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Medien: Fernsehen

Es lebe die GEZ

MDR soll Millionen verzockt haben

Nun wird sie wieder los getreten, die ewige Debatte um die GEZ und die Gebühren an das deutsche Fernsehen. Dieses mal ist allerdings nicht das schlechte Programm daran schuld.

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat Rücklagen in riskante Wertpapiere investiert und dadurch womöglich Millionen verloren. Eine Sprecherin des sächsischen Rechnungshofes bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Die Prüfbehörden von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kritisieren in ihrem Bericht zu operativen Geldgeschäften der Dreiländeranstalt an die Landtage Spekulationen mit «risikobehafteten Geldanlagen».

Sein Sender, der sich geographisch am Rande der Republik befindet, aber dennoch als "Mitteldeutsch" bezeichnet, wirkt auf dem ersten Blick schon ein wenig sonderbar, auch das es wohl der einzige Sender ist, bei denen gestandene "DDR" BürgerInnen und Bürger - zum größten Teil - weiterhin im "DDR" Jargon weitersenden dürfen scheint rund zwanzig Jahre nach der friedlichen Revolution annährend normal zu sein. Was allerdings überhaupt nicht geht, das sind eben diese hoch riskanten Geschäfte mit dem Geld anderer Leute. Wieder einmal muss der Steuerzahler möglicherweise für etwas aufkommen, was von oben hier manipuliert wurde.

Danach hatte der MDR Ende 2005 knapp 537 Millionen Euro in Fonds angelegt, um damit stille Rücklagen zu bilden. Diese hätten deutlich an Wert verloren, heißt es in dem Bericht des Landesrechnungshofes. «Aufgrund der sich seit Mitte 2008 verschärfenden Finanzkrise verzeichnete allerdings auch der MDR erhebliche Bewertungsabschläge auf die in den Fonds gehaltenen Aktienbestände und damit einen deutlichen Rückgang stiller Reserven.»

Dazu erklärte der Sender mittlerweile, dass sich "angesichts der jüngsten Kursrückgänge an den Aktienmärkten die stillen Reserven wieder relativiert haben". Die Durchschnittsverzinsung aller Fonds seit Auflegung belaufe sich immer noch auf 3,7 Prozent pro Jahr. "Das heißt im Klartext, dass nicht ein Euro der Rundfunkgebühren verloren gegangen ist", erklärte der MDR-Sprecher Stefan Mugrauer. Geldanlagen seien zur Bedienung künftiger Verpflichtungen wie Leasingraten für Landesfunkhäuser oder Betriebsrenten unverzichtbar.

Laut Mugrauer hat der MDR nicht in risikobehaftete Geldanlagen investiert. Er räumte allerdings ein, dass es zwischen den Landesrechnungshöfen und dem Sender unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Zuordnung einzelner Wertpapierarten gegeben habe. So seien Genussscheine von den Rechnungsprüfern nicht als Aktien angesehen worden. "Da diese Wertpapiere rentenähnlichen Charakter haben, waren sie zu Recht nicht dem Aktienanteil zuzurechnen", erläuterte der MDR-Sprecher.

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Schlüsselwörter: Fernsehen | Deutschland | GEZ | MDR
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