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Medien: Sonstiges

Das „Türkisches Cafè I“ von August Macke.

Was denken Sie, was hinter der Türe liegt.

Türkisches Cafe 1
Türkisches Cafe 1
August Macke war bekanntlich Mitglied der von Wassily Kandinsky und Franz Marc an einem Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf gegründeten Künstlergruppe „der Blaue Reiter“. Und von daher hatte er auch die Gelegenheit mit Paul Klee und dem Schweizer Expressionisten und dem Tunesienfan Louis Moilliet nach Nordafrika zu reisen, was ihn zu vielen Bildern animierte.

So entstanden unter andrem zwei Bilder mit dem Titel „Türkisches Cafe 1 und 2, Öl auf Leinwand. Beide Bilder entwickeln neben ihre Farbkomposition eine magische Wirkung durch die Darstellung. Im Bild „Türkisches Cafe 2“ von 1914 ist es der Gast vor der Tür an einem Tisch sitzend, der gespannt auf eine Türe blickt, die in das Cafe führt. Je länger man sich diesem Bild hingibt, desto so mehr will man wissen, was wohl hinter der Türe ist. Noch mehr verstärkt Macke diese magische Erwartung im Gemälde „Türkisches Cafe 1“. Er reduziert das Ereignis nur noch auf den Kopf des Gastes, der auf den oberen Teil der mit einem grünen Türrahmen verzierten braunen Türe blickt. Der Rest wir nur noch in kurzen, prägnanten Farbflächen dargestellt, das Ereignis fokussiert sich auf die Tür, was mag wohl hinter ihr sein.

Durch das dunkle Braun der Türe in einer Vielfalt aus bunten und hellen Farben kommt ein ähnliches Verhältnis Betrachter und Bild zu Stande, wie bei Vincent van Goghs „Gelbem Haus“. Was liegt hinter dem Dunklen? Für jeden Künstler ist das die Magie an seinem Bild, der Betrachter wird animiert, in seiner Fantasie den Faden des Künstlers aufzunehmen und in tausend möglichen Variationen zu Ende zu denken oder das Ereignis zu Ende zu erzählen. Das Bild rückt in den Hintergrund, es ist nur der Anstoß zu einer Fantasiewelt, in der der Maler den Betrachter mitnehmen will. Und gerne würde jeder Künstler wissen, was denkt der nun, der Betrachter? Kunst ist mehr als Darstellung, es ist der erste Schritt in eine Reise durch die Fantasie des Betrachters.

Im „Türkischen Cafe 1“ hat Macke diesen Prozess des Dialogs zwischen Bild und Betrachter mit wenigen Elementen erreicht. Und nun die einfache Frage, was denken Sie, was sich hinter der Türe befindet oder was dort vor sich geht?

Leider wird fast immer nur das „Türkische Cafe 11“ in allen Sammlungen gezeigt, so auch im Internet. Daher suchen Sie mal bitte nach dem „Türkischen Cafe 1“, es lohnt sich.

Quellen: http://images.goo...p;ct=title http://de.wikiped...gust_Macke

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Schlüsselwörter: Blick | Betrachter | Dialog | Türkisches Cafe 1
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