Sonstiges: Tipps & Tricks

Nervige Aufdringlichkeit einer „Gewerbeeintrag-Zentrale“ aus Bonn

Aufdringliche, unverschämte, nicht so ganz legale und unseriöse Angebotsofferten
21.03.2009 09:27:49 eingesandt von Alex Mais für OnlineZeitung 24.de

In den letzten Wochen versendet eine so genannte „Gewerbeeintrag-Zentrale“ mit angeblichem Sitz in Bonn und lediglich einer Postfachadresse ein so genanntes (klein gedruckt) „Eintragungsangebot zur Empfehlung Ihres Betriebes“ in die GZeigene Website per Post an Gewerbebetriebe. Erfolgt keine Rückmeldung innerhalb weniger Tage, kommt alle paar Tage ein „Erinnerungsfax“. Das nervt, verursacht Kosten und ist unzulässige Werbung, da die Faxe unaufgefordert kommen…

„Erfassung gewerblicher Einträge“ steht noch ganz oben und verleiht dem Ganzen schon fast einen amtlichen Charakter. Das A4-Schreiben ist im Folgenden zweispaltig aufgebaut und in der linken Spalte stehen der jeweilige Firmenname, die Anschrift, Telefon- und Faxnummer sowie die Branche, die Email- und die Internetadresse. Zu nicht eingetragenen Angaben heißt es oben: „Ergänzen oder korrigieren Sie bitte fehlende oder fehlerhafte Daten“. Dann wird der Empfänger animiert, das ganze zu unterschreiben und per „Rückantwort gebührenfrei per Fax bis … an …“ zurückzufaxen.

Irgendwo im unteren Bereich der rechten Spalte erfährt man dann – wenn man es überhaupt liest – dass solch ein läppischer Basiseintrag, auf der Website der „Gewerbeeintrag-Zentrale“ eingestellt, Monat für Monat stolze 39,50 Euro „Marketingbeitrag“ – zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer(!) – kosten soll. Das macht dann im Jahr 474,00 Euro netto bzw. 564,06 Euro brutto.

Kann man nur sagen: Dumm, wer auf solche Abzocke hereinfällt! Gibt es doch genügend Seiten, in denen Firmenadressen städtebezogen ganz kostenlos eingestellt sind – oft sogar „ganz von alleine“. Auch die Städte und Kommunen veröffentlichen die Webadressen der Firmen häufig auf ihren Seiten ganz umsonst. Da sollte man dann lieber die Stadt- oder Gemeindeverwaltung mal darauf ansprechen. Das wird billiger (weil kostet nichts) und bringt mehr, da gezielt gefunden bei der Stadt- oder Gemeindesuche.

Weder in den Schreiben oder Faxen, noch auf der Website ist eine Hausanschrift oder eine Telefonnummer angegeben. Und selbst im Impressum ist keine namentlich genannte, verantwortliche Person angegeben. Somit erfüllt die Website (Impressum) wohl auch die strengen Kriterien des Gesetzgebers nicht so ganz. Auch dies allein macht keinen seriösen Eindruck, weckt kein großes Vertrauen und sollte daher auch schon Anstoß dafür sein solche Werbung dort hin zu verfrachten, wo sie hingehört – ins Altpapier.

Übrigens: Gegen solche aufdringliche und unverschämte Faxwerbung, die unaufgefordert kommt, kann man auch rechtlich vorgehen: Abmahnung und/oder Unterlassungserklärung bis hin zur Strafanzeige. Anders kommt man diesen nervigen Abzockern wohl nicht bei…

Lesen Sie dazu auch: