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Politik: Soziales & Bildung

Auch im Fall Brigitte H. folgt eine wahre Kündigungsorgie.

Gerichtstermin am 29.04.09, oder was ist los mit der SPD und den LINKEN?

Es sind nur noch wenige Tage bis zum nächsten Prozess* von Brigitte H. Einer Frau die sich mutig gegen den asozialen Zeittrend des Wegschauens gewehrt hat.

Vorne weg ein Sorry für das Missgeschick mit dem Namen, es muss natürlich Brigitte heißen und nicht Birgitt.

Als sie in ihrem Arbeitsbereich festgestellt hat, dass pflegebedürftige Menschen im Pensionsalter unter aller Würde behandelt wurden, hat sie die Missstände gemeldet, ohne zu fragen, welche Konsequenzen das für sie selber hat oder haben könnte. Denn gerade in einer Stadt wie Berlin gibt es die Illusion, ein ROT-ROTER Senat verhalte sich anders als ein normaler „Kapitalist“. Diese primitive, ideologische Sichtweise ist generell falsch und der Fall Brigitte zeigt dies eindeutig. Sowohl SPD oder auch die LINKE sind in der Lage und tun dies auch ohne Skrupel, jemanden zu schikanieren und zu demütigen. Denn am Mittwoch steht nun Brigitte H. wieder vor dem Arbeitsgericht Berlin und muss sich gegen eine „krankheitsbedingte Kündigung“* wehren, ein Unding an für sich, wenn jemand in der Krankheit gekündigt wird. Es zeigt aber auch, bei uns gibt es kein gesetzlich geregeltes Arbeitsrecht, denn wie könnte es sein, dass Brigitte H. nach zwei Kündigungen, die nun vor dem EU-Gerichtshof zur Verhandlung anstehen, erneut mit einer dritten schikaniert werden kann?

DIE LINKE scheint sich nun wohl doch differenziert dazu zu verhalten, denn aus Saarbrücken meldet uns Peter Schwarz**, dass die LINKE es wohl dort anders sieht, als die Berliner Chefagentur. „Wir haben für dich eine Unterschriftenaktion gestartet und heute bei den Wahlen zum Landtag und Bund der Linken auch unterschreiben lassen. Auch wenn die Linke Scheiße baut, muss sie es verantworten! Gruß S. E.“ Man kann nur hoffen, Brigitte H. hat viele solcher Unterstützermails bekommen, doch ehrlich gesagt, es wäre besser die LINKE würde einfach in Berlin handeln und sich entschuldigen und die Hände von solchen Kündigungen lassen. Gerade der Einsatz von Brigitte H. für den humanen Umgang mit Pflegebedürftigen zeigt einmal mehr, wie weit wir von normalen Zuständen in diesem Lande entfernt sind und das nach 60 Jahren GG. Und am Rande erwähnt, nach dem nun Dr. Zumwinkel, der Chefideologe aller „Steuerexperten“ sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben hat***, wäre es doch nun an der Zeit, Brigitte H. und ihr couragiertes Auftreten mit dem selbigen zu ehren. Schreiben Sie doch an Herrn Köhler und machen ihm diesen Vorschlag, ein Bundesverdienstkreuz für Brigitte H.

Wir berichten über den Verlauf des Prozesses, doch wer das LAG Berlin-Brandenburg kennt, weiß, hier herrscht des „Emmelyfieber“ oder die Verhaltensnorm vor, die Wolfgang Thierse so treffend in die Runde warf****.

* http://www.mensch...pflege.de/

**Kontakt über peterschwarz2@arcor.de

***http://www.suedde...5784/text/

****http://www.online...ticle/1411

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Schlüsselwörter: Bundesverdienstkreuz | DieLINKE | SPD | Pflegefall. Kündigungsorgie | LAG Berlin-Brandenburg
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