Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Lokales: Sonstiges

Das Rätsel der versteinerten Frau von Kanchanaburi

Unglaublich aber wahr: Der Geist eines Mordopfers soll im Felsen einer Höhle gefangen sein

Im Kloster Wat Ban Tham bei der Provinzhauptstadt Kanchanaburi gibt es eine mystische und geheimnisvolle Sehenswürdigkeit: die versteinerte Frau. Die Geschichte darum ist so phantastisch, dass man sie kaum glauben kann. Und dennoch soll sie auf einem realen Mordfall beruhen. Ist alles nur ein Zufall, eine Laune der Natur, oder steckt doch mehr dahinter?

Das Wat Ban Tham liegt direkt am Fuße eines Berges und wurde den Berghang hinauf gebaut. Oben im Berg befindet sich eine Höhle, die zum Wat gehört. Zu ihr führt eine überdimensionale Schlangennachbildung hinauf, in deren Innern sich eine lang gezogene Treppe befindet. Der Eingang besteht aus einem überdimensionalen, bunten Schlangenkopf mit weit geöffnetem Maul, der weithin sichtbar ist.

Die Höhle hat einen großen Raum, dessen Decke teilweise eingestürzt ist und den Blick auf den Himmel freigibt. Die eigentliche Sehenswürdigkeit, die versteinerte Frau, befindet sich im Innern dieses Höhlenraums. Es handelt sich um eine Stelle am Felsen, die auch ohne viel Phantasie die Konturen einer Frau erkennen lässt. Die Legende dazu besagt folgendes:

Vor längerer Zeit wurde in dieser Gegend eine Frau ermordet. Später hatte einer der Mönche aus dem Wat Ban Tham einen seltsamen Traum. Er träumte von der Ermordeten, die ihm erschien und sich bei ihm beklagte, weil sie in der Höhle versteinert sei und daher nicht wiedergeboren werden könne. Der Traum ließ dem Mönch keine Ruhe mehr und schließlich suchte er die Höhle nach der Versteinerten ab und fand dabei eben jene seltsame Struktur im Felsen, die wie eine Frau aussieht. Die ganze Geschichte verbreitete sich wie ein Lauffeuer und die Höhle wurde zu einem heiligen Ort erklärt.

Einige Zeit später träumte der Mönch erneut von der Frau. Im Traum sagte sie zu ihm, dass sie gerne Kleider tragen würde, da sie nackt sei. Nun begannen die Mönche damit die Felsstruktur auszumalen und dem Frauenkörper Kleider anzulegen. Auch Schmuck bekam die versteinerte Frau. Die Kleider werden von Zeit zu Zeit gewechselt. Und so entstand um die Höhle und die Legende um die versteinerte Frau ein richtiger Kult, den man nur verstehen kann, wenn man die Mentalität und Denkweise im geistergläubigen Thailand kennt.

Bei unserem Besuch in der Höhle der versteinerten Frau erzählten uns unsere Rikschafahrer, die uns hierher geführt hatten, dass es auch noch, ca. 80 Kilometer entfernt, eine Höhle geben soll, in der auch der Geist des Mörders im Felsen gefangen ist und dort seine Strafe für die Tat verbüßt.

Eine ähnliche Geschichte, allerdings ohne Bezug auf Geisteraktivitäten, gibt es aus Nordthailand zu berichten. An der Straße Nr. 101 von Phrae nach Nan gibt es bei KM 168 eine Abzweigung zur Pha Nang Khoi Höhle. Man gelangt dort zuerst zu einem Meditationsplatz mit einer Buddhastatue. Von dort aus geht ein etwa 500 Meter langer, tunnelartiger Gang in den Felsen. Am Ende des Ganges befindet sich ein großes Gewölbe mit Tropfsteinen und im Zentrum ein hoch verehrter Stalagmit.

Die Legende besagt, dass in der Gegend einst ein gewöhnlicher Soldat eine Königstochter vor dem Ertrinken gerettet habe. Die beiden haben sich ineinander verliebt und flohen in die Höhle, wo die Prinzessin dann ein Kind von dem Soldaten bekam. Als dieser schließlich die Höhle verlassen musste, blieben die Königstochter und ihr Kind zurück. Beim Abschied schwor sie dem Geliebten: „Ich will hier ewig auf dich warten!“

In dem verehrten Stalagmiten glauben die Thais die Konturen einer Frau mit ihrem Baby erkennen zu können. Das soll die Königstochter mit ihrem Kind sein, die dort noch immer auf den Geliebten und Vater warten, denn der Soldat kam niemals zurück.

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Geister | Thailand | Wat | Mönch | Versteinerung | Kanchanaburi | Mönche | Kloster | Mordopfer
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
39,885,022 eindeutige Besuche