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Wissenschaft: Forschung

Der Nationale Ethikrat und die Stammzellenforschung

Ursprünglich war es geplant den Nationalen Ethikrat zum 30. Juni 2007 aufzulösen und Ihn durch den Deutschen Ethikrat zu ersetzen. Zur Umsetzung dieses Beschlusses fehlt momentan aber die Unterschrift des deutschen Bundespräsidenten und aus diesem Grund hatte das Gremium nochmals die Möglichkeit sich zu dem umstritten Sachverhalt der embryonalen Stammzellenforschung zu Wort zu melden.

Der nationale Ethikrat ist sich nicht einig ob und wenn ja, wie das Stammzellengesetz reformiert werden soll. Nur eine sehr knappe Mehrheit von 14 Mitgliedern ist offen für einen Liberalisierung der bestehenden Vorschriften. Momentan ist es deutschen Wissenschaftlern nur möglich Ihre Forschungen in einem sehr eng begrenzten Rahmen durchzuführen. Für Forschungszwecke dürfen nur embryonale Stammzellen verwendet werden, die vor dem 1. Januar 2002 im Ausland erzeugt wurden. Absurd ist auch die Situation das sich deutsche Wissenschaftler, welche im Ausland an Forschungsprojekten beteiligt sind, in denen embryonale Stammzellen Verwendung finden die nach dem 01.01.2002 entstanden sind, strafbar machen. Nicht nur aus diesem Grund ist diese sogenannte Stichtagsregelung und die eingeschränkte Nutzung von embryonalen Stammzellen umstritten. Sie führen auch zu einer Bedrohung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forschungen. Es ist unbestritten das der bisherige Weg die einschlägigen Forschungen in Deutschland ins Hintertreffen führt.

Die Mehrheit des Ethikrates plädiert für den Wegfall der Stichtagsregelung

In Zukunft soll an Stelle des starren Stichtages eine Einzelfallprüfung treten. Ist die Genehmigungsbehörde davon überzeugt, dass eine Stammzellenlinie nicht auf Veranlassung von Deutschland hergestellt worden, soll zukünftig deren Import möglich sein. Der Ethikrat ist also für einen punktegenaue Einzelfallprüfung, was einen großen Fortschritt zur bisherigen Praxis bedeutet. Eine Mehrheit des Rates fordert darüber hinaus, die Verwendungsmöglichkeiten für die Stammzellen auf Diagnose und Heilung auszuweiten und den Straftatbestand aus dem Gesetz zu streichen. Doch gibt es auch Stimmen im Rat die gegen die Liberalisierung der Bestimmungen sind. Das Thema der Stammzellenforschung bleibt in Deutschland also höchst umstritten. Die katholische Kirche hat sich bereits mit einer Warnung vor jeglicher Liberalisierung des Gesetzes zu Wort gemeldet.

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