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Red-Bull-Koks-Cola die Dritte: Aufregung auch in Österreich und Thailand

Kokainspuren jetzt auch in Österreich gefunden – Große Besorgnis im Ursprungsland Thailand

Nachdem vor wenigen Tagen Red Bull in einer Pressemitteilung noch erklärte, bei einer Untersuchung in einem österreichischen Labor habe man keine Kokainspuren in der Red-Bull-Cola nachweisen können, berichtete die österreichische Presse und das ORF zum Wochenende, dass der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) dieser Nachweis nun doch gelungen sei.

Wie es weiter hieß seien die Mengen allerdings so gering, dass die Messwerte nur „hin und wieder“ ausgeschlagen hätten. Damit pendelten sie ganz dicht rund um die Nachweisgrenze hieß es in einem Bericht des Standard. Damit ist die Situation in Österreich ähnlich wie in Deutschland. Die Kokainspuren sind kaum nachweisbar und nicht gesundheitsschädigend. Und trotzdem fällt Kokain natürlich auch bei unseren Nachbarn unter das Suchtmittelgesetz. Allerdings scheint man es dann doch nicht ganz so eng zu sehen wie bei uns. So ist auch schon von einer Ausnahmeregelung die Rede, wobei man sich auf die Formel der US-Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) beruft. Diese hat für dekokainierte Kokablattextrakte den so genannten GRAS-Status (GRAS = Generally recognized as safe) für die Verwendung in Lebensmitteln erteilt. Hierauf hatte sich ja auch Red Bull bereits berufen, als der Kokaingehalt in der Cola erstmals in NRW nachgewiesen worden war.

Für Aufregung sorgte die kokainhaltige Red-Bull-Cola inzwischen auch in Thailand. So hat die thailändische FDA inzwischen ebenfalls Proben entnommen und lässt diese nun untersuchen. Zudem forderte sie Red Bull auf zu diesem Problem Stellung zu nehmen. Man hätte gerne gewusst, „was ein staatlich reglementiertes Betäubungsmittel in einem populären Getränk zu suchen hat.“ Auch in Thailand würde bei einem Kokainnachweis das Getränk unter die Rubrik der Drogen fallen. Die Untersuchungsergebnisse werden im Verlauf der kommenden Woche erwartet.

In Thailand erwartet man die Ergebnisse mit besonderer Spannung, denn schließlich ist Thailand das Ursprungsland des Energy Drinks von Red Bull. Erfunden hat es einst Chaleo Yoovidhya, der nach der im März von Forbes veröffentlichten Liste der reichsten Männer der Welt mit einem Vermögen von 3,7 Milliarden US-Dollar auf Rang 151 steht.

Das Ursprungsgetränk in Thailand ist bekannt unter dem Namen Krating Daeng und wurde dort früher als „Kaffee des armen Mannes“ verspottet. Zu kaufen gibt es Krating Daeng in kleinen braunen Fläschchen. Diese sind vor allem bei Kraftfahrern als so genannte „Muntermacher“ sehr beliebt und enthalten eine Mixtur aus B-Vitaminen, Taurine und Zucker. Vor allem wegen der Taurine, eine Aminosäure, die den Stoffwechsel blitzschnell anregt, ist diese Art der Getränke umstritten. In Thailand hält Krating Daeng immerhin einen Marktanteil von 32 % unter den Muntermachern.

1982 entdeckte der Österreicher Dietrich Mateschitz das Getränk in Thailand und war überzeugt, dass sich dies auch in Europa gut vermarkten ließe. Er bekam schließlich die Lizenz und gründete Red Bull in Österreich. Als Gegenleistung für die Lizenz bekam Chaleo Yoovidhya einen 51%igen Anteil an Red Bull, von dem er 2 % auf seinem Sohn Chalerm übertrug. Inzwischen wird Red Bull in 83 Ländern vertrieben und soll unter den Energy Drinks einen Marktanteil von ca. 70 % haben.

Lesen Sie hierzu auch: „Jetzt wissen wir warum Red Bull die Flügel verleiht“ und „Red Bulls Koks-Cola – Viel Wind um nichts?“

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Schlüsselwörter: Red Bull | Red Bull Cola | Kokain | Red Bull Verbot | Thailand | Österreich | Muntermacher | Energy Drink
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Kommentare

am 03.06.2009 10:13:16 (77.20.206.xxx) Link Kommentar melden
Da sind Spurenelemente, die kaum feststellbar nun doch festgestellt? Man oh man. Im Trinkwasser aus der Leitung ist mehr Rauschmittel und Arznei darin als wahrscheinlich Kokain in Red Bull. Und wo ist da das Geschrei?

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