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Politik: Soziales & Bildung

Armutsaltlas für Deutschland veröffentlicht

Eine wirkliche Überraschung bietet der vom Paritätischen Gesamtverband vorgelegte "Armutsatlas" nicht wirklich. Dieser Atlas wird zum ersten mal vorgestellt und wurde am heutigem Montag vom Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider in Berlin präsentiert.

Der Armutsatlas soll die Verteilung und Ballung von armen Menschen in Deutschland verdeutlichen. Wie nicht anders zu erwarten war, leben die meisten armen Menschen in Ostdeutschland. Mecklenburg Vorpommern ist der Spitzenreiter unter den ostdeutschen Bundesländern. Dort leben rund 24 Prozent der Bürger unter oder an der Armutsgrenze. Als arm zählt für den paritätischen Gesamtverband derjenige, dem weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen. Es fliesen auch andere Bewertungskriterien ein, dennoch gilt die Armutsdefinition als umstritten.

Die Auswertung aus dem Jahr 2007 zeigt nun schwarz auf weiß, was eigentlich jeder, der mit offenen Augen durch Deutschland geht, selber feststellen kann. In den Regionen in denen die Arbeitslosigkeit am höchsten ist, ist auch die Armut am höchsten. Im Ost-West-Vergleich zeichnet sich ein starkes Gefälle von Ost nach West ab. Bei den ostdeutschen Bundesländern schwankt der Anteil von armen Menschen von 17,5 Prozent in Berlin und Brandenburg und 24,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.

Die mit Abstand wenigsten armen Menschen leben im Süden von Deutschland. In Baden-Württemberg und Bayern beträgt die durchschnittliche Armutsquote rund 10 Prozent. Am wenigsten arme Menschen gibt es mit 7,4 Prozent in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Eines wird aus diesem Bericht ersichtlich. Im Jahr 20 der Wiedervereinigung sind wir von einheitlichen Lebensverhältnissen in Deutschland soweit entfernt, wie die DDR im Jahr 1954 von der Wiedervereinigung Deutschlands.

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Schlüsselwörter: Armutsatlas | Deutschland | Armut
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Kommentare

Hartmut Holz
am 18.05.2009 15:54:51 (217.80.211.xxx) Link Kommentar melden
Im Armutsatlas steht nichts neues drin.

Pommern war schon immer ein armes Land.

Nicht umsonst sind so viele Bewohner, dieses Landes, in den
Westen sprich ins Ruhrgebiet gegangen.
am 18.05.2009 21:48:09 (95.208.98.xxx) Link Kommentar melden
Das der Armutsatlas mit "alten" Zahlen jongliert sollte hier mal deutlich angesprochen werden. Die Untersuchungen spiegeln wieder, daß ab Einführung der unseligen Hartz IV Gesetze dieArmut geradezu gewollt ist. Der Paritätische Wohlfahrtsverband handelt in bester Absicht und stützt sich auf Untersuchungen meiner Meinung nach aber nicht die tatsächliche Armut erfasst haben, denn arme Menschen schämen sich und versuchen ihre Situation zu verbergen. Das ist reine Augenwischerei wenn nun die neuen Bundesländer als besonders armutsgefährdet dastehen. Aber die Zahlen lügen auch denn das es in Baden Württemberg wenige arme Menschen geben soll ist eine glatte Fehleinschätzung. Die Ursachen werden nicht wirklich angepackt, die Lüge das es ja die Tafeln gibt die ausreichend die Not lindern sind falsch. Richtig wäre das endlich ein soziales Notversorgungs- Sytem geben müßte in dem es etwas mehr gibt als etwas Obst Gemüse und Brot.
Hartmut Holz
am 19.05.2009 16:25:17 (217.80.208.xxx) Link Kommentar melden
Es kann nicht behauptet werden, dass der aktuelle Armutsatlas mit
alten Zahlen jongliert.

Denn die Zahlen, die dort aufgeführt werden, sind erschreckend.
Zeigt es doch, dass sich die Armut in Deutschland leider ver-
festigt hat.

Klar ist, dass vorallem die Hartz IV Gesetze Auslöser dieses
Phänomens sind.

Denn Hartz IV ist Armut per Gesetz und gehört sofort ab-
geschafft.
Pasel
am 27.05.2009 19:27:14 (82.140.57.xxx) Link Kommentar melden
Leider ist hier nicht eingehender aufgeführt, was alles im Armutsbericht steht. Doch wie die Vorschreiber schon erwähnten, ist Hartz IV schuld an den katastrophalen sozialen Zuständen im Deutschland des beginnenden 21. Jahrhunderts.
Die sozialen Errungenschaften der vergangenen (vielleicht) 80 Jahre in unserem Lande sind nahezu verpufft und wir entwickeln uns in schnellen Schritten... was sage ich, wir sind schon wieder ein Ausbeuterland. Wo Arbeitskraft nichts mehr wert ist, wo sich die Armutsschere so weit aufgetan hat, daß es ein Wunder ist, daß die ganzen gebeutelten Menschen sich das noch gefallen lassen.

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