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Politik: Welt5 US Soldaten bei Schusswechsel in Kaserne getötet-Feind in den eigenen Reihen?
Wo das Töten nicht enden will, das ist der Irak, und es gibt dort fast täglich neue Opfer. Merkwürdig hingegen ist es, wenn Soldaten bei einem Schusswechsel in einer Kaserne um das Leben kommen und wenn dann der Verdacht, einer der Getöteten habe um sich geschossen und sich anschließend selbst gerichtet, nicht schnell aus der Welt geschaffen wird.
Fünf Soldaten sind es, amerikanische Soldaten, die am heutigen Tag den Tod fanden, und das Gerücht, ein Soldat habe erst vier Soldaten und schließlich sich selbst getötet es schwebt noch immer wie ein Damoklesschwert über der schwer bewachten Kaserne Liberty in Baghdad.Der Vorfall ist umso tragischer, als er Fragen aufwirft, nach dem warum, nach der Belastung, nach dem Zustand der dort stationierten Truppe, nach der mentalen Gesundheit, nach dem Stress, dem die Soldaten dort täglich ausgesetzt sind, denn eines ist klar, schwer bewacht ist sie, die Einrichtung, und ein externer Angriff somit kaum vorstellbar.
http://www.washin...00265.html
Eines jedoch ist klar, sie gehören schneller und öfter abgelöst, Menschen, die in solch hochsensiblen Gebieten eingesetzt sind, denn das was dort an Stress zu ertragen ist, ist unendlich viel höher als in anderen Gebieten, bei anderen Einsätzen, bei „Friedensmissionen, bei Aufbau- und Polizeimissionen“.
Und noch eines ist klar, daraus können auch andere Truppen wie die Bundeswehr etwas lernen, Soldaten in Kriegsgebieten sollten erfahren sein, nicht zu jung, sollten generell Berufssoldaten sein, nicht solche, die es deshalb tun, weil andere berufliche Perspektiven fehlen. Wenn man unbedingt eine Truppe braucht, so eine schlagkräftige gut geschulte, die diesen Job freiwillig tut, zu dem generell nur Freiwillige abgestellt werden sollten, sei es in Afghanistan oder an anderen Orten der Welt. Sie gehören gut geschult, gut ausgesucht, ständig psychologisch betreut, ständig ausgewechselt, solche Truppen.
Überhaupt gehören in ein Heer nur Menschen, die sich dazu berufen sehen, die geistig und körperlich fit sind, dazu gehört auch ein Teil Wehrgerechtigkeit, den es beim Auswahlverfahren seit langem nicht mehr gibt, dazu gehört eine Berufsarmee und nicht eine allgemeine Wehrpflicht.
Und noch eines ist wichtig zu wissen und gehört zur Ehrlichkeit-Missionen wie die in Afghanistan sind keine Friedensmissionen mehr, die Bundeswehr befindet sich im Krieg, denn Friedensmissionen sind solche, bei denen die Parteien voreinander geschützt werden, bei denen es dadurch zum Schutz der Bevölkerung, zum Wiederaufbau, zu Verhandlungen kommt, nicht solche, bei denen man einen Feind jagt, den man nicht einmal sieht oder kennt in einem Land, das diesen Schutz nicht angefordert hat, weil es sich besetzt und nicht geschützt fühlt, und weil die Anwesenheit einer Truppe zu unendlichem Leid in der Bevölkerung wird, wenn der unsichtbare Feind sie längst zur Geisel gemacht hat, bedroht und schikaniert, und somit eine Truppe nie weiß, ob der heutige Gastgeber nicht morgen schon zum Feind wird.
Warten wir also ab, wer da in Baghdad um sich geschossen und 5 Soldaten in einer streng bewachten Kaserne getötet hat, denn nichts ist schlimmer als der Feind im eigenen Haus.
©denise-a. langner-urso
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