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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Das Kreuz mit dem Natur- und Umweltschutz und den Folgen

Der Mensch benötigt Energie, soviel ist sicher, aber damit bringt er sich und seine Artgenossen in eine Zwickmühle, denn zu groß ist die Auswahl der Möglichkeiten noch immer nicht, und wenn sie produziert werden soll regt sich entweder teilweise verständlich, teilweise weniger nachvollziehbar Widerstand derer, die den Industriestandort vor der Haustür zu erwarten haben.

In Deutschland stehen einige Möglichkeiten zur Verfügung und zuerst fällt da die allseits gehasste Atomkraft mit ihren radioaktiven Abfällen ein, die in die Ewigkeit strahlen und selbst unseren Nachfahren noch ein Bild davon vermitteln können, wie ernst die Lage war, als das Öl zu versiegen drohte. Aber er muss irgendwo her kommen, der Strom, und Kohle verschmutzt die Luft, dass es allen stinkt, nicht nur denen, die neben einem Industriestandpunkt leben. Wer ganz ehrlich ist, mit sich, der kontrolliert ja auch nicht wirklich, ob sein Strom ihm ins Wohnzimmer geweht wurde, Hauptsache er kommt pünktlich zur Bundesliga an, wenn das Knöpfen am Fernseher gedrückt werden soll, aber auch dafür will er nicht ein Windrad vor seiner Haustür sehen, schon gar nicht, wenn Pseudowissenschaftler stets zur Stelle sind, um bei jedweder neuer Technologie sofort merkwürdige Schwingungen zu diagnostizieren, die krank machen, womit bereits die dritte Möglichkeit der Energiegewinnung nicht wirklich gewollt ist.

Selbst Sonnenernergie lehnen manche Menschen noch ab, die sich freuen wie Rumpelstilzchen, wenn das Dach des Doppelhauses nicht in der Lage ist Solarplatten zu tragen, weil es dafür nicht gebaut wurde, und in so mancher Reihenhaussiedlung zerfleischt man sich über Wärmedämmung und versucht so Neuerungen zu verhindern, weil einem die nachbarliche Nase nicht passt, derweil man einen unter Naturschutz stehenden Baum nach dem anderen fällt, der „Schmutz“ verursacht, weil er Blätter verliert oder die Sicht der Siedlungsspanner auf die andere Straßenseite behindert, Berliner sind darin Weltmeister und meist enden die Streitigkeiten erst, wenn Gerichte die Tatsachen gerade rücken, manche Auswüchse kosten jedoch auch schon mal das nachbarliche Leben, wie man weiß.

Noch schlimmer wird es hingegen, wenn es darum geht, sich von A nach B zu bewegen, und wenn der Mensch dafür die Kutsche benutzen will, die mit den dicken PS. Inzwischen benutzen wir selbst Lebensmittel, um uns zu bewegen von einem Land in das nächste, Entfernungen, die nicht gerade dem entsprechen, was ein PKW in einer Nacht aus der Steckdose laden kann. Also nehmen wir den Biosprit, der andere Menschen die Lebensgrundlage fordert, zu Monokulturen und zur Abholzung des Regenwaldes führt und regen uns auch nicht auf, wenn der Nachbar gerade die x-te Motorwäsche vor der Haustür veranstaltet. Und auch Palmöl ist nicht wirklich eine Alternative, wenn man dafür in Kauf nimmt, das dafür Menschen enteignet werden oder man sie zwingt, dieses anzubauen, nur um ihnen dann keinen fairen Preis zu zahlen und sie in Blechhütten unter unwürdigsten Zuständen hausen zu lassen.

Hoch sind die Ziele, die der WWF anlegt, aber vielleicht sollte er sich auch einmal mit den Menschenrechtsorganisationen zusammensetzen und erzählen lassen, was da wo auf der Welt unter welchem Zwang produziert wird, vielleicht sollte der WWF sich einfach auch einmal mit den betroffenen Menschen anstatt nur mit Umwelt- und Tierschutz befassen. Vielleicht sollten im Übrigen alle Organisationen einmal eine Bestandsaufnahme machen, gemeinsam, um herauszufinden, was wirklich hilft, was verelendet, was machbar ist, was verödet. Wie die Grünen, deren Zahlen stagnieren, weil Schutz kostet, sollten auch sie einmal fragen, wie man besser schützt und ihre eigenen Programme einmal sehr genau unter die Lupe nehmen, denn weltweit wird dadurch unseren edlen Ziele Menschen viel Leid zugefügt, und darüber sollten sie einmal berichten, jene Organisationen, denn die menschliche Kollateralschäden auf anderen Kontinenten sind nicht unbeträchtlich, nur, dass wir sie nicht sehen wollen. Denn es ist immer gleich, die Mengen, die benötigt werden können nicht auf nachhaltiger Basis angebaut werden, basta. Greenpeace hilft auch gerne, den Wahnsinn zu beenden und der WWF soll einmal nachdenken, wo die Katze sich selbst in den Schwanz beisst und bei Greenpeace nachlesen, was man alleine zum Thema Palmöl zu sagwen hat.

Natur-,Umweltschutz und Menschenrechte gehören zusammen und getrennt kann man diese Themen nicht bearbeiten, das geht nur gemeinsam und das sollte der WWF endlich lernen.

http://www.greenp...apfsaeule/

Anlass für diesen Artikel war die Pressemeldung: Industrie pfeift auf Palmöl des WWF:

Frankfurt - Die Palmöl verarbeitenden Unternehmen zeigen bislang kein Interesse an nachhaltig produziertem Palmöl. Von den derzeit verfügbaren 1,3 Millionen Tonnen Palmöl, die nach den Prinzipien und Kriterien des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO) produziert wurden, sind bisher nur 15.000 Tonnen (etwas mehr als ein Prozent) verkauft worden. Dies belegen Erhebungen des WWF.

“Es ist ein Skandal, dass die Industrie das nachhaltige Palmöl ignoriert”, sagt Martina Fleckenstein, Leiterin Agrarpolitik beim WWF Deutschland. „Anscheinend haben die Konzerne bislang lediglich Lippenbekenntnisse abgelegt und in Wahrheit kein ehrliches Interesse daran, die Lebensraumzerstörung durch Palmöl-Anbau zu stoppen“.

Um Transparenz vor allem für die Verbraucher herzustellen, wird der WWF in den kommenden sechs Monaten die Einkaufspolitik der größten Palmöl verarbeitenden Unternehmen weltweit bewerten und als Ranking veröffentlichen. “Die Verbraucher haben ein Recht zu erfahren, welche Unternehmen weiter auf Regenwaldzerstörung setzen, obwohl es eine nachhaltigere Alternative gibt”, so Fleckenstein. Zu mehr Transparenz könnte nach Ansicht des WWF auch eine explizite Kennzeichnung der verwendeten Pflanzenöle auf den Produkten beitragen.

Palmöl ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die Produktion vieler Alltagsprodukte, darunter Margarine, Schokolade, Shampoo und Fertigbackwaren wie Pizza. Zunehmend wird es auch zu energetischen Zwecken (Strom- und Biodieselproduktion) verwendet. Weltweit werden jährlich über 43 Millionen Tonnen Palmöl produziert. Europa ist nach China und Indien der drittgrößte Importeur des Rohstoffs. Für den Anbau von Palmöl werden vor allem in Südostasien, jedoch auch verstärkt in Südamerika, riesige tropische Waldflächen gerodet und damit Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten vernichtet. Hinzu kommen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen im Anbau, etwa durch den Einsatz von Pestiziden.

Seit November 2008 ist das erste als nachhaltig zertifizierte Palmöl auf dem Markt, bislang rund 1,3 Millionen Tonnen. Zertifiziert wurde es vom so genannten Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl (RSPO). Dieser Zusammenschluss von Palmölproduzenten, Umweltorganisationen und Palmölindustrie hat seit 2002 Umwelt- und Sozialstandards erarbeitet, die für nachhaltiges Palmöl mindestens erreicht werden müssen, und die kontinuierlich verschärft werden sollen. Der WWF ist Gründnungsmitglied des RSPO, der inzwischen über 300 Mitglieder hat. Vorreiter in Deutschland bei der Verwendung nachhaltig gewonnenen Palmöls ist die Firma Henkel, die bereits seit letztem Jahr auf zertifiziertes Palmkernöl umstellt.

Der WWF fordert alle Unternehmen der Palmöl-Industrie auf, sich öffentlich zum Kauf von nachhaltigem Palmöl zu verpflichten. Hierzu sollten die Unternehmen schnellst möglich einen Fahrplan mit klar formulierten Etappenzielen aufstellen, an denen sie sich auch öffentlich messen lassen müssten, so der WWF. „Es kann nicht angehen, dass die Produzenten, die sich für eine Zertifizierung entschiedenen haben, jetzt keine Käufer finden, so Martina Fleckenstein.

http://www.wwf.de/presse/details/news/industrie_pfeift_auf_nachhaltiges_palmoel/

©denise-a. langner-urso

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Schlüsselwörter: Neue Energien | Palmöl | Umweltschutz
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