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Politik: Politische Meinung

Die neuen stolzen Deutschen

oder unverkrampft in die Zukunft

Ein raunen geht durch das Land. Die Soziologen verstehen die Welt nicht mehr. Die Politik weiß gar nicht, was sie davon halten soll. Und die Betroffenen? Denken darüber überhaupt nicht nach.

Was Kanther und Co. nicht geschafft hat, haben Türken und Klinsmann eingeleitet.

Zur Weltmeisterschaft haben sich die Türken in Deutschland mit der deutschen Nationalelf wenn nicht gerade identifiziert, so doch zumindest solidarisiert. Und Ihren Lebensspaß, festgemacht am Fußball, wo endlich mit der deutschen Bevölkerung eine wenig Integrationsfähigkeit geübt werden konnte, an einer Fahne gezogen.

Es ist eine Jugend herangewachsen, die sich durch oder trotz oder eben, weil die alten Zöpfe von selbst verstorben sind bzw., sie keine Lust mehr haben auf den Frust „der Alten“ etwas zu geben, sich eine neue, eigene Geschichte schaffen. Die Kriegsgenerationen sind praktisch ausgestorben. Die gefrustete Miefbefreiungs- und Weltverbesserungsgeneration der Nachkriegsära ist auch bereits im Opa- und Omaalter und wie es kommen muß, so kommt es. Unbemerkt von der ewigen Bedenkenträgerschaft und Antiautoritätengeneration ist eine neue Jugend herangewachsen, die auf die Belange Ihrer Vorgänger „scheißt“ Denen es egal ist, ob die Vergangenheit ihr Leben bestimmt hat. Und die in einer Selbstverständlichkeit aufgewachsen ist, die eben späte Frucht trägt, nämlich das erleben offener Grenzen, der relativen Bedeutungslosigkeit eines Nationalismusses politischer Ausschöpfung und dem Erleben, daß der italienische Fußball, der Belgische, der Holländische, ja selbst der Englische, eben auch nur rund ist.

Und da ein Fußballverein, der den Nimbus des Biertisches und des Proletariatensportes überwunden hat und selbst Mädels im Schritt feucht werden läßt vor Begeisterung über Ihre Gladiatoren auf dem Felde, die wie Popstars gefeiert werden und auch deren Auftreten und Ausstrahlung des nimmersatten, potenten Einkommens und der sozialen Zurschaustellung, hergibt, hebt den Nationalcharakter Ihrer aller Herrensöldner des Rasens, auf.

Und so wird die „schwarz-rot-gelbe Farbgebung einer neuen Fußballnationalität“, die bei Bedarf das Gesicht schmückt, die Brust, den Po, die Socken bis hin zu den Haaren und so alles erlaubt, was in diesem Zusammenhang den Fußballverein Deutschland nach vorne bringt und zum Spaß beiträgt. Das hat Auswirkungen bis in den hintersten Zipfel von unverkrampftem Nationalgefühl, das sich jedoch auf einen Stolz um den Fußball und der eigenen Unverkrampftheit und Überwindung der belasteten Alten, manifestiert, die ohnehin keine Ahnung mehr haben. Und was das so mit der deutschen Vergangenheit auf sich hat, tscha, „die Schapinnen halt, die Römer“

Während hier in politischen Zirkeln, Institutionen und Sozialstudien noch schwere Gedanken gewälzt werden, gehen die jungen Freaks zu ihrem Alltag über. Und der hat mit dem, was die politische Korrektnis so vorgibt, nichts mehr zu tun. Und im Geschichtsunterricht wird weggehört und der politische Alltag und das Verständnis nach deren Allgemeinbildung, als überflüssige Last angesehen, für die man sich nichts kaufen kann. Also, lasset und damit zu Frieden. Das neue Bewusstsein heißt offene Grenze, unbelastet sein, unter sich sein, mit anderen sich austauschen, sei es über Fäuste oder über das Bett, egal. Eine neue Offenheit, wo die Anzahl der vernaschten Jungs und der Belastung von Jungfernschaft noch mit 11, schwerer wiegt als das Ergebnis von Wahlen, politischer Entwicklung oder Nationalstolz.

Nein, wir gehen einem anderen Bewußsein einer Jugend entgegen, die sich ihr neues, noch unbekanntes Weltbild und ihre eigene Geschichte baut. Losgelöst vom Aufbaufrust und Wertbeständigkeitsbestreben Ihrer Eltern. Und nicht darüber nachdenkt, wo das hinführt. Denn man lebt heute. Und morgen? Wer kennt das schon. Wie bei „vom Winde verweht“ Problem, ach verschieben wir es doch auf morgen.

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Schlüsselwörter: Deutsch | National | Fußball | Integrationsfähigkeiten
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