Die Stufe der Alarmbereitschaft der in Süd-Korea stationierten US Truppenverbände wurde heute für die 35.000 dort stationierten Soldaten der US Armee und ihrer Verbündeten angehoben auf Defcon 2, das ist die zweithöchste mögliche Alarmstufe. Anlass sind die Raketentests in Nord-Korea, die ständigen Provokationen und Drohungen gegen Süd-Korea aus dem Norden und der Versuch Verhandlungen mit Amerika herbei zu zwingen, die eigentlich ja wieder damit enden würden, sich Wohlverhalten teuer finanzieren zu lassen, und dem verarmten Nord-Korea zu benötigtem Kapital zu verhelfen. Nur 5 Mal in der Geschichte war die Defcon Stufe in Süd-Korea so hoch seit dem Waffenstillstand von 1953, zuletzt geschah die Anhebung nach den Atomtests im Jahre 2006. Die Armeen sind in erhöhter Alarmbereitschaft, es gibt vermehrt Aufklärungsflüge, und mehr Satelliten werden auf das Land gerichtet, dessen seniler Diktator seine Muskeln spielen lässt.
Kriegsschiffe und Artellerie wurden in Richtung Inseln verlagert, die näher an Nord-Korea liegen, so gefährlich ist die derzeitige Lage. Nord-Korea hat bekanntlich Süd-Korea mit einem massiven Angriff gedroht, sollte es Schiffe kontrollieren, die verdächtig erscheinen, und womöglich illegale Waffentransporte durchführen. Süd-Korea hatte sich dem von den Amerikanern geleiteten Projekt nach den letzten Raketentests Nord-Koreas angeschlossen. Damit sollen illegale Waffentransporte, speziell jedoch die Verbreitung von Materialien zum Bau von Atomwaffen verhindert werden. Innerhalb der letzten 3 Jahre ist Defcon 2 somit die höchste ausgerufene Alarmstufe.
Amerikanische, japanische, aber inzwischen auch chinesische offizielle Stellen sprechen inzwischen über verschärfte Sanktionen gegen Nord-Korea, doch natürlich trifft man damit zuerst immer eine massiv indoktrinierte und verbitterte, verarmte Bevölkerung, deren Rückhalt sich der Diktator erhofft, wenn durch die Sanktionen der Hass auf den Nachbarn angefacht wird- ein Teufelskreis, ein Drahtseilakt.
©denise-a. langner-urso