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Neu: Ein Benimmkurs für Thailands Mönche soll ihr Ansehen wieder steigern

Immer wieder sind Mönche in Thailand in den Negativschlagzeilen der internationalen Medien

Foto: © Ulrich E. K. Schmidt, pixelio.de
Foto: © Ulrich E. K. Schmidt, pixelio.de
Das Ansehen der thailändischen Mönche in der Öffentlichkeit hat stark gelitten. Meistens sind es Kleinigkeiten, die zwar auffallen aber nicht sein sollten. Make-up und rosa Handtäschchen gehören einfach nicht in das Repertoire eines Mönches. Doch es gibt auch immer wieder spektakuläre Fälle, die definitiv das Ansehen der Mönche in den Schmutz ziehen. Zumindest für die Kleinigkeiten gibt es jetzt einen Benimmkurs…

Aktuell am 7. Mai 2009 bestätigte ein thailändisches Berufungsgericht das Urteil aus erster Instanz: 50 Jahre Gefängnis für einen Mönch, der seit 1988 insgesamt 15 Mädchen vergewaltigt und missbraucht hat. Phra Pawana Phuttho (bürgerlicher Name Chamlong Polseu), der ehemalige Abt des Wat Sampran bei Nakhon Pathom, wurde 1995 verhaftet, nachdem sich eines der Opfer, allesamt junge Mädchen aus den Bergvölkern, die auf dem Klostergelände lebten, an die Polizei gewandt hatte. Das Gericht hatte den Mönch in Addition aller Taten zu insgesamt 160 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe war auf 50 Jahre herabgesetzt worden, weil dies das Höchstmaß für solche Taten ist. Sechs Frauen, die dem Mönch bei diesen Taten geholfen hatten, wurden zu Haftstrafen zwischen drei und zehn Jahren verurteilt.

Ähnliche Vorfälle, bei denen Mönche wegen sexueller Delikte in Verruf gerieten, gab es in Thailand bereits häufiger. Da wurden auch schon Mönche wegen Mordes an Touristinnen verurteilt oder ein einst geachteter und in ganz Thailand verehrter Mönch aus der Mönchsriege entlassen weil er bei Auslandsbesuchen regelmäßige Bordellbesuche machte. Aufgeflogen war dieses Verhalten weil der Mönch seine Puff-Rechnungen per Kreditkarte bezahlte…

Es ist in Thailand Brauch und Tradition, dass zumindest jeder männliche, buddhistische Thai einmal in seinem Leben ins Kloster geht und für eine gewisse Zeit Mönch ist. Meistens geschieht dies in jungen Jahren zu Ehren der Eltern. Neuerdings benehmen sich diese Novizen-Neulinge immer öfters unangemessen in ihrer Mönchsrolle. Sie schminken sich, tragen rosa Handtäschchen mit sich herum oder verändern gar ihre safrangelben Roben auf modische Art. Auch, so heißt es immer wieder, sollen viele von ihnen Sex in ihrem Quartier im Wat haben. So etwas wird als große Sünde angesehen und führt in der Regel zum Ausschluss aus der Mönchsgemeinschaft.

Phra Wor Wachiramethi, ein angesehner Mönch in Thailand, bietet nun in der Triam-Sammanen-Schule in Chiang Rai einen (Benimm)-Kurs für Mönche an, die, wie es heißt, „etwas zu tuntig auftreten“. Der Kurs soll verhindern, dass sich Thailands Mönche weiterhin in der Öffentlichkeit unangemessen verhalten (wie die Bangkok Post schrieb) und vor allem junge Mönche davon abhalten einen „homosexuellen Eindruck“ in der Öffentlichkeit zu hinterlassen…

Foto: Mönche in Thailand. Fotoquelle: © Ulrich E. K. Schmidt, PIXELIO.de.

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Schlüsselwörter: Thailand | Mönche | Novizen | Wat | Kloster | Benimmkurs | tuntiges Verhalten
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