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Sonstiges: Shopping

Über Sinn und Unsinn von Lebensmittelmärkten mit vielseitigem Angebot

Abschaffung der Supermärkte und Rückkehr zu den Tante-Emma-Läden wäre eine Katastrophe

Quelle Pixelio
Quelle Pixelio
Für eine nicht zu unterschätzende Anzahl der Verbraucher geht der stagnierende Trend hin zur Biokost und einige wünschen sich auch wieder die einstigen kleinen „Tante-Emma-Läden“ zurück. Doch die Zeit der „Tante-Emma-Läden“ ist unwiderruflich vorbei. Die ganz große Mehrheit der Bevölkerung kann sich diese gar nicht leisten – angesichts der vielen Hartz-IV-Empfänger, der Finanzkrise und der in diesem Zusammenhang erwarteten zusätzlichen 1.000.000 (1 Mio.) Arbeitslosen…

Außerdem, es gibt sie doch inzwischen zu Hauff wieder, die kleinen Läden, die Biokost anbieten und damit gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“. Wem die Supermärkte nicht gefallen, der kann doch sein Gewissen beruhigen und in den Bioläden einkaufen gehen – schließlich gibt es ja keinen „Supermarktzwang“. Aber das können sich heute leider nicht mehr viele leisten, da zu teuer.

Und wer bitteschön denkt bei den kleinen Läden an unsere nicht deutschstämmigen Mitbürger? Niemand! Anbetracht der tatsächlichen Bevölkerungsstärke unserer Mitbürger, die aus praktisch allen Ländern der Welt kommen (Türkei, Italien, Balkan, Thailand, China, Philippinen, Vietnam, Afrika usw.), ist das Angebot an fremdländischen Produkten, insbesondere Obst und Gemüse, auch in den großen Lebensmittelmärkten noch sehr gering. Egoistisches Denken (was ich nicht mag oder will – das braucht auch kein anderer) ist hier vollkommen fehl am Platze.

Wie sieht es mit den Frische-Produkten aus? Wo ist beim Supermarkt das Problem anders als im Bioladen, beim Bäcker oder beim Metzger um die Ecke? Auch der kleine Bio-Händler, der Bäcker oder Metzger muss seine Produkte, die er nicht verkauft hat entsorgen. Prozentual gesehen ist das beim Supermarkt nicht mehr als beim kleinen Laden. Und zudem: Wer glaubt denn noch ernsthaft, dass der alteingesessene Metzger um die Ecke, den man schon als kleines Kind kannte, heute noch seine komplette Produktpalette selber herstellt? Auch der Metzger kauft Fertigware dazu. Anders kann er gar nicht mehr existieren! – Wer etwas anderes glaubt, der glaubt vermutlich auch noch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann.

In einem aber haben die Supermarkt-Kritiker sicher unumwunden Recht: Bei vielen Obst oder Gemüsesorten, die das ganze Jahr über (nicht nur zu den natürlichen, landeseigenen Reifezeiten) angeboten werden, bleibt der Geschmack häufig auf der Strecke. Am Beispiel von Tomaten liegt dies aber auch in erster Linie daran, dass es sich um Treibhaus-Tomaten handelt, die somit auch gar nicht „sonnengereift“ sind. Dumm nur, dass diese zu einem Großteil auch aus deutschen Landen kommen.

Die großen Supermärkte bieten außer dem geringeren Preis zudem noch einen enormen Vorteil: Das reichhaltige und vielseitige Angebot, dass einem viele Wege in die verschiedensten Läden erspart. Das wiederum spart Benzin (ist somit noch umweltschonend), Geld und viel Zeit („Zeit ist Geld“). „Tante-Emma-Läden“ kann sich in absehbarer Zukunft nur noch eine ganz kleine Elite aus der Oberschicht leisten. Damit aber können diese Läden nicht existieren.

Eines jedoch sollten sich die Betreiber der Märkte (betrifft viele, aber nicht alle) hinter die Ohren schreiben: Besseres Benehmen gegenüber den Mitarbeitern, bessere Mitarbeiterschulung damit diese die Kunden sach- und fachgerecht beraten können und dies angesichts eines besseren Betriebsklimas in Zukunft vielleicht mancherorts auch deutlich freundlicher…

Foto pixelio.de

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Schlüsselwörter: Tante-Emma-Läden | Tante-Emma-Laden | fairtrade | Lebensmittel | Feinkost | Supermarktketten | Supermärkte | Obst | Gemüse
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Kommentare

Johannes Reiser
am 28.03.2009 20:22:59 (84.56.144.xxx) Link Kommentar melden
50 Jahre deutscher Fortschritt

Vor 50 Jahren konnte der Geschäftsinhaber eines `Tante-Emma-Laden` (mit weniger als 50 m2 Verkaufsfläche) mit seiner ganzen Familie und ein oder zwei Angestellten vom Erlöss dieses `Tante-Emma-Laden` leben.

Wer heute einen `Tante-Emma-Laden` mit einer Verkaufsfläche von weit über 100 m2 betreibt, kann heute hiervon nicht leben und schon gar keine Mitarbeiter bezahlen.

In Einkaufsmärkten in allen Grössen und Branchen wird das Personal nach Mindestlöhnen bezahlt, wovon kein Einzelner und schon gar keine Familie leben kann.

Ähnliche `Fortschritte` sind in allen Bereichen der Wirtschaft vorhanden.

Wohin geht nun der Erfolg des deutschen Bürger?
Die Frage nach einer Reduzierung der Mwst verneint unser tüchtiger Minister der Finanzen mit verbissenem Gesicht, gerade als ob er im Wilden Westen Indianer verfolgen wollte.
Die 100 Euro, die für jedes Kind bereits Anfang des Jahres beschlossen wurde, sind soweit mir dies bekannt ist, bis heute nicht bezalht. (Falls diese 100 Euro nicht vor den Wahlen ausbezahlt werden, wird nach den Wahlen kein Geld mehr da sein).
Aber immerhin haben dieselben Wohltäter in einem doch angemessen kurzen Zeitraum unsere Banken um einige 100 Milliärdchen bereichert!

Hierbei fällt mir ein, wie bei mehreren Talkshows über dieses Thema ein Spitzenpolitiker userer religiösen Vorzeigepartei sich erdreistete eine Politikerin der linken Partei unaufhörlich anzupflaumen, gerade als ob wir unsere derzeitige wirtschaftliche Lage den Linken zu verdanken hätten!

Meine Wahlempfehlung im Superwahljahr:
Wählen wir die Parteien, die uns in unsere derzeitige Situation gebracht haben und hoffen, dass sie den Rückweg auch wieder finden!

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