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Politik: Deutschland

Todesschütze Kurras war SED-Mitglied und Stasispitzel

Ein Spitzel der Stasi im Westberliner Polizeidienst.

Ein Spitzel der Stasi im Westberliner Polizeidienst schreibt Geschichte.

Der Tod des Studenten Benno Ohnesorg hat die Nachkriegsgeschichte der BRD mehr verändert, als wir das bis heute wahr haben wollen. Alleine die Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt. Auch der derzeitige Bundespräsident Köhler, der so gerne Lobesreden auf sich selber und eine fragwürdige Justiz hält, hat sich wiederum nicht bei den Angehörigen von Benno Ohnesorg entschuldigt. Sondern er hat in seiner Einmannshow heute nur die „Komasäufer“ der Stadt beruhigt, dass sie am Samstag, den 23.05.09 auch mit Flaschen zum Gottschalk-Köhler-Laberfest auf dem 17. Jun i erscheinen dürfen.

Zur Erinnerung, am Abend des 2. Juni 1967 haben vorwiegend Studenten gegen den Besuch des damaligen Schahs von Persien vor der Deutschen Oper protestiert. Im Laufe des Protestes erschoss aus bisher immer noch ungeklärten Umständen der Polizist Kurras Benno Ohnesorg.

Die staatsanwaltlichen Ermittlungen lassen damals und heute in allen Dingen die Sorgfalt und Sachlichkeit vermissen, die eigentlich in dem Falle hätte zur Aufklärung beitragen können. Vielmehr hat die Staatsanwaltschaft mehr oder weniger Kurras schützen wollen, als sie den Tod von Benno Ohnesorg aufklären wollte. Da sind sich alle Kenner und Experten einig.*

Heute nun erfahren wir aus Recherchen in der Birthlerbehörde, eine Akte Kurras gibt es, wenn auch unvollständig. „Die „ausschließlich durch interne Forschungen auffindbar(e)“ Akte, aus der hervorgeht , dass der heute in Spandau lebende Kurras seit 1955 für die Stasi bei der Westberliner Polizei spioniert hat, wirft mehr Fragen auf, als sie klärt. Nach dem Tod des Studenten wurden Ermittlungen geführt, die auch heute noch schockieren und „Kurras wurde seinerzeit von der Anklage der fahrlässiger Tötung mangels Beweisen freigesprochen.“* Ein Akt gegen das Rechtsempfinden vieler Studenten und Bürger damals und heute.

Hier riecht man noch mehr nach Stasi, als man uns damals und auch heute glaubhaft machen will. Denn wenn die Stasi die Westberliner Polizei ausspionieren wollte, so hat sie dies auch in der Staatsanwaltschaft und in den Gerichten getan, das sind letztendlich in der Rotkohlfarm von Erich Mielke keine Idioten gewesen, die wussten wie man so eine Behörde unterwandert. Und erinnert sei auch an den Fall Guillaume***, der bis als Berater unerkannt in die Nähe von Kanzler Willy Brandt gelangen konnte. Auch so ein Kapitel, bei dem man sich fragt, was hat eigentlich der berühmte Verfassungsschutz – insbesondere der von Westberlin - gemacht? Zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes eine zulässige Frage, denn das GG ist unsere Verfassung. Und es wäre Zeit, dass endlich die Archive des Verfassungsschutzes geöffnet werden, damit der 2. Juni 1967 und die Jahre danach sauber aufgeklA 4rt werden können und nicht in 100 Jahren.

Oder gab und gibt es dort heute auch so kleine Kurras und Guillaumes, die uns zeigen, dass wir Bürger im die Gelackmeierten in der Demokratie a la Köhler, Merkel und Schäuble sind?

Ob Kurras oder IM Erika, man geht heute in diesem Land mit der Wahrheit um, als sei ein Beamter Gott, gerade unsere Herren Staatsanwälte bieten hier ein Bild, das jede Rechtstaatlichkeit vermissen lässt oder gar Hohn spricht. Und wenn man die Geschichte von IM Bolek** verfolgt, wird es Zeit, das wir auch hier eine Neustrukturierung der Bithlerbehörde brauchen. Denn warum kommen erst 20 Jahre nach dem Sturm auf die Mielke Rotkohlfarm solche Unterlagen wie die von Kurras ans Tageslicht. Wie viel interne Forschung ist eigentlich im Jahre 2009 in der Birthlerbehörde erlaubt? Und welche Rolle spielt eigentlich die berühmt und berüchtigte Person IM Erika?

Was wir brauchen, ist eine europäische Expertenkommission, die sich mal die Zustände in der Birthlerbehörde unter die Lupe nimmt. Man hat den Eindruck, dass es sich dort um eine Außenstelle der CDU handelt und das Konrad Adenauer Haus bestimmt, was veröffentlicht werden darf und was nicht.

Die Presse in Deutschland ist da wenig hilfreich, denn sie hat 1967 versagt, als es um die Aufklärung des Todes von Benno Ohnesorg ging und sie versagt heute, wenn es um die Frage geht, hat IM Erika was mit dem verschwinden der Aktenteile aus der Akte Kurras zu tun und was geht eigentlich in der Birthlerbehörde vor?

Nur so bekommen wir auch im Interesse der Opfer einen Umgang mit den Stasiakten, der auch dem Geist des GG Rechnung trägt. Die Diskussion darum hat erst begonnen und wir sollten sie bis zum Bundestagswahlkampf führen, denn Opfer wie Benno Ohnesorg haben es verdient, dass wenigstens ihre Würde als Tote geschützt werden, wenn wir schon nicht in der Lage waren, ih re Leben und ihre Würde zu schützen. Konsorten wie Kurras und IM Erika haben dieses Recht erhalten, verstehen kann man das nicht, wenn man weiß, das Kurras von einer dicken Pension lebt und die von IM Erika noch dicker und fetter sein wird.

*http://www.bz-ber...64422.html

http://nachrichte...1306591405

**http://www.online...ticle/1666

***http://www.focus....41562.html

http://www.bundes...06617.html

*http://www.bz-ber...64422.html

**http://www.online...ticle/1666

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Schlüsselwörter: Kurras | Benno Ohnenseorg | Stasi
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Kommentare

am 22.05.2009 13:53:07 (217.83.75.xxx) Link Kommentar melden
Sorry, die Nachricht aus der Stasizentrale muss man zuerst mal verarbeiten, es soll natürlich nicht heißen, Toderschütze sondern Todesschütze
am 24.05.2009 20:20:46 (217.83.55.xxx) Link Kommentar melden
Hartmut Holz
am 26.05.2009 17:01:41 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Es ist richtig, dass Herr Kurras für das Ministerium für Staats-
sicherheit gearbeitet hat. Außerdem war er Mitglied der SED.

Auch hat Herr Kurras zugegeben, dass er den Studenten Benno
Ohnsorg erschossen hat.

Nur macht dieses Tat eigentlich gar keinen Sinn und ist somit
völlig unverständlich.

Nach der Tat wurde er quasi von der Stasi fallengelassen.

Jetzt nocheinmal Herrn Kurras für eine Tat strafrechtlich zu be-
langen die 42 Jahre zurückliegt ist meiner Meinung nach völlig
unsinnig.

Wir alle haben die Information zu Kenntnis genommen, dass er
der Täter war und dabei sollte es auch belassen.

Herr Kurras ist jetzt schließlich 81 Jahre alt.
am 26.05.2009 19:22:40 (217.83.81.xxx) Link Kommentar melden
Die Frage die sich stellt ist, warum hat die Staatsanwaltschaft damals nicht richtig ermittelt. Es geht hier mehr um behörden als um Kurras, der ist nur ein mieser deutscher Piefke, der für Geld alles machen würde, ob SED, NSDAP oder sonst eine Partei. Viele wollen nicht begreifen, hier geht es um Moral und das GG.
http://bennoohnes...de-abgeht/
Hartmut Holz
am 27.05.2009 17:36:28 (217.80.211.xxx) Link Kommentar melden
Die Frage, ob der Staatanwalt, in Sachen Kurras, damals richtig
ermittelt hat bleibt, nach 42 Jahren, dahingestellt.

Es ist bedauerlich, dass der Student Benno Ohnsorg damals er-
schossen worden ist.

Aber wir sollten aufhören nach 42 Jahren darüber zu diskutieren.

Aber mit den Themen Stasi und Klimaschutz kann man gut von den
aktuellen Problemen, die dieses Land hat, ablenken.

Kümmern wir uns endlich einmal um die Armut in diesem Land und
um die Folgen der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise.

Das ist wirklich wichtiger.
am 28.05.2009 12:34:22 (217.83.74.xxx) Link Kommentar melden
Es geht nicht nur um die Staatsanwaltschaft damls, sondern generell darum, ob bei uns die Staatsanwälte im Dienste der Bürger aufklären oder Machtfaktor sind. Mich würde es nicht wundern, wenn in den 6000 Akten der Mielke Behörde über IM`s im Westen auch ein paar bei Erich auf der Gehaltsliste standen.
bennoohnesorg.wor...der-stasi/
Hartmut Holz
am 28.05.2009 17:05:21 (217.80.210.xxx) Link Kommentar melden
Das kann sein, dass auch Bürger der BRD bei der Firma waren.
Besonders im Grenzgebiet und das wurde ja sowieso von den
Grenzaufklärern , der Grenztruppe, mit überwacht.

Fakt ist ja, dass die HVA in der BRD aktiv war und so manches-
mal auf wichtige Entscheidungen, im Bundestag Einfluss genommen
hat.

Zur Frag, ob die Staatanwälte im Dienste der Bürger aufklären oder
Machtfaktor sind folgendes: Ich glaube schon, dass die Staats-
anwälte, im Dienster der Bürgerrinnen und Bürger, in diesem Land
aufklären.

Und vor 42 Jahren waren ja auch ganz andere gesellschaftliche Ver-
hältnisse. Benno Ohnsorg und Konsorten waren Kommunisten und
damit auch Verräter dieses Staates.

Und wenn dann einer von diesen Elementen erschossen worden ist,
dann hattte es dem normalen Volk doch kaum gekümmert.
am 29.05.2009 16:14:12 (217.83.79.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Herr Holz,
ich kann nicht erkennen, dass Benno Ohnensorg Kommunist war. Er hat die DDR-Bürger respektiert, war das falsch?
Er hat gerne die Theater von Ostberlin besucht, ist man deshalb Kommunist?
Er war gegen den Vietnamkrieg, ist man deshalb Kommunist?
Er hatte eine Briefreundin in HongKong, einen chilenischen Freund ist Ostberlin, dem er Bertholt Brecht erklärt hat, war er Kommunist?
Ich weiß nur, dass Frau Merkel, unsere Bundeskanzlerin Kommunisten war und sich aktiv in der FDJ betätigt hat. Ist sich auch ein "Element"?
Und die Stasi hat nicht nur an der Grenze gearbeitet, sie hatte ihre Krallen in jedem Bundesland, da irren sie sich, oder haben sie bessere IInformationen?
Nein, die Staatsanwälete damals und heute haben eines gemeinsam, sie ermitteln oft nicht und meist nict alles. In einer Demokratie sind Bürger jedoch auf die Staatsanwaltschaft angewiesen, auch bei úns.
Hartmut Holz
am 02.06.2009 18:25:11 (217.80.195.xxx) Link Kommentar melden
Natürlich war es nicht falsch, dass Benno Ohnsorg die Deutsche
Demokratische Republik respektiert hat. Das ehrt ihn sogar.

Aber in den damaligen gesellschaftlichen Verhältnissen wurde einfach
unterstellt, dass man Kommunist war, wenn sich an den Demons-
trationen der APO beteiligt hatte.

Auch glaube ich nicht, dass unsere Bundeskanzlerin Merkel Kommunistin war. Klar, sie war Mitglied der Freien Deutschen Jugend. Aber das war ja etwas ganz Normales.

Auch war sie kein Element. Denn das Wort Element ist DDR Sprachgebrauch und es wird auch heute noch uns benutzt.

So gab es ja auch kriminelle Elemente. Also Personen, die es nicht
mit den Gesetzten des Staates hielten.
am 03.06.2009 10:46:04 (217.83.83.xxx) Link Kommentar melden
Ein Staatsanwalt muss ermitteln und nicht unterstellen. Im Falle Benno Ohnesorg geht es darum, dass der Staatsanwalt nicht aufgezeigt und ermittelt hat, weshalb es zum Beispiel zuerst ein Attest gab, das Herzversagen als Todesursache nannte. Und solche Vorfälle gab es da wohl laufend. Auch muss er gegen einen Einsatzleiter ermitteln, wenn dieser ärztliche Nothilfe verweigert, obwohl ja ein Arzt vor Ort war. Staatsanwälte sind keine politischen Institutionen, sondern ein wesentiches Element der Bürgerdemokratie. Und das zeigt der Fall Ohnesorg deutlich, die hat bei uns nie funktioniert.
So will jetzt ein Staatsanwalt ermitteln, ob Kurras einen Befehl hatte. Wichtige Befehle, das sagen alle Experten, werden immer nur mündlich gegeben, daher auch die ursprüngliche Verpflichtungserklärung. Dass die Stasi so viele Akten gesammelt hat, damit wollten sie nur Dokumente haben um im Notfall eben Druck auszuüben. Du hast doch damals. Unverständlich ist, warum im Fall Kurras nicht die Westakten mit in die Auklärung kommen, doch bei uns fragen schon lange nicht mehr viele nach wichtigen Sachen.
Und im Falle Frau Merkel ist zu sagen, dass sie sehr wohl bekennende Kommunisten war, ihre Vater hat einen legandären Kreis gebildet, bekannnt als " Meetings beim roten Kasner". Und die Beweise gibt es ja nun im Internet genug. Einfach ordentlich googlen und auswerten und mal darüber schreiben.
Element ist ein Sprache der Asozialität, leider scheint in der DDR der Mensch sehr oft als ein Ojekt betrachtet worden zu sein. Bei den Nazis gab es auch Elemente, die man beseitigen musste. Der Begriff spricht nicht für die DDR sondern gegen sie, dass sie doch erhebliche Porbleme im Umgang mit Menschenrechte hatte.
Und die jetzigen Ermittlungen im Fall Kurras dienen nur zur Ruhe an der Front, iregndwann stellt der Staatsanwalt die Ermittlungen ein, und dsas war es dann, kennen wir aus so vielen Verfahren. Die einzige Chance wäre eine europäische Untersuchungskommission, doch die wird ja bei uns mit allen Mitteln verhindert, warum wohl? Vor was hat man Angst?
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