Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Wissenschaft: Forschung

Wir leben in einem Universum der wechselseitigen Beziehungen

Moderne Physiker stellen das bisherige Weltbild auf den Kopf. So gilt es neuerdings als wahrscheinlich, dass seit dem Urknall vor 13.7 Milliarden Jahre große Teile des Kosmos miteinander verschränkt sind und auf subtile Weise miteinander kommunizieren. Mehr noch: Wir alle sind aktive Teilnehmer dieses im sprichwörtlichen Sinne „universalen Dialogs“.

„Weil dich die gleiche Stimme lenkt und du am gleichen Faden hängst, weil du dasselbe denkst, wie ich…“, heißt es in dem Song „Vom selben Stern“ des Musiker-Duos „Ich & Ich“. Ein simpler Text, der keineswegs zufällig zu einem Ohrwurm wurde. Schließlich geht es in dem Lied darum, dass wir alle Freunde sein sollten, da wir doch vom selben „Stern“ stammen.

„Wir sind in der Tat alle nur aus Sternenstaub“, sagt Professor Roman Schnabel vom Max-Planck Institut für Gravitationsphysik in Hannover. Der Wissenschaftler hat sich einen Versuchsaufbau ausgedacht, um mit Hilfe von Lasern zwei kilogrammschwere Spiegel miteinander zu verschränken. Das so genannte Verschränkungsprinzip ist das Bizarrste, was die moderne Quantenphysik zu bieten hat. Es besagt, dass zwei Teilchen A und B, die einmal zusammen gehörten, nach der Trennung wie durch Spuk miteinander verbunden bleiben und mit unendlich hoher Geschwindigkeit Informationen austauschen, selbst wenn der Zeitpunkt der Trennung weit in der Vergangenheit liegt oder die Teilchen mittlerweile Lichtjahre voneinander getrennt sind.

Bisher wurden Verschränkungszustände nur bei subatomar kleinen Partikeln für möglich gehalten. Einige Wissenschaftler halten es jedoch für möglich, dass auch die Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn, die auf der untersten Ebene über kleinste Partikel erfolgt, den Regeln der Quantenphysik gehorcht. „Die aus der Quantenphysik herrührende Möglichkeit einer durch den Raum ausgedehnten Ganzheit wird für das Verstehen des Gehirns von Bedeutung sein“, zeigt sich zum Beispiel der Frankfurter Physiker Professor Thomas Görnitz überzeugt. Und weiter argumentiert der Wissenschaftler: „Gedanken sind Quanteninformationen“.

Mit seiner These steht Görnitz nicht allein auf weiter Flur: Der australische Hirnforscher John Carew Eccles gehörte zu den ersten, die im Körper-Seele-Dualismus einen Zusammenhang mit der Quantenphysik erkannten. Eccles, der 1963 den Nobelpreisträger für Medizin erhielt, weil er die Wissenschaft mit entscheidenden Erkenntnissen über die Erregungsübertragung in den Nervenzellen befruchtet hatte, glaubte stets daran, dass es eine vom Körper unabhängige Seele gibt. Nach Eccles Theorie beeinflusst der Geist das Gehirn, indem er auf mikroskopisch kleine Strukturen in der Großhirnrinde, die so genannten Pyramidenzellen, einwirkt.

Eccles ist auch der geistige Vater der so genannten Psychonen. Darunter verstand der 1997 verstorbene Eccles „mentale Einheiten“, welche die Fortsätze der so genannten Pyramidenzellen des menschlichen Gehirns, die als Dendronen bezeichnet werden, durchdringen. Seiner These zufolge beeinflusst der Geist das Gehirn und umgekehrt auch das Gehirn den Geist und somit das Bewusstsein.

In Ergänzung zu Eccles Thesen entwickelten der amerikanische Bewusstseinsforscher Stuart Hameroff und der britische Mathematiker Roger Penrose eine Theorie, nach der sich das Bewusstsein durch den Kollaps der Wellenfunktion in den Mikrotubuli des Gehirns erklären lässt. Mikrotubuli sind dünne Röhren, die das Gehirn durchziehen und in ihrer Gesamtheit einen Biocomputer repräsentieren, der wiederum auf Quanteneffekten basieren soll. In den winzigen Hohlräumen der Mikrotubuli sind so genannte Quantenkohärenzen denkbar. Das sind orchesterartige Zusammenklänge von Quantenschwingungen. Experimentell konnten solche Phänomene bei tiefen Temperaturen von Hameroff und Penrose bereits nachgewiesen werden. Der Theorie zufolge entsteht ein bewusstes Erleben, wenn sich dieser Kollaps der Wellenfunktion in vielen Neuronen über das gesamte Gehirn verteilt einstellt.

Auch der Physiker Professor Efstratios Manousakis von der Florida State University in Tallahassee ist inzwischen davon überzeugt, dass sich die komplexen Vorgänge des Bewusstseins quantenmechanisch erklären lassen. Manousakis geht allerdings noch einen Schritt weiter und vertritt die These, dass nicht nur unser Bewusstsein sondern auch unsere Träume als Quantenphänomen beschrieben werden können.

Geradezu revolutionär klingt die Schlussfolgerung des amerikanischen Physikers Professor Amit Goswami von der Universität Oregon in Eugene. „Man kann logischerweise nur zu dem Ergebnis kommen, dass auch übersinnliche Phänomene wie Hellsehen eindrucksvolle Beispiele für quantenphysikalische Prozesse des Bewusstseins sind“, zieht er Bilanz. Über das Verschränkungsprinzip des Universums seien wir auf subtile Art und Weise nicht nur mit jedem Individuum sondern auch mit jedem x-beliebigen Punkt des Universums verbunden!

Buchtipp: Weiterreichende Informationen zu dem Thema finden sich in dem gerade erschienenen Buch des Autors „Der Lebenscode des Universum. Quantenphänomene und die Unsterblichkeit der Seele.“ Lotos Verlag, München (2009), ISBN 978-3-7787-8211-8, 160 Seiten, Preis: EUR 14.95. Link zum Buch

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Universum | Quantenphysik | Rolf Froboese | Lebenscode
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

am 08.05.2009 16:06:02 (91.65.27.xxx) Link Kommentar melden
Na, so allmählich kommt also die Wissenschaft auch dahinter. Es gab schon Forscher und Denker vor den Computern, die diese Weisheiten belegt haben. (ein Teil dieser Weisheiten sind in der Bibel und anderer Götterüberlieferungen versteckt)
Und es wird wohl noch besser, stellt man dieses dann in den Zusammenhang der Elfdimensionalität des Universums, der Zei/Raumkrümmungen, der Parallelwelten, wie auch der Möglichkeiten von Überwindung von Raum und Zeit. Also, die Überwindung der Räume wird also auch irgendwann, so die Menschheit sich nicht vorher wegen irgendwelcher wahren Glaubensideen selbst ausrottet, überwindbar und wir werden unsere "Brüder und Schwestern" dann "drüben" im anderen Sinne begegnen. Ihr werdet es erleben. Wir werden auch zu "Wanderen von Raum und Zeit"
Und vielleicht begreifen dann ja die "Irdischen" ein wenig mehr ihre Kleinheit und sehen Ihre Welt ein wenig erhabener und erhaltenswerter an. Das Wunder der Schöpfung erfährt so vielleicht auch eine neue Bedeutung. Denn das Universum wimmelt voll Leben und Wunder und ist doch so einsam. Die wenigen Diamanten des Lebens sind so viele und doch so wenige, daß Sie gehütet werden müssen wie das Teuerste, was man sich so vorzustellen vermag. Und das ist keine metapysischer Anspruch, sondern eine rein materielle, existentielle Notwendigkeit.
am 08.05.2009 16:13:48 (91.65.27.xxx) Link Kommentar melden
PS. ich habe mir erlaubt, den Artikel mit Kommentierung in www.visiondeutschland-nachrichten.de.tl Rubrik Wissenschaft und Forschung zu übernehmen. Ich hoffe auf Zustimmung.
herzlich
Rainer Karow
OZ24
am 09.05.2009 12:48:13 (77.184.27.xxx) Link Kommentar melden
Bitte Link auf den Ursprungsveröffentlichungsort www.onlinezeitung24.de setzen dann ist alles in Ordnung
am 09.05.2009 21:00:21 (91.64.5.xxx) Link Kommentar melden
Wieso, fehlt der? Mache ich doch immer. Na, ich schau mal, wird natürlich nachgeholt.

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
38,654,891 eindeutige Besuche