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Wissenschaft: Sonstiges

Interview: Der Lebenscode des Universums


Mit seinem heute erschienenen Sachbuch „Der Lebenscode des Universums“ hat der Chemiker und Publizist Dr. Rolf Froböse ein Werk veröffentlicht, das Verlagsangaben zufolge die Grenzen zwischen Wissenschaft und Spiritualität einreißt. Wir wollten wissen, was sich hinter der Neuerscheinung verbirgt.

OZ24: Kommen wir ohne Umschweife zum Thema. Was verstehen Sie unter dem „Lebenscode des Universums“?

Froböse: Ich habe mein Buch so genannt, weil wir bei der Betrachtung des Universums bisher immer nur die Hardware berücksichtigt haben. Hinter dem „Lebenscode“ verbirgt sich dagegen die bislang unbekannte Software des Universums, eine unvorstellbare Informationsmenge, die mit dem Urknall freigesetzt wurde und unsere Evolution entscheidend beeinflusst hat.

OZ24: Stichwort Evolution – 2009 ist das Darwin-Jahr. Spielt Darwin in Ihrem neuen Buch überhaupt eine Rolle?

Froböse: Um Darwin kommt man bei dem Thema natürlich nicht herum. Ich habe in meinem Buch aber deutlich gemacht, dass der Darwinismus zwar die Entstehung der Arten begründen kann, die eigentliche Kernfrage aber, nämlich die Entstehung der erste Gene, ungeklärt bleibt. Das Zufallsprinzip scheidet aus, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gen ad hoc aus einfachen Zutaten der Ursuppe entsteht, liegt bei zehn hoch tausend! Das entspricht der Wahrscheinlichkeit, dass ein funktionsfähiger Rechner dadurch entsteht, indem man tausende seiner Einzelteile einer Windhose überlässt.

OZ24: Gut – die Entstehung des Lebens auf der Erde war angeblich kein Zufall und die Evolution auf molekularer Ebene lässt sich ihrer Meinung nach nicht mit Hilfe des Darwinismus erklären. Welcher Prozess war dann für die Lebensentstehung verantwortlich?

Froböse: Vermutlich war die Entstehung des Lebens auf der Erde von Anfang an, das heißt auf molekularer Ebene, zielgerichtet, weil sich die gebündelte Quanteninformation des Universums bereits in den ersten Genen manifestiert hat. Das führt wiederum zu dem Schluss, dass das Universum wahrscheinlich von Leben erfüllt ist.

OZ24: Warum?

Froböse: Weil die Entstehung des Lebens entgegen den Vorstellungen Darwins weniger ein Kampf ums Dasein, sondern vielmehr ein unumgänglicher Schritt in der kosmischen Entwicklung war. Ich bin davon überzeugt, dass sämtliche Himmelkörper mit einigermaßen lebensfreundlichen Umweltbedingungen auch Leben hervorgebracht haben.

OZ24: In Ihrem Buch geht es vorrangig um Quantenphysik. Worin liegt für Sie der besondere Charme dieses Teilgebietes der Physik?

Froböse: Es ist die Tatsache, dass die Quantenphysik über das Verschränkungsprinzip den Schlüssel bereithält, um das letzte und größte Geheimnis des Lebens zu ergründen. Da die seit dem Urknall über den gesamten Kosmos verteilten Teilchen auf geheimnisvolle Weise voneinander „wissen“, kommunizieren sie untereinander und stimmen sich ständig gegenseitig ab. Und das Faszinierendste: Wir sind keine Zaungäste, sondern vielmehr selbst aktive Teilnehmer dieses im wahrsten Sinne des Wortes universellen Dialogs!

OZ24: Für den letzten Satz werden Ihnen die Esoteriker Blumen überreichen.

Froböse: Das können sie gerne tun, oder es auch unterlassen. Es geht in meinem Buch nicht darum, Esoterik und Wissenschaft zu vermischen. Wenn die moderne Physik aber feststellt, dass es für Teilbereiche der Esoterik neuerdings ein wissenschaftliches Fundament gibt, dann sollte man auch den Mut besitzen, entsprechende Pionierbrücken zu bauen. Ähnliches gilt übrigens für die Religion.

OZ24: Warum setzen Sie sich als Wissenschaftsjournalist so leidenschaftlich für ein Gebiet ein, dass bei vielen Ihrer Kollegen immer noch Berührungsängste hervorruft?

Froböse: Weil ich der Überzeugung bin, dass sich momentan in der Physik etwas total Neues, ja Revolutionäres anbahnt. Und dahinter steckt weitaus mehr als nur das Wunschdenken von einigen Physikern, die sich besonders weit aus dem Fenster lehnen. Vielmehr sind es fundamental neue Erkenntnisse.

OZ24: Nennen Sie uns ein Beispiel!

Froböse: Eine wissenschaftliche Sensation war der im August 2008 erfolgte experimentelle Nachweis, dass der Informationsaustausch zwischen verschränkten Teilchen mit unendlich hoher Geschwindigkeit stattfindet. Verschränkte Teilchen sind das Bizarrste, was die moderne Physik zu bieten hat. Das Verschränkungsprinzip besagt, dass zwischen zwei Teilchen, die einmal zusammengehörten, völlig unabhängig von der Entfernung simultan Informationen ausgetauscht werden, selbst wenn die Teilchen Lichtjahre voneinander entfernt sind.

OZ24: Wie wirkt sich dieses Prinzip in unseren alltäglichen Leben aus?

Froböse: Hirnforscher haben erst vor kurzem erkannt, dass auch Gedanken den Gesetzen der Quantenphysik unterliegen, weil die Informationsübertragung im Gehirn über atomar kleine Teilchen erfolgt. Das heißt, auch mentale Zustände müssen fortan als ebenso real angesehen werden, genauso wie energetische oder materielle. Diese Quantenrealität erfahren wir rein intuitiv durch Wahrnehmungen, spontane Eingebungen und Gefühle, die wir uns mit unserer herkömmlichen Erfahrung nicht erklären können. In meinem Buch habe ich eine Reihe von authentischen Berichten aufgeführt.

OZ24: Bitte mehr davon!

Froböse: Im „Lebenscode des Universums“ kommen unter anderem Naturwissenschaftler zu Wort, die mit Hilfe der Quantenphysik erstmals eine plausible Erklärung für das Schwarmverhalten von Tieren gefunden haben. Des Weiteren wird aufgezeigt, wie sich quantenphysikalisch Phänomene deuten lassen, die heute noch als „übernatürlich“ bezeichnet werden, weil uns die kausalen Zusammenhänge bisher nicht bekannt waren.

OZ24: In ihrem Buch kommen ausschließlich Naturwissenschaftler und Mediziner zu Wort. Wollten Sie sich mit dieser Vorgehensweise gegen externe Angriffe von vornherein immunisieren?

Froböse: Gegen Angriffe kann man sich als Buchautor nicht immunisieren. Dass ich mich bei der Recherche auf Experten aus dem naturwissenschaftlichen oder medizinischen Bereich berufen habe, liegt vielmehr daran, dass ich selber Naturwissenschaftler bin. Dazu gehört auch eine gesunde Skepsis gegenüber voreiligen Spekulationen jeglicher Couleur sowie irgendwelchen pseudowissenschaftlichen Thesen. Die beste Waffe gegen Angriffe ist ein solides wissenschaftliches Fundament. Der Lebenscode des Universums wurde auf solch einem Untergrund gebaut.

OZ24: Eine Frage noch zum Abschluss, da Sie das Thema Religion erwähnt haben. Reichen Sie mit Ihrem Buch auch den Theologen die Hand?

Froböse: Ja! Wenn eine Reihe von Indizien dafür sprechen, dass in den Religionen dieser Erde im Kern viel Wahrheit steckt, ist das doch eine wunderbare Sache. Ich spreche absichtlich in der Mehrzahl, weil ich von dem Alleinvertretungsanspruch einer Religion nichts halte. Wenn ich in meinem Buch von einem Brückenschlag mit der Wissenschaft spreche, dann sind damit alle großen Weltreligionen gemeint. Und was mir besonders am Herzen liegt: In der Annäherung von Naturwissenschaft und Theologie steckt auch das Potenzial, religiöse Konflikte dieser Welt zu lösen.

Rolf Froböse

Der Lebenscode des Universums – Quantenphänomene und die Unsterblichkeit der Seele Lotos Verlag München (Verlagsgruppe RandomHouse/Bertelsmann)

ISBN 3778782118

Preis: EUR 14,95

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Kommentare

am 06.04.2009 15:21:00 (91.65.32.xxx) Link Kommentar melden
Ich danke für diesen Artikel. Spaßbemekrkung: nun werde ich also auch von der Wissenschaft bestätigt. Danke, danke, danke!
Also, so neu ist das eigentlich auch nicht. Denn der Darwinismus ist eigentlich "Mist". Lange wiederlegt bzw. überschrieben von Arthur Young, hierzu Lande ziemlich unbekannt. Denn es fügt sich seine Entwicklungsforschung genau hier ein. Na, und die Bibel und Altgelehrten besagen es doch schon immer:
Am Anfang war das Wort. Und wie ist das mit der "Dreifaltigkeit"?
Übersetzung:
Wort = Wille = Gott, womit der Ursprung aus dem materiellen wie spirituellen ja übersetzt ist.
Wille= Energie
aktive Vermittlung (siehe Quantenübersetzung des Gleichzeitigen unabhängig von Raum und Zeit)
Energie = Materie = Stofflichkeit aus dem Alles ist und Alles wird.
Erde, Wasser, Leben. (und alles korresponiert)
Der Stoff aus dem die Träume sind: bzw. wir sind alle aus gleichem Stoff.
Geist = schaffende Intelligenz =Mensch (oder worin sie auch immer Wohnung genommen hat)
Denn wir sind Gottes Kinder und werde wie er. Denn wenn ihr sehen wollt, so könntet ihr sehen. Und wer hören will, kann hören usw.
Also, die Götter und/oder Gott haben es lange erzählt.
Asche zu Asche ..... und der Kreislauf beginnt von vorn.
Siehe auch Peter von der Osten-Sacken, Sternwarte Lübeck:
"Wanderer durch Raum und Zeit"
Und die Alliens waren schon da, sind da und werden da sein.
Ihr werdet es erleben!

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