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Medien: Sonstiges

Henri Nannen Preis für "Reporter ohne Grenzen"

Henri Nannen Preis für Verdienste um die Pressefreiheit geht an Robert Ménard

Für seinen unerschrockenen Kampf für die Presse- und Meinungsfreiheit wird der 55-jährige Franzose Robert Ménard mit dem diesjährigen Henri Nannen Preis in der Kategorie Pressefreiheit ausgezeichnet. Der renommierte Journalistenpreis wird vom Verlagshaus Gruner + Jahr und dem Magazin stern am 8. Mai 2009 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg vergeben.

Für seinen unerschrockenen Kampf für die Presse- und Meinungsfreiheit wird der 55-jährige Franzose Robert Ménard mit dem diesjährigen Henri Nannen Preis in der Kategorie Pressefreiheit ausgezeichnet. Der renommierte Journalistenpreis wird vom Verlagshaus Gruner + Jahr und dem Magazin stern am 8. Mai 2009 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg vergeben

Robert Ménard studierte Philosophie, bevor er Ende der 70er Jahre als Print- und dann Radiojournalist tätig wurde. 1985 gründete er zusammen mit drei weiteren Journalisten die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (Reporters sans frontières) und leitete sie von 1990 bis 2008 als Generalsekretär. Er hat sich sein Leben lang für die Demokratie, die Pressefreiheit und für die Wahrung der Menschenrechte eingesetzt. Mit spektakulären Aktionen, die immer wieder große Wirkung erzielten, machte er die Weltöffentlichkeit auf Verstöße gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung und In-formation aufmerksam. Immer wieder wies er darauf hin, dass es ohne Pressefreiheit keine Freiheit geben könne, und setzte sich erfolgreich für inhaftierte Journalisten ein. Ménard hat in Frankreich nationale Berühmtheit erlangt. Das Europäische Parlament zeichnete ihn für sein Engagement mit dem Sacharow-Preis aus. Der Journalist ist Ritter der französischen Ehrenlegion. Mehrfach wurde er verhaftet, zuletzt 2008 wegen des Protestes der „Reporter ohne Grenzen“ gegen Chinas Menschenrechtspolitik.

Im September 2008 gab Robert Ménard sein Amt als Generalsekretär von „Reporter ohne Grenzen“ auf und wurde Ehrenpräsident der Organisation. Seitdem ist er Direktor des „Doha Center for Media Freedom“ im Emirat Katar, das den Sender Al Jazeera gegründet hat und sich nun auch für verfolgte und misshandelte Journalisten einsetzt. Hier will Ménard weiter kämpfen für die Freiheit der Meinungsäußerung. Er könne sich kein Leben vorstellen, das sich nicht den Werten der Demokratie, der Freiheit und der Menschenrechte verschreibe. Diese Werte gäben seinem Leben erst einen Sinn, so der diesjährige Henri Nannen-Preisträger. Andreas Petzold, stern-Chefredakteur: „Die Arbeit von Robert Ménard verdient unsere ganze Bewunderung und Unterstützung. Sein Einsatz für die Pressefreiheit unter vollem persönlichen Risiko ist beispielhaft. Er hat mit seinem Engagement Leben gerettet und sich um die Demokratie verdient gemacht. Diese Leistung wird durch den Henri Nannen Preis für Pressefreiheit besonders gewürdigt.“ Der Henri Nannen Preis wird 2009 zum fünften Mal vergeben. Außer dem herausragenden Einsatz für die Pressefreiheit und einem publizistischen Lebenswerk werden die besten Arbeiten in den Kategorien Reportage, Investigation, Dokumentation, Humor und Fotoreportage ausgezeichnet. Um den Preis bewarben sich Journalisten mit 948 Arbeiten aus 208 Print- und Online-Publikationen. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen zum Henri Nannen Preis finden sich im Internet unter

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Schlüsselwörter: Reporter ohne Grenzen | Henri Nannen Preis | Hamburg
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