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Politik: WeltEskalation der Gewalt: Angriff der Rothemden auf Asien-Gipfel in Pattaya
Schauplatz der neuen Politdemo-Kämpfe wurde am Ostersamstag der beliebte Touristenort Pattaya. Hier sollte in diesen Tagen der Asien-Gipfel stattfinden, auf dem die Regierungschefs der asiatischen Länder u. a. über die Folgen der Wirtschaftskrise beraten wollten. Bereits am Karfreitag hatten die Demonstranten erfolgreich am Rande des Gipfels ein Treffen der Außenminister von China, Südkorea und Japan verhindert, bei dem sich diese über die jüngsten Raketentest von Nordkorea beraten wollten…
Die als Demonstration gedachte und nun völlig eskalierte Protestveranstaltung wurde von den so genannten Rothemden veranstaltet. Diese Bezeichnung erhielten sie auf Grund ihrer roten Hemden, die sie als Anhänger und Freunde des ehemaligen, nun im Exil befindlichen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra auszeichnen. Ziel der Rothemden ist der Rücktritt des derzeitigen thailändischen Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva, der nach Auffassung der Thaksin-Anhänger illegal an der Macht ist. Abhisit hatte im Dezember 2008 das Amt übernommen, nachdem es durch eine außerparlamentarische Opposition zu Koalitionsverschiebungen im Parlament gekommen war, der wiederum teils eskalierende Demonstrationen der Thaksin-Gegner vorausgegangen waren. Thaksin war seinerzeit Wahlbetrug durch Stimmenkauf vorgeworfen worden.
Die Rothemden betonten, dass sich ihre Proteste, die mit dem Sturm auf das Kongreßzentrum gipfelten, nicht gegen die ausländischen Regierungschefs richteten, sondern einzig und allein dazu dienen sollten den thailändischen Ministerpräsidenten Abhisit zum Rücktritt zu zwingen.
Noch während die Sprechchöre der Rothemden auf der Straße ausarteten hatten die Sicherheitskräfte keine Anstalten zum eingreifen unternommen. Doch dann eskalierte die Gewalt und es flogen Steine. Schließlich durchbrachen die Rothemden die Polizeiabsperrungen und begannen den Sturm auf das Kongressgebäude in Pattaya. Glastüren wurden eingeschlagen und die militanten Demonstranten drangen ins Gebäude ein.
Ministerpräsident Abhisit rief daraufhin den Notstand aus und ließ die anwesenden neun Regierungschefs per Hubschrauber über das Dach evakuieren. Sie wurden unversehrt zum nahe gelegenen Militärflughafen gebracht. Der Asien-Gipfel wurde aus Sicherheitsgründen abgebrochen.
Es war bereits der zweite Anlauf zu diesem Gipfel gewesen. Der ursprüngliche Termin war bereits einmal aus Sicherheitsgründen wegen der Rothemden verschoben worden. Nun soll es demnächst einen dritten Versuch geben. Sollte sich bis dahin jedoch an der politischen Lage in Thailand nichts ändern, kann einem neuen Versuch nur mit deutlich gemischten Gefühlen entgegengesehen werden. Und auch für den Tourismus in Thailand dürften die jüngsten Ereignisse wieder einmal einen extremen Rückschlag bedeuten. Urlauber, die sich in diesen Tagen in Pattaya aufhielten werden wohl so schnell nicht wieder hierher kommen…
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