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Sonstiges: Gesundheit

Die Welt in Angst: Nach der Vogelgrippe jetzt die Schweinegrippe

Die ersten drei Fälle jetzt in Deutschland offiziell bestätigt – AA warnt vor Reisen nach Mexiko

Das Robert-Koch-Institut hat jetzt die ersten drei Fälle von Schweinegrippe (offizielle Bezeichnung = Virus A/H1N1) in Deutschland offiziell bestätigt. Betroffen sind Hamburg (1 Fall) und Bayern (2 Fälle). Währenddessen warnt das Auswärtige Amt (AA) wegen der Schweinegrippe vor Mexiko-Reisen: „Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mexiko wird derzeit dringend abgeraten.“

Nach der Weltgesundheitsorganisation WHO sind bisher in Mexiko mehr als 1.000 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt (offiziell bestätigt sind jedoch nur 26 Fälle). Wie heute Mittag den Nachrichten zu entnehmen war, sind in Mexiko bisher sieben der Erkrankten gestorben. Die Fälle stammen sowohl aus der Hauptstadt als auch aus verschiedenen Bundesstaaten des Landes.

Bestätigte Erkrankungsfälle gibt es inzwischen auch aus den USA (66 bestätigte Fälle), Kanada (13 bestätigte Fälle), Neu Seeland (14 bestätigte Fälle), Spanien (2 bestätigte Fälle) und Schottland/Großbritannien (2 bestätigte Fälle). Außerhalb von Mexiko wird der Krankheitsverlauf jedoch eher als „mild“ bezeichnet und Todesfälle wurden hier derzeit noch nicht bekannt. Dennoch ist derzeit nach Mexiko reisenden Personen dringend empfohlen den dortigen Verlauf der Epidemie genau zu verfolgen und die Sicherheits- und Reisehinweise genau zu befolgen. Erste wichtige Anhaltspunkte finden Sie dabei beim AA unter den „Reise- und Sicherheitshinweisen Mexiko“. Weitere Informationen können Sie auch beim Robert-Koch-Institut erhalten.

Das Auswärtige Amt empfiehlt folgende erste Maßnahmen für Mexiko-Reisende als unbedingt ratsame Vorbeugung: 1. Engen Kontakt mit Erkrankten vermeiden. 2. Größere Menschenansammlungen meiden. 3. Wenn Kontakte mit weniger als zwei Meter Distanz unvermeidlich sind sollten zumindest in den Gegenden, in denen Ausbrüche der Schweinegrippe bekannt wurden, Gesichtsmasken über Mund und Nase getragen werden.

Bei allen drei offiziell bestätigten Fällen in Deutschland handelt es sich um Personen, die aus Mexiko gekommen sind. Bislang gab es in Deutschland mindestens sieben Verdachtsfälle, die jedoch momentan noch nicht alle bestätigt wurden. Betroffen davon ist neben Hamburg und Bayern auch Nordrhein-Westfalen. Es gibt zwar Medikamente, die gegen die Krankheit helfen, jedoch keine Impfung. Trotz teilweise anders lautender Pressemeldungen warnen Experten davor, dass die Medikamente knapp werden könnten: „Der Vorrat an antiviralen Medikamenten ist unzureichend.“ Dies gilt vor allem für die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Hier seien lediglich für maximal 14 % der Bevölkerung solche Medikamente eingelagert. Am schlechtesten steht es in Bremen um den Medikamentenvorrat. In NRW hingegen sieht es am besten aus. Hier stehen für 30 % der Bevölkerung Medikamente zur Verfügung. Das sind sogar 10 % mehr als der nationale Pandemieplan vorgibt.

Der Mikrobiologe Alexander Kekulé (Universität Halle-Wittenberg) sagte die Ausdehnung der Krankheit in Deutschland sei jedoch kein Anlass zur Beunruhigung. Das Virus sei an sich „relativ harmlos“ und verbreite sich nicht so schnell wie ursprünglich erwartet. Trotzdem ist Vorsicht angeraten, da sich der Virus jederzeit verändern und damit aggressiver werden kann. Auch Südkorea und Österreich meldeten inzwischen ihren ersten Verdachtsfall.

Die EU und die USA plädieren inzwischen für eine Umbenennung der Schweinegrippe. Diese Bezeichnung suggeriere Probleme mit Schweinefleisch-Produkten. Es handele sich bei der Krankheit jedoch nicht um eine Lebensmittelinfektion und das Virus habe nichts mit dem Konsum von Schweinefleisch zu tun sagte der Agrarminister Tom Vilsack.

Währenddessen sucht die WHO fieberhaft nach den Ursachen der Schweinegrippe. Weltweit sind vier Labors damit beschäftigt den Virus zu analysieren und einen Impfstoff zu entwickeln. Gregory Hartl, Sprecher der WHO in Genf sagte: „Wir suchen noch nach dem Ursprung und wissen nicht, wo das sein könnte.“ Auch gäbe es bisher nicht den geringsten Anhaltspunkt, dass der Virus von Schweinen auf den Menschen übertragen wurde. „Der Genuss gekochten oder gebratenen Schweinefleisches ist kein Problem.“

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Schlüsselwörter: Schweinegrippe | Vogelgrippe | Erkrankungen | Grippe | Influenza | Mexiko | Reisewarnung
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Kommentare

288
am 17.11.2009 12:28:18 (217.168.7.xxx) Link Kommentar melden
Noch ist kein einziger Fall von Schweinegrippe in der Volksrepublik bekannt, dennoch bereiten sich die Gesundheitsbehörden auf einen Ausbruch vor. Für Verunsicherung sorgt die Frage, wie das Virus übertragen wird. “Bis jetzt gibt es keinerlei Beweise, dass die Schweinegrippe durch Lebensmittel übertragen wird. Vom Genuss gut gegartem Schweinefleischs geht keine Gefahr aus”, teilte das Gesundheitsministerium in Peking mit. Gleichzeitig stoppte die Regierung jedoch den Import von Schweinefleisch aus Mexiko und den USA.

http://www.china-...430-070814


Weisse Bescheid?Wink
Alex Mais
am 17.11.2009 13:30:38 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Ja, ist bekannt:

Die Chinesen verschweigen alles - bis es nicht mehr zu leugnen ist...
Alex Mais
am 05.06.2010 09:47:24 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Die Panikmache zur Schweinegrippe soll von der Pharmaindustrie bezahlt worden sein - Bericht dazu auf Welt online.

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