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Against all Odds- Fortsetzung folgt…

Happyweltwoche und Dunkeldeutschland

Manchmal lohnt sich ein Sonntagsspaziergang auch am Computer, wenn zum Beispiel wieder einmal die eigene Innenstadt wegen eines Sportevents flächendeckend gesperrt ist, und derzeit werden viele Innenstädte gesperrt, denn Europa ist egal wie politisch und wirtschaftlich platt zum Himalaja der Welt geworden und hat selten in so kurzer Zeit so viele Pilger erlebt wir in diesem Frühjahr. Irgendetwas passiert, und es ist nicht der Berliner Halb Marathon, der übrigens von Kenianischen Läufern dominiert wurde. Es war ein kenianischer Dreifach-Erfolg und eine Rekord-Teilnehmerzahl von 25 193, die bei für Läufern idealen Bedingungen gestartet waren und am 29. Berlin-Marathon über 21,0975 Kilometer teilgenommen hatten. Sieger der Männer wurde der Bernard Kipyego, der zuletzt im Zielspurt nach 59:34 Minuten satte zwei Sekunden bzw. vier Sekunden Vorsprung auf Sammy Kosgei und Favorit Wilson Kipsang Kiprotich hatte. Den Streckenrekord von 58:56 Minuten verfehlten die Drei damit jedoch und auch die Weltbestleistung von Sammy Wanjiru 58:53 Minuten (2007) konnten sie nicht brechen. Deutsche Starter spielten absolut keine Rolle, denn der erste deutsche Läufer erreichte nur Rang 26 und hieß Michael Ott (Kilchberg/1:07:22 Stunden). Sabrina Mockenhaupt aus Köln, Olympia-13. über 10 000 Meter, erfüllte ihre Favoritenrolle in persönlicher Bestzeit von 1:08:45 Stunden und durfte sich über die Siegprämie von 2500 Pfund freuen.

170.000 Zuschauer hatten das Event begeistert bei milden Temperaturen von 15 Grad verfolgt und wieder einmal hat sich bewiesen, Berlin hat einen ausgezeichneten und schnellen Stadtkurs und von Gipfeln keine Spur.

Gipfelstürmer der Woche hingegen war im besten Sinne Barack Obama, der zuerst dem Nato-Gipfel ein doch noch freundliches Ende bereitete, weil Rasmussen nun doch noch zum neuen Generalsekretär ernannt werden konnte und der wo auch immer er auftritt frenetisch gefeiert wird. Die Gipfelgegner hingegen werden zu Gestalten, die die Welt nicht mehr versteht, und sie machen sich ebenso lächerlich wie die Türkei, die wegen Religionsstreitigkeiten den Natogipfel zuerst ganz und gar lächerlich machen wollte. Aber dies scheint es zu sein, was Staatschef tun müssen, sich außerhalb aller Konvention bewegen, um neben Barack Obama nicht völlig zu verglühen, zu groß ist der amerikanische Glanz.

Begonnen hatte das Gipfeltheater mit Sarkozy, der den G20 Gipfel hätte platzen lassen können, was zur Ente wurde, denn die Damen und Queen und Michelle retteten diesen mit einer Umarmung. Die Proteste wurden zur Farce und zum Happy-sit-Event.

Die Türkei, brauchte Streicheleinheiten, die sie von Barack bekam, und welche schwule Männerumarmung zur Einigung führte, es wird ein Geheimnis bleiben, denn solche sind verbotener als fremdgehende Ehefrauen und Zeichnungen Mohameds.

Berlusconi telefonierte und entrüstete die protokollfunktionierenden anderen Mitglieder und die Presse, denn er wollte sich partout nicht ablichten lassen neben all den anderen Gipfelstürmern beim Natogipfel, der seinem Namen alle Ehre machte, denn der Schwarze Block erinnerte die Welt an den Auftrag der Nato. Dies ist kein Schmusebündnis und so brannte es schließlich doch noch, so als sei Kims Rakete bereits vor dem Start abgefackelt.

Den Clou hatte Obama bereits vorher verkündet und wie üblich die Katze vor Schülern aus dem Sack gelassen, er wolle eine atomwaffenfreie Welt, die offizielle Ankündigung dazu erfolge in Prag. Obama handelt wie ein guter Fernsehsender, der zur besten Sendezeit die spannendste Serie im Programm hat und dass dabei fast unbemerkt der Menschenrechtsrat anerkannt wird spielt kaum noch eine Rolle. Man fragt, was die weniger beobachteten Politiker und Polit(essen)ikerinnen eigentlich in der Zwischenzeit Gutes für die Welt oder ihr eigenes Ländle getan haben, als Barack Obama schon zum wiederholten Male verkünden durfte: Fortsetzung folgt.

Frau Merkel sei empfohlen, wieder einmal ins Theater zu gehen, da es in ihrem Land derzeit so aussieht, wie hier beschrieben: THEATER IN FRANKREICH: Mark Ravenhill „Shopping and Fucking“I Vingtième Théâtre, Paris Liebe, Sex, Drogen und - Geld

“Shopping und Fucking“ ist eine Trashkomödie, in der sich vier junge Leute in einer Welt zurechtfinden müssen, in der Geld der neue Gott ist. Das Kultstück von Mark Ravenhill zeigt eine brutale Realität mit Protagonisten voller menschlicher Sehnsüchte. Heftig und gleichzeitig anstrengend fad und angestrengt lustig.

Eine kalt-blaue Lasershow beleuchtet nervös und unregelmäßig zu sanftem Punk-Rock die Bühne. Ein überdimensional großes Portrait von einem jungen Mann mit dunklen Augenringen gesellt sich zu einer alten, braunen Ledercouch, einem Kühlschrank voller Fastfood und natürlich einem Fernseher. Im Hintergrund ist das Bild der Queen zu erkennen, das Bild, das später im Stück als Dartscheibe dienen soll. Die Musik wird erheblich lauter und eine zweite, rau-rote Lasershow setzt ein. Ein Schauspieler tanzt ekstatisch – wohl auf Ecstasy – mitten auf der Bühne. Er scheint in Trance zu sein, verausgabt sich und ist vor allem – allein. So der viel versprechende Anfang der Inszenierung „Shopping and Fucking“. Das Lebensgefühl, das unsere Ackermänner und Zumwinkels wie auch die Politik der Jugend das Leben zu verkaufen versuchen, als so erstrebenswert, wie das ihrer Eltern, was, wenn es richtig gelebt wird auch auf Hartz4 Basis und als Mamis Liebling funktioniert.

Wer passt auf mich auf? Das Theaterstück von Mark Ravenhill, das 1996 in London uraufgeführt wurde beschreibt in grellen Bildern die Story von Lulu, Marc, Gary und Robbie: vierer junger Leute, die auf selbstzerstörerische Art und Weise nach dem Sinn des Lebens suchen. Shoppen, Ficken und sich zuzudröhnen sind dabei das Einzige, das sie kennen und exzessiv ausleben. Doch eigentlich sehnen sich die vier nach dem Selben wie alle Menschen: Nach Liebe, Freiheit, Glück und vor allem danach, beschützt zu werden. Beschützt zu werden in und von einer Welt, in der das Geld und ausschließlich das Geld regiert, und wenn nicht dieses, dann zumindest die nächste Hartz4 Auszahlung und das Warten, dass Godot von der Arbeitsvermittlung, der wie jeder weiß niemals einen Job vermitteln wird vielleicht doch irgendwann einmal etwas für den Versager beim MSA findet. Brian, ein väterlicher und gleichzeitig bedrohlicher Pornoproduzent, der alle mit Drogen versorgt, repräsentiert diese ad absurdum geführte Welt der Wirtschaft. Wer ohne Schulden ist, ist ohne Schuld, so lautet sein Kredo, der bekommt sogar Kredit, wenn er das Doppelte mitbringt von Ackermann persönlich-sogar in Deutschland und von der Deutschen Bank zum Wahnsinnszinssatz von 8%. Alles, was der eigenen finanziellen Optimierung dienlich ist, ist erlaubt, wie in der deutschen Politik und Wirtschaft auch, selbst Geschichtsverdunkelung weil man sich an die Zeit Nazideutschlands nun gar nicht erinnern möchte, wie Guttenberg, bei dem man nie sicher sein wird, auch wenn er seinen Job halbwegs vernünftig zu tun scheint. Wo in Deutschland nichts gewesen sein darf, wird selbst die deutsche Bahn nichts finden, die als Nachfolger der damaligen Bahn mit den Unterlagen vermutlich die letzten KZ Züge befeuert hat. Finden tun heute nur Arbeitgeber wie Lidl, Telekom und Bahn bei ihren Mitarbeitern, die den gemeinsamen Namen Emmely tragen.

Deutschland 2009 ein französisches Theaterspiel aus Godots in einem Land, in dem Neonazis öffentlich in Rathäusern tagen dürfen, weil „Enkelrichter“ dies so verfügen und politische Wirtschaftsmarionetten, die ihre Vettern in Ämter loben.

Und sonst? Fortsetzung und so weiter wie bisher folgt-auch in Deutschland, nur nicht zum Vorteil des Wahlvolkes, denn das Wahlvolk liebt CDU/CSU-FDP und Merkel und wird sie mit Pauken und Trompeten wieder wählen, egal welchen Wahnsinn sie beschließen und wie sie sich selbst auf die Schultern klopfen wenn der Sozialabbau endlich komplett ist, hereinfallend auf deutsche Menschenfänger, die ihnen Autos wie gehabt versprechen, Brot und Spiele, die aber nichts zur Verbesserung der Welt wie sie sich Obama für Menschen vorstellt, beitragen werden, denn dann müßten sie beginnen zu verzichten und zu teilen, und das können deutsche Schaefflers,Ackermanns und Zumwinkels nicht, die dieses Land nach wie vor regieren und die Politik benutzen wie es ihnen am besten dient, denn nur das bedeutet es, wenn deutsche Politiker sagen: ich will diesem Land dienen.

©denise-a. langner-urso

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