Politik: Politische Meinung

Hilfe, mein Kind spielt Völkerball! Der Killerspielverbietwahnsinn

09.05.2009 20:23:59 eingesandt von thunderhand für OnlineZeitung 24.de

Wieder einmal hat mein Kind Sportunterricht und wird zur Tötungsmaschine. Es muss sich sogar als Strohpuppe beschimpfen lassen. Soso, also Schulen dürfen das im Unterricht, Tötungsmaschinen ausbilden. Paintball tut nicht einmal weh, es macht nur bunt, beim Völkerball hingegen zwackt es schon ganz kräftig. Aber das ist egal, vermutlich kommt jetzt die Begründung, wenn es weh tut wird man nicht zur Killermaschine, alles möglich, Psychologen fällt immer etwas ein.

Mir fallen übrigens einige Spiele ein, die man verbieten sollte, Risiko, das Brettspiel steht ganz weit oben, denn da marschieren ganze Armeen gegeneinander. Und Schach, wie kriegerisch!

Man sollte der Bundesregierung einfach einmal eine Spielesammlung schenken, darin befinden sich vermutlich zur Hälfte Spiele, die verboten gehören, hat nicht gerade jemand in England gerade das Baby seiner Freundin aus dem Auto geworfen? Daran kann eigentlich nur „Mensch-ärgere-dich-nicht schuld“ sein, vermutlich, so wird die Psychologie behaupten, ist er dabei in der Kindheit zu oft hinausgeflogen, also bitte ebenfalls verbieten, das Spiel, und dabei gleich etwas gegen den latenten Rassismus tun, schließlich verbieten sich schwarze und weiße Spielfiguren von ganz alleine.

Auch in jüngeren Jahren, etwa im Krabbelalter sind Spiele zu verbieten, denn wie kann es denn angehen, dass Kleinkinder Bauklotztürme zerstören dürfen? Und auch das Grillen ist übrigens zu verbieten, das am Wochenende in Parks, auf Balkonen, im Garten, nicht, dass wir unsere Kids zu Brandstiftern erziehen.

Mir fallen noch viel mehr Spiele ein, solche, die wirklich gefährlich sind, wie zum Beispiel Volleyball. Wie oft habe ich mir dabei etwas verstaucht, ich kann es nicht zählen, oder Schulfußball, da wird getreten was das Zeug hält, unzählbar die Verletzungen, die dadurch entstehen, speziell in der Schule, eigentlich etwas, was nicht sein dürfte, denn im Sport dürfen Kinder also mit staatlicher Ansage verletzt werden, ebenso übrigens bei Skireisen, deren Sinn und Kosten ich nie verstanden habe. Alleine durch Sportverletzungen in den Schulen dürften also nicht unerhebliche Krankenkassenbeiträge uns belasten, uns alle. Schulsport gehört also auch verboten, denn wo sonst lernt man Skifahren und seine Gefährlichkeit, denn auch dort kommt es bekanntlich zu Todesfällen.

Schulsport gehört also verboten, höchstens sollte er Wahlfach sein, dafür sollte man sich extra versichern müssen, denn das der Staat in der Schule wissentlich Kinder gefährdet, das geht nun gar nicht.

Freizeitsport und Leistungsport gehören übrigens nur unter Auflagen erlaubt, denn man tritt gegeneinander an, im Zweifel gegen sich selbst, gegen den inneren Schweinehund. Es würde kaum noch Dopingsünder geben, was für ein Sparpotential, und welcher Vorteil, wenn man das Risiko privat absichern müsste, welche Entlastungen bei den Versicherungsbeiträgen da umsetzbar wären!

Überhaupt gehört alles verboten, was zu Verletzungen anderer führen kann, was als Waffe benutzt werden kann. Ich glaube, wir sollten die Grünen wählen, vielleicht verbieten die ja dann das Autofahren, denn damit kann man in Menschengruppen fahren, nur, dass das niemanden interessiert, und wahrscheinlich auch nicht, dass der arme Mann einfach immer beim Carrera-Spielen verloren hat, denn er ist ja selbst tot, und leider können Psychologen den wahren Hintergrund nicht mehr herausfinden. Sollte er aber wirklich darin zu finden sein, dass der Mann seinen Job verloren hat?-Unfassbar, denn somit gehört das Arbeiten verboten, nicht, dass das zum Suchtfaktor wird! Aber da sind wir ja gerade dabei, danke für den Hinweis, man nennt das nur anders, ich vergaß...

Passen sie auf sich auf, sonst werden auch sie demnächst zur Killermaschine, denn ganz sicher leiden auch sie unter einer Sucht, die irgendwann für andere tödlich enden könnte, und sei es nur dadurch, dass sie am Leben sind und atmen.

©denise-a. langner-urso