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Abofallen im Internet, wie kann ich mich wehren?

Foto geralt pixelio.de
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Seit geraumer Zeit tummeln sich im Internet dubiose Geschäftemacher, die dem nichtsahnenden User ein Abo unterschummeln. Diese Abzockerseiten gibt es zu vielen Themenbereichen wie zum Beispiel Hausaufgaben für Schüler, Kochrezepte oder auch die Ahnenforschung. Betroffen von diesen Betrügereien, sind sehr viele Internetnutzer, man geht von 250000 Opfern pro Jahr aus. Wie kann man sich gegen solche Machenschaften wehren?

Angefangen hat es bei vielen Opfern damit, dass man sich im World Wide Web einfach und unkompliziert über einen Sachverhalt informieren will. Also ab zu Google, das Suchwort eingegeben und schon erscheinen viele Internetseiten, die Informationen zum gewünschten Thema haben. Neben vielen seriösen Seiten tauchen in den Suchergebnisseiten auch die Seiten der Abzocker auf. Diese stehen meistens auch sehr weit oben in den Suchergebnissen, da diese Seiten von absoluten Profis, mit allen erdenklichen Mitteln im Suchmaschinenranking nach vorn gepusht wurden, denn nur wer bei der Anzeige der Suchergebnisse sehr weit vorne steht, bekommt auch viele Besucher und damit potentielle Opfer.

Gelangt man nun auf die Seite, welche die gesuchte Information enthalten soll, muss man sich in aller Regel registrieren um an die Informationen zu kommen. Diese Vorgehensweise ist bei vielen Seiten notwendig, der Unterschied zwischen seriösen Seiten und den Abofallen ist der, dass bei den Abzockerseiten nach einigen Wochen eine Rechnung ins Haus geflattert kommt. Der Rechnungsbetrag ist meisten nicht sehr hoch und liegt im Regelfall so um die 50 Euro.

Die Rechnung begründet sich in aller Regel auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)der Internetseite. Dort steht irgendwo versteckt der Hinweis, welcher erst nach ellenlangen Scrollorgien zu finden ist, dass mit dem Akzeptieren der AGB ein Abonnement abgeschlossen wird und dafür ein Betrag X zu zahlen ist. Gegen diese Verschleierung der AGB laufen die Verbraucherschützer Sturm, denn die AGB müssen gleich bei der Registrierung klar und deutlich erkennbar sein. Nur dann kann ein Vertrag rechtswirksam zustande kommen.

Wie komme ich aus einem versehentlich geschlossenen Vertrag wieder heraus?

Für jeden im Internet abgeschlossenen Vertrag gilt das Fernabsatzgesetz. In diesem Gesetz ist geregelt, das im Internet geschlossene Verträge innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss ohne Angabe von Gründen gekündigt werden können. Diese Frist ist aber nur dann wirksam, wenn man eine korrekte Widerrufbeleherung erhalten hat. Auf dieses wichtige Detail verzichten viele Abzockerseiten und das ist gut so, denn dadurch hat man ein zeitlich unbefristetes Widerrufsrecht. Im Klartext, man kann jeder Zeit vom Vertrag zurücktreten. Viele Abzocker wollen den Rücktritt aber nicht akzeptieren und argumentieren, dass man die Leistung ja schon in Anspruch genommen hat und somit das Widerrufsrecht erloschen bzw. vorzeitig erloschen ist. Das ist eine falsche Behauptung!

Keine Angst vor Rechtsanwälten und nicht einschüchtern lassen!

Sehr wichtig ist es sich nicht von den Drohgebärden der Abzocker und Ihrer Anwälte einschüchtern zu lassen. Erhält man Post mit Mahnungen oder anderen Forderungen, oder wird mit Gerichtsvollzieher, Lohnpfändung oder ähnlichen Maßnahmen gedroht, einfach im Internet nach geeigneten Musterbriefen suchen, diese auf seinen persönlichen Fall anpassen und abschicken. Um Fehler beim Verfassen des Schreibens zu vermeiden sind diese Musterbriefe am besten geeignet! Nachdem man dieses Schreiben verschickt hat muss man nichts mehr unternehmen, egal welch schweres Geschütz die Gegenseite auffährt.

Bitte zahlt auch nicht, Ihr habt nichts zu befürchten, wenn Ihr Euch an die zuvor aufgeführte Verfahrensweise haltet und die beschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Abzocker hoffen, dass ein Teil der bedrohten Leute bezahlt, denn wenn nur 30-50 Prozent den Drohungen erliegen und letztendlich doch zahlen, haben sie einen dicken Gewinn zu verzeichnen.

Foto geralt, Pixelio.de

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Schlüsselwörter: Abo | Abofalle | Abzocke | Internet | Fernabsatzgesetz | Abzocker
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Kommentare

Hartmut Holz
am 27.05.2009 17:54:09 (217.80.211.xxx) Link Kommentar melden
In diesem Artikel steht nun wirklich nichts Neues.

Denn es ist doch, mittlerweile, allgemein bekannt, dass sich im Inter
net auch einige Betrüger tummeln.

Und diese haben nun einmal nichts anderes im Sinn, als Internet-
nutzer abzuzocken.

Aber davor wurde ja auch ausführlich in der Sendung Escher im
Mitteldeutschen Rundfunk gewarnt.

Wer jetzt immer noch auf die Abzocker, im Internet, hereinfällt,
der ist selbst schuld.

Und eines sollte klar sein: Bei Gewinnspielen, im Internet, gibt es
nichts zu gewinnen. Außer lästige Telefonanrufe.

Auch von Arbeitsssuche, mit Vorkasse, sollte man unbedingt die
Finger von lassen.

Mein Rat ist folgender: Als Allerstes sollte man immer die Ge-
schäftsbedingungen lesen, bevor z. B. ein Abo abschließt oder
ein Gewinnspiel mitmacht.

Und Vorsicht ist auch geboten, wenn man angeblich etwas gratis
bekommen kann. Sowie letztes mal bei der Zeitung mit den drei
großen Buchstaben.

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