doch es ist immer noch das gleiche Lied, man bekommt Verpacktes nur schwer auf.

Verpackungsleiden an einem beliebigen Tag in der Woche: In meinem Internet-Café gibt es zum Kaffee immer ein paar süße Appetithappen. "Bounty" zum Beispiel. Ich schicke die e-mail ab, greife zu dem blau und weiß Verpackten, entdecke einen Pfeil, ziehe dort in Pfeilrichtung und mache so den Schoko-Kokusnuss-Riegel platt. Aber auch an das platte Teil komme ich nicht heran. Mein Hund liegt mir zu Füßen und in Lauerstellung.

Ich versuche es nun an einem der beiden Verpackungsenden. Nichts rührt sich, "Bounty" bleibt unnachgiebig. Mein Hund steht mir zu Füßen.

Ich nehme beide Hände, ziehe wie einst Arnold Schwarzenegger, der heute 60 wird, herzlichen Glückwunsch!, an der Hantel gezogen hat an der Verpackung, die mehr kp aushält als ich ohne Riegel-Genuss schaffe. Mein Hund beobachtet mich zu Füßen.

Also versuche ich es mal so. Ich lege das "Bounty" auf den Tisch und drücke fest auf die eine Riegel-Seite. Mein Hund fängt das Flugobjekt auf und lässt es sich schmecken.

Obwohl Milch teuer geworden ist, leiste ich mir in einem Supermarkt eine Packung und rechne mir an der Kasse aus, worauf ich heute verzichten muss. Zu Hause angekommen, stelle ich die Packung auf den Kühlschrank und schraube sie auf. Mein Hund legt sich gar nicht erst hin.

Nach dem Drehverschluss gibt es eine Lasche, mit der eine Schutzschicht aus Kunststoff als letztes Hindernis überwunden werden muss. Ich ziehe, ein Milchschwall schießt mir entgegen und fließt dann den Kühlschrank hinunter. Mein Hund schlabbert die Milch weg.

Zur Milch gönne ich mir Kekse. Der Karton ist schnell geöffnet, ich greife hinein und befördere Portionspackungen ans Licht der Küche. Mein Hund leckt sich die Schnauze.

Ich suche nach einer Aufrissmöglichkeit, finde aber keine. Deswegen starte ich einen "Bounty"-Versuch. Die Kekse zerbröseln unter der Gewalteinwirkung, endlich ist ein Riss in der Verpackung. Die Kleinteile gebe ich meinem Hund.

Kartoffeln sind von der Natur verpackt worden. Die macht es mir leicht. Zu Pellkartoffeln gehört Quark. Ist im Kühlschrank. Mein Hund verlässt die Küche, er hat genug genascht.

Ich ziehe an dem hervorstehenden Ende der Quark-Verpackung, die sich einen Spalt öffnet. Ich veröffentliche erst einmal diesen Erfahrungsbericht und versuche es dann weiter...

Photo Quelle/ Copyright: z3To, cc creative commons Namensnennung 2.0 (via flickr)

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Schlüsselwörter: Verpackung | Verpackungsleiden
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Kommentare

Werner Seger
am 30.07.2007 21:48:15 (88.72.159.xxx) Link Kommentar melden
Musste schon ein wenig schmunzeln beim Lesen des Artikels! Leider ist der "Verpackungswahnsinn" nicht mehr aufzuhalten und geht zu Lasten der Umwelt.
Heinz-Peter Tjaden
am 31.07.2007 12:44:20 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
die leserinnen und leser zum schmunzeln bringen, ist eines meiner ziele bei diesem artikel gewesen. stimmt: viel verpackungsmaterial ist einfach überflüssig...

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