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Immer weitere Neuerungen machen Ebay bei den Privaten immer unbeliebter

Leidiges Thema: PayPal – Kostenloser Versand als Zwang – Skype als Eigenfirma an die Börse

Vor etwas mehr als drei Jahren von Ebay für 2,6 Milliarden USD gekauft erwies sich der Chat- und Telefondienst Skype als Flop. – Angeblich will Ebay jetzt verstärkt darauf achten, dass Verkäufer mit PayPal-Akzeptanz die Gebühren nicht mehr auf die Käufer abwälzen. – Ebays neuester Streich: Kostenloser Versand als Zwang in mehreren Kategorien. Damit steht fest: Ebay wird eine Verkaufsplattform für große gewerbliche Händler. Die Privaten haben das Nachsehen…

Foto: Alex Mais
Foto: Alex Mais
Als Ebay vor mehr als drei Jahren Skype übernahm, hatte man damit großes vor. Doch man hatte sich bei Ebay gründlich verschätzt. Die damals erhofften und geplanten Synergien blieben aus. Zwischenzeitliche Gerüchte, dass Skype an die ursprünglichen Eigentümer, die skandinavischen Milliardäre Niklas Zennström und Janus Friis, zurückverkauft werden soll, wurden dementiert. Nach jüngsten Meldungen will Ebay nun seinen Chat- und Telefondienst Skype als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Ebay-Chef John Donahoe glaubt, dass Skype so am besten sein Potential ausschöpfen kann. Nach Bekannt werden der Abspaltung Skypes von Ebay am vergangenen Dienstagabend (14.04.2009) legten die Ebay-Aktien gleich um 3,3 Prozentpunkte zu.

Nach einem angeblich neuen Grundsatz, so heißt es von Usern auf der Ebay-Plattform, dürfen PayPal-Kunden von den Verkäufern nicht mehr mit Zuschlägen, PayPal-Gebühren oder anderen Nachteilen belastet werden. Hintergrund solcher Aussagen ist wohl der Versuch Ebays in Zukunft verstärkt auf die Einhaltung dieses (nicht wirklich neuen) Grundsatzes zu achten. Obwohl von Ebay schon immer verboten, haben viele Verkäufer mit PayPal-Akzeptanz ihre PayPal-Gebühren an die Kunden weitergegeben. Auch dies war schon immer einer der Gründe, warum PayPal immer wieder in die Kritik geraten war. Ob sich nun wirklich hier etwas für die Kunden verbessert ist fraglich und bleibt abzuwarten. Und wenn diese Gebühren in den Kaufpreis einkalkuliert werden, sind sie versteckt und keiner bemerkt sie. Ist doch eigentlich logisch, dass solche Kosten einkalkuliert werden müssen. Niemand will etwas beim Verkauf draufzahlen. Da ist am besten immer noch die alte gute Überweisung…

Der neueste Ebay-Streich: Kostenloser Versand in mehreren Kategorien wird vorgeschrieben! Angeblich – laut Ebay – nur zum Wohle der Kunden. Diese Aussage ist der größte Blödsinn, den man in diesem Zusammenhang machen kann. Kein Verkäufer (nicht gewerblich, nicht privat) kann und wird es sich leisten die Versandkosten dem Kunden zu schenken. Also muss der Versand direkt in den Kaufpreis einkalkuliert werden. Die Folge: Höhere Preise, weniger Umsatz, weniger Verdienst (außer für Ebay, denn die bekommen dadurch mehr Verkaufsprovision!). Und die kleinen, die Privaten, sind die ganz großen Dummen! Mit dem kostenlosen Versand werden die so genannten 1-Euro-Volksauktionen ad absurdum geführt. Oder glaubt jemand das irgendwer riskieren will, etwas für 1 Euro zu verkaufen und dieses dann womöglich wegen des Gewichtes noch kostenlos als Paket zu verschicken, die Ebay-Verkaufsprovision davon (und womöglich noch für den 1-Euro-Geldeingang auf dem Konto Buchungsgebühren an die Bank) bezahlen zu wollen?

Worauf läuft dies alles hinaus? Ebay entwickelt sich immer mehr zur Handelsplattform der großen gewerblichen Händler und Powerseller. Die kleinen privaten, die ehemals Ebay als Flohmarkt zum kaufen oder verkaufen nutzen konnten, werden immer mehr benachteiligt. Es scheint geradeso, als wolle Ebay diese Mitglieder und Kunden, die einst Ebay groß gemacht haben, jetzt nicht mehr haben und vergraulen. Dies gelingt Ebay mit jeder Neuerung mehr und mehr. Und dann dürfte Ebay bald mit seinen Powersellern und gewerblichen Großhändlern alleine dastehen. – Die Zeit von Ebay ist gezählt. Jetzt ist es für die kleinen, privaten Flohmarktenthusiasten an der Zeit die Konkurrenten (z. B. Hood.de) groß zu machen…

Foto: Geht der Ebay-Sternchenhimmel bald unter? (Alex Mais)

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Schlüsselwörter: Ebay | Hood | Hood.de | PayPal | Skype | Onlinehandel | Online-Auktionshaus | Internethandel
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Kommentare

am 17.04.2009 13:05:07 (95.208.98.xxx) Link Kommentar melden
Die Panik mancher privater Anbieter bei E-Bay einen bestellten Artikel nicht schnell genug bezahlen zu können ist groß, denn schon kommt die erste Abmahnung. Was soll dieser Unsinn das man innerhalb von 5 Tagen bezahlt haben muß ? Ebay sollte sich mal etwas mehr um die Sicherheit kümmern, und eine bessere Überprüfung derAnbieter endlich angehen. Das mit der Identät von Verstorbenen ausländische Betrüger regelrecht betrügen und abzocken können liegt an der mangelhaften Zugangs-Überprüfung bzw. Feststellung ob die Identität auch echt ist. Will man sich bei Ebay abmelden dann gibt es solche Prüfungs- Mechanismen. Als es das beliebte Internet Magazin Onlinehandel noch gab wurden die Fälle mal öffentlich gemacht wo polnische Betrüger deutschen Kunden nicht existierende Autos verkaufen konnten weil sie eine Identät gestohlen hatten. Als ich über E-Bay mal etwas besteht und bezahlt hatte kam eine total veraltete Ausgabe eines Buches dessen Inhalt schon lange nicht mehr gültig war. Dieser Schwindel ist Abzoke denn wer mach twegen ein paar Euro schon eine Anzeige ? Ich habe darasus gelernt und hofe auch andere Nutzer überzeugen sicherst mal sehr genau welchen Schrott sie eventuell kaufen.
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am 30.10.2010 09:31:16 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
@Alex Mais: Identitätsdiebstahl ist strafbar, das ist der Vorteil der EU, dass man solche Burschen jetzt überall kriegt.

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