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Sonstiges: Gesundheit

Fußzonen-Reflexmassage – eine Wohltat für den Körper

Die Fußsohlen sind eine „Landkarte“ des Körpers

In einer esoterischen Zeitschrift fand ich einen Artikel über „Energie, die von den Füßen kommt“. Darin stellt der Autor Siegfried Leitermann die „bioenergothermische Schuheinlagen“ des polnischen Erfinders Kazimierz Piotrowicz vor. Schon beim Lesen der Überschrift fielen mir sofort einige Übereinstimmungen mit Massagepraxen auf, in denen Fußzonen-Reflexmassage praktiziert wird. Und in der Tat, die Übereinstimmung zwischen den heilenden Erfolgen der „bioenergothermischen Schuheinlagen“ und der Fußzonen-Reflexmassage ist verblüffend…

Der Erfinder der Schuheinlagen hat sich offenbar einer 5.000 Jahre alten chinesischen Erkenntnis bedient, die man sich seit einigen Jahren auch in der so genannten Fußzonen-Reflexmassage zueigen macht. Bereits vor 5.000 Jahren entdeckten chinesische Ärzte reflektorische Nervenverbindungen. Solche sensiblen Bereiche sind außer neben den Ohren und der Nase auch in den Innenflächen der Hand und auf den Fußsohlen. Mit den Fingerkuppen drückten die alten Chinesen diese Hautbereiche und ließen ihre daraus gezogenen Erkenntnisse in ihre Diagnosen einfließen. Aus dieser Praxis entwickelte sich dann auch die Fußzonen-Reflexmassage.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts erkannte der englische Neurologe Sir Henry Head (1861 – 1940), dass großflächige Hautbereiche des ganzen Körpers über reflektorische Nervenverbindungen mit inneren Organen verbunden sind. Reize auf diesen nach ihm benannten headschen Zonen“ bewirken eine bessere Durchblutung. Anfang des 20. Jahrhunderts führte schließlich der amerikanische Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. William Fitzgerald eine Einteilung des Körpers in zweimal fünf senkrechte Reflexzonen ein, die jeweils in den Händen und Füßen enden. Angeblich unabhängig von anderen Erkenntnissen will daraus auch die amerikanische Masseurin Eunice Ingham ihre Hand- und Fußreflexzonenmassage entwickelt haben.

In Asien basieren viele Massagetechniken auf diesen oder ähnlichen Erkenntnissen. So beruht die traditionelle Thai-Massage auf der Vorstellung, dass der Körper auf bestimmten Bahnen von Lebensenergie (Prana, aus der indischen Yoga-Philosophie) durchflossen wird. Vor allem sind es zehn dieser Bahnen, die so genannten „Zehn Sen“, die bei der Thai-Massage behandelt werden. Indem auf diese Weise das Prana wieder zum Fließen gebracht wird, sollen die Schmerzen gelindert und die Krankheiten geheilt werden. Die Ursprünge der Thai-Massage werden auf den indischen Arzt Kumar Bhanccha zurückgeführt, der zur Zeit Buddhas gelebt haben soll.

Foto: © Astrid Borower, pixelio.de
Foto: © Astrid Borower, pixelio.de
In der Reflexzonenmassage entsprechen bestimmte Hautbereiche der Füße und Hände den inneren Organen wie beispielsweise Darm, Lunge oder den Augen. Der Kopfbereich befindet sich demnach an den Zehen und der Unterleib an der Ferse. Durch die Massage werden die Verhärtungen, Ablagerungen und Verspannungen im Hautgewebe gelockert und die entsprechenden Organe so positiv beeinflusst. Andersherum sollen aber solche derartigen Gewebeveränderungen in den Füßen auf Funktionsstörungen der jeweiligen Organe schließen lassen und können somit auch der Diagnose dienen. Eine Bestätigung der alten chinesischen Mediziner.

Obwohl weder die Grundlagen noch der Erfolg der Fuß- und Handzonen-Reflexmassage nach dem Verständnis vieler westlicher Mediziner bewiesen ist, wird dies vor allem in Asien erfolgreich praktiziert. Die Patienten versichern fast ausnahmslos, aufgrund ihrer Erfahrungen, dass solche Reflexzonenmassagen nicht nur entspannen, sondern auch eine Menge Krankheiten und Unpässlichkeiten heilen oder zumindest lindern können: „Bereits nach wenigen Minuten weicht die Skepsis einem ungemein entspannenden Gefühl. Der Druck auf die Fußsohlen ist angenehm. Ich schließe die Augen und lehne mich wohlig im Stuhl zurück.“ So beschrieb ein Europäer die Empfindungen bei Beginn seiner ersten Fußzonen-Reflexmassage in Asien.

Diese Form der Massage macht man in Thailand beispielsweise ohne Öl. Als Ersatz dient hier eine bei uns handelsübliche Markencreme. Der bei der Massage ausgeübte Druck der Fingerkuppe auf die Fußsohlen ist zuerst sanft und steigert sich dann. Schmerzende Stellen werden nur solange massiert, wie es der Patient ertragen kann. Im Verlaufe der Behandlung kann der Masseur aber mehrmals auf diese Stellen zurückkommen, weil sich gerade hier die Verhärtungen befinden. Zu den wichtigsten Reflexzonen der Füße werden Gehirn, Hals, Schultern, Augen, Lunge, Bronchien, Leber, Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse, Galle, Milz, Dickdarm, Dünndarm, Blinddarm und das Becken gezählt.

Foto: Fußzonen-Reflexmassage. Fotoquelle: © Astrid Borower, PIXELIO.de.

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Schlüsselwörter: Massage | Fußzonen-Reflexmassage | Thai-Massage | Massage-Techniken | bioenergothermischen Schuheinlagen
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