Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Sonstiges: Shopping

Lebensmittel-Überfluss den niemand braucht- Kunden fordern Tante Emma-Läden!

Einkaufen kann Spaß machen, und hungrig sollte man bekanntlich nicht Lebensmittel einkaufen, weil man mit leerem Magen viel mehr kauft, als man vorhatte und bräuchte.

internet
internet
Einkaufen kann aber auch den Appetit verderben und zwar gründlich, wenn man es einmal mit Bedacht und unter dem Gesichtspunkt-Wer braucht das jetzt-tut. An solchen Tagen kann ein Lebensmitteleinkauf Brechreiz auslösen und dazu führen, dass man sich kaum zurückhalten kann, eine Lebensmittelabteilung mal gerade eben zu verwüsten, denn manches macht wütend, was dort so angeboten wird.

Zuerst ist das einmal die Masse, die da zur Auswahl liegt im Verhältnis zum Kundenaufkommen, und schon hier beginnt es innerlich zu brodeln, denn zuzüglich zu dem riesigen Kaufland in dem man sich befindet hat genau einen Kilometer entfernt ein zweites ebenso großes Kaufland eröffnet, und nun sind beide so leer, dass man Kunden selbst am Samstag mit der Lupe suchen muss, und wenn man sie nicht findet und sich zu einsam fühlt, hilft es unter Umständen, einmal eine Ansage durchzugeben: „alle Kunden bitte zur Information kommen,“ wenn man Glück hat dackeln wirklich so an die 20 Männlein und Weiblein mehr. Regale bestückende Aushilfen und 1 Eurojobber gibt es mehr, über jene stolpert man ununterbrochen, nur wo was zu finden ist in diesem Riesenmarkt, das wissen sie auch nicht. Warum die vollen Regale noch voller gestopft werden, mag das größte Rätsel der Menschheit bleiben, warum nur ein Kilometer zwischen zwei gleichen Läden liegt auch, und was mit all der ungekauften Frischware wird, daran sollte man lieber gar nicht denken.

Da liegt so viel Brot, dass es eine Kleinstadt bräuchte, um es zu essen, und was an Gemüse und Obst auf den Tischen liegt, damit könnte man eine Kleinstadt vier Wochen lang versorgen. Da liegen Obstsorten, die man kaum kennt und Obstsorten, die es zu dieser Jahreszeit nicht geben dürfte, und die auch so schmecken-wie nix-wenn man sie kauft.

Kuchen aus Erdbeeren im Februar-Pfui Teufel, aus Pflaumen? Purer Ekel, und doch, in Bäckereien und Konditoreien geht sowas und es schmeckt nach nichts! Vorbei die Zeiten, wo Obstkuchen der reinste Genuss war, weil es ihn eben dann gab, wenn die Früchte hier wuchsen. Aber Pflaumen aus einem anderen Kontinent…den Zucker kann man nicht bezahlen, den es braucht, um sie halbwegs genießbar zu machen, und am besten, man gibt gleich Pflaumenaroma hinzu, weil ansonsten nur Zuckerwasser mit Zitronengeschmack und keineswegs Pflaume entsteht.

So geht es weiter, vorbei an der Fleisch- und Käsetheke, wo die angebotene Ware jetzt schon zu verfaulen und zu verschimmeln droht, vertrocknet sind Wurst und Fleisch ohnehin, denn wer soll den ganzen Mist kaufen.

Aber nun zum Ärgern, jetzt ist die Verkäuferin dran: Parmaschinken , 250g, und Serranoschinken, 200g, sollen es sein. Wusste man es nicht vorher? Gibt es nicht, zu teuer in der heutigen Zeit. Na klasse, was der Kunde will gibt es nicht und Billigsülze darf er futtern? Pfui Deibel!- Na dann eben 4 schöne Steaks, und schon wieder eine Niete, Würstchen oder Schnitzel wären da, in Mengen!

Na dann, so denkt man haut euren Mist eben in die Tonne, wenn es nicht gibt was man will aber andererseits ungenießbar schlechte Obst und Gemüsesorten rumliegen, die man nicht mag, weil sie nicht schmecken.

Wer also braucht so viele Riesenläden, die so dicht beieinander und so unendlich leer sind, dass aber mindestens der komplette Frischbestand eines Ladens am Tagesende im Müll landet? Wer braucht Läden, die geschmackloses Obst, Gemüse und Kuchen oder Brot zu Billigstpreisen verramschen und wo Wurst und Käse in Massen vergammeln und nicht gekauft werden, weil Kunden eben auch in Krisenzeiten lieber Qualität wollen und dafür gerne zahlen.

Auch in der Krise gilt, gut gegessen wird immer und all die Supermärkte sollten endlich umdenken, lieber kleiner und feiner und persönlicher, lieber höflich und gut, lieber zur richtigen Zeit und mit Geschmack und fair getradet als auf dem Müll entsorgt, „Massenunqualität die nach nichts schmeckt“ brauchen Kunden ebenso wenig wie Massentierhaltung.

Lieber klein und fein und etwas teurer, der Kunde wird es danken, und Lebensmittel gehören in Mägen aber nicht in Massen auf Müllhalden, denn die Entsorgung ist teurer als Teures billiger anzubieten und zufriedene Kunden zu haben, die gerne einkaufen, denn weniger Müll schont auch den Händlergeldbeutel und senkt manchen Preis für teure Produkte!

Und noch eines-wer braucht geschmackloses Obst und Gemüse zur falschen Zeit? Das mögen doch dann bitte wieder spezielle Feinkosthändler anbieten.

Normale Kunden wollen Dinge die nach dem schmecken, was sie sind und nicht nach Nichts! Kunden wollen höflich und persönlich bedient werden, von Verkäufern, die sie kennen. Kunden wollen nicht Navigationsgeräte beim Einkaufen benutzen müssen, sondern wollen auch einmal einen Verkäufer treffen, der ihnen zeigt, was sie suchen, und zwar nett,persönlich und höflich. Kunden wollen Kunden treffen und nicht in riesigen Lagerhallen verloren gehen!

Ich will wieder Kunde sein und fordere- TANTE EMMA LÄDEN !

©denise-a. langner-urso

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Müll | fairtrade | hygiene | lebensmittel | feinkost | supermarktketten
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
38,454,538 eindeutige Besuche