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Politik: Politische Meinung

Berlin: Karneval der Kulturen, die Multikulti-klappt-Lüge

karneval der kulturen2008, pixelio
karneval der kulturen2008, pixelio
4700 Teilnehmer aus 70 Nationen, rund 700 000 Besucher. Zu den viertägigen Feiern am gesamten Pfingstwochenende rechnete der Veranstalter die Werkstatt der Kulturen mit erneut rund 1,3 Millionen Besuchern. Aber: miteinander leben ist etwas ganz anderes und morgen, wenn man den Rausch ausgeschlafen hat ist die Welt wieder typisch deutsch und der Moslem, der Buddhist, der Nigerianer, der Russe und die Iranerin sind im dritten Kreuzberger Hinterhof zu Hause…

Die Veranstaltung ist zu einer Art Konstante geworden in und für Berlin, soll es doch die Kulturen verbinden, beim gemeinsamen Feiern, zusammen und nicht getrennt. Wer jedoch genauer hinschaut, der wird bemerken, es ist kein zufälliges Miteinander, nichts, das plötzlich gemeinsam begangen wird, wie die Tage nach dem Mauerfall, es ist durchgestylt, gewollt, Kommerz. Es muss klappen beim Umzug, es soll professionell aussehen, es soll Geld bringen, der Gastronomie, Touristen, eines der letzten ganz großen Ereignisse im Jahr, die für einen Augenblick die Welt vereint aussehen lassen, die Kulturen, die Länder, die Religionen. Es ist eine schöne Lüge, die sich Berlin in deutscher Vertretung da auftischt, so schön wie die Oscar Verleihung, zu der stets die gleichen gelangweilten reichen Statuen erscheinen.

Es ist ein Zerrbild, denn irgendwo schlagen auch heute Menschen unterschiedlichster Kultur aufeinander ein, hier in der Stadt und anderswo in Deutschland, kaum ist es vorbei, das Fest, geht man getrennte Wege, da fällt der Deutsche in seine Stammkneipe und kippt ein Bier, worüber der Moslem entsetzt den Kopf schüttelt. Es ist nur ein einziges Beispiel, das man benötigt, um zu zeigen, das es ganz und gar nicht stimmt, abseits des Umzuges, wo ein Vater aus der Türkei seine Tochter verschachert an irgendeinen entfernten Onkel, wo ein deutsches Familienoberhaupt nach Hause eilt, den Computer einschaltet und die nächste Kinderpornoseite ansteuert, aufgegeilt durch die kleinen leicht bekleideten Mädchen aus irgendeinem Staat der dritten Welt, die er da eben beim Umzug nicht anfassen durfte.

In der Krise ist der Karneval der Kulturen etwas, das stets Zuschauer zieht, konstant, denn es gibt Urlaubsgefühl umsonst, und Berlin ist billig wie nie, ein Schnäppchen, das sich lohnt, für die Wirtschaft der Stadt, für die, die sich einreden wie in jedem Jahr, es klappt wunderbar mit dem Miteinander der Kulturen in der Stadt, was ja stimmt, wenigstens heute, am 31. Mai 2009, hier beim Straßenfest, denn nichts ist so schön, wie sich selbst zu belügen, wenn am Dienstag wieder Roma in die Heimat abgeschoben werden müssen, Menschen, die nicht einmal mehr in Kirchen, bei Hausbesetzern, die goldig steuersubventioniert leben, willkommen sind, denn das zeigt er nicht, dieser Karneval der Kulturen, der speziell in Deutschland nichts ist als blanker Hohn, jedenfalls für die Ärmsten, und meist sind das eben nun einmal jene, die sich hier feiern, die begafft werden wie Äffchen im Zoo, die anderen Kulturen, mit denen man so schön zusammenleben könnte, würden sie sich auf einstudierte Zirkusnummern beschränken und dann wieder in der Versenkung verschwinden, für ein komplettes Jahr.

Stattdessen bleiben sie, leben hier, und singen und tanzen nicht, sondern fordern zu Recht Arbeit, denn meist sind es inzwischen Deutsche oder solche, die es werden wollen, Deutsche, die anders leben als Deutsche, die Deutschland neu definieren.

Und das ist es, was den deutschen Bierbauch stört, das eben andere Kulturen Reisschnaps oder Kaffee und Tee bevorzugen, und wo es schon bei der Esskultur nicht stimmt, da geht es im täglichen Zusammenleben ganz und gar nicht, und da ist es eben einmal im Jahr an der Zeit, sich daran zu erinnern, wie es sein könnte, denn Multikulti hat längst verloren, im Rentnerparadies Deutschland, auf dessen Fahne zwar Bierwerbung aber nie und nimmer etwas anderes stehen wird, derweil freut man sich daran, wie friedlich man doch zusammen feiern kann, und vergisst dabei für kurze Zeit: Miteinander leben ist etwas ganz anderes und morgen, wenn man den Rausch ausgeschlafen hat ist die Welt wieder typisch deutsch und der Moslem im dritten Kreuzberger Hinterhof zu Hause, da klafft ein unüberwindbarer Graben mitten durch die Kulturen…

Wie Hohn klingt das Grußwort der Staatsmimisterin bei der Kanzlerin: Dr. Maria Böhmer, das besagt, der Karneval zeige, wie aus einem Nebeneinander ein Miteinander werden könne. Wo die Ministerin lebt, wissen wir nicht, sicher jedoch nicht in einem Kreuzberger Haus mit x- Hinterhöfen, in einer Wohnung mit Nachbarn aus mehreren anderen Kulturen...

Für den Alkoholumsatz war der Karneval der Kulturen mal wieder ein voller Erfolg und der Deutsche hat sich anschauen dürfen, mit welchen Kulturen er nicht im gleichen Haus "Europa" wohnen will.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal und derweil streiten wir über den Bau der nächsten Moschee, über Zwangsehen, Religion und Schulen an denen kein deutsches Kind mehr unterrichtet wird, über Klassenfahrten an denen andere Kulturen nicht teilnehmen wollen, über Teilnahme am Sportunterricht und Kopftücher. Über all das, was andere Kulturen an Deutschland ablehnen eben, über das, was Deutsche an anderen Kulturen nicht verstehen.

Hauptsache, wir feiern ihn wieder zusammen im nächsten Jahr, den Beweis, wie gut es im täglichen Zusammenleben klappt, beim Karneval der Kulturen 2010!

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Immigration | Deutschland | Türkei | Politik | Multikulti
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