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Nervige Aufdringlichkeit einer „Gewerbeeintrag-Zentrale“ aus Bonn

Aufdringliche, unverschämte, nicht so ganz legale und unseriöse Angebotsofferten

In den letzten Wochen versendet eine so genannte „Gewerbeeintrag-Zentrale“ mit angeblichem Sitz in Bonn und lediglich einer Postfachadresse ein so genanntes (klein gedruckt) „Eintragungsangebot zur Empfehlung Ihres Betriebes“ in die GZeigene Website per Post an Gewerbebetriebe. Erfolgt keine Rückmeldung innerhalb weniger Tage, kommt alle paar Tage ein „Erinnerungsfax“. Das nervt, verursacht Kosten und ist unzulässige Werbung, da die Faxe unaufgefordert kommen…

„Erfassung gewerblicher Einträge“ steht noch ganz oben und verleiht dem Ganzen schon fast einen amtlichen Charakter. Das A4-Schreiben ist im Folgenden zweispaltig aufgebaut und in der linken Spalte stehen der jeweilige Firmenname, die Anschrift, Telefon- und Faxnummer sowie die Branche, die Email- und die Internetadresse. Zu nicht eingetragenen Angaben heißt es oben: „Ergänzen oder korrigieren Sie bitte fehlende oder fehlerhafte Daten“. Dann wird der Empfänger animiert, das ganze zu unterschreiben und per „Rückantwort gebührenfrei per Fax bis … an …“ zurückzufaxen.

Irgendwo im unteren Bereich der rechten Spalte erfährt man dann – wenn man es überhaupt liest – dass solch ein läppischer Basiseintrag, auf der Website der „Gewerbeeintrag-Zentrale“ eingestellt, Monat für Monat stolze 39,50 Euro „Marketingbeitrag“ – zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer(!) – kosten soll. Das macht dann im Jahr 474,00 Euro netto bzw. 564,06 Euro brutto.

Kann man nur sagen: Dumm, wer auf solche Abzocke hereinfällt! Gibt es doch genügend Seiten, in denen Firmenadressen städtebezogen ganz kostenlos eingestellt sind – oft sogar „ganz von alleine“. Auch die Städte und Kommunen veröffentlichen die Webadressen der Firmen häufig auf ihren Seiten ganz umsonst. Da sollte man dann lieber die Stadt- oder Gemeindeverwaltung mal darauf ansprechen. Das wird billiger (weil kostet nichts) und bringt mehr, da gezielt gefunden bei der Stadt- oder Gemeindesuche.

Weder in den Schreiben oder Faxen, noch auf der Website ist eine Hausanschrift oder eine Telefonnummer angegeben. Und selbst im Impressum ist keine namentlich genannte, verantwortliche Person angegeben. Somit erfüllt die Website (Impressum) wohl auch die strengen Kriterien des Gesetzgebers nicht so ganz. Auch dies allein macht keinen seriösen Eindruck, weckt kein großes Vertrauen und sollte daher auch schon Anstoß dafür sein solche Werbung dort hin zu verfrachten, wo sie hingehört – ins Altpapier.

Übrigens: Gegen solche aufdringliche und unverschämte Faxwerbung, die unaufgefordert kommt, kann man auch rechtlich vorgehen: Abmahnung und/oder Unterlassungserklärung bis hin zur Strafanzeige. Anders kommt man diesen nervigen Abzockern wohl nicht bei…

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Schlüsselwörter: Werbung | Fax-Werbung | unseriöse Wernung | Abzocke | dubiose Angebote | Angebots-Offerten | Kleingedrucktes
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Kommentare

am 28.03.2009 10:19:06 (91.89.201.xxx) Link Kommentar melden
Das sogenannte Adressbuch-Verlage nicht zimperlich sind im ergaunern von Einträgen ist inzwischen ein offenes Geheimnis.
Da ich seit Monaten nur noch staunend zur Kenntnis nehme wie schonend" die Justiz mit solcher irreführenden Werbung und vorsätzlichem Betrug umgeht hoffe ich, das nicht all zu viele Firmen auf diesen Schwindel mit dem Gewerbe-Eintrags- Register reinfallen.
Markus Buch
am 29.03.2009 16:10:06 (87.144.176.xxx) Link Kommentar melden
Das erschleichen von finanziellen Leistungen ist ein alter Hut, die Methoden wandeln sich jedoch mit der Zeit.

Von den so genannten "kostenfreien" Einträgen bei Städten und Gemeinden ist jedoch mehr als abzuraten, denn zum einen werden die Daten an dritte weitergegeben, was noch mehr solcher "dubiosen" Anschreiben zur Folge hat und zum anderen wird man darüber kaum neue Kunden gewinnen können.

Gruß Markus Buch
milli61
am 30.03.2009 23:14:21 (91.54.122.xxx) Link Kommentar melden
Auch in bei uns schlagen in diesen Tage Faxe des "Adresswerk"-Anbieters ein. Beim Unbedarften mag die Aufmachung der Werbung Eindruck schinden; das Formular ähnelt in der Tat amtlichen Aufforderungen, einschließlich eines Barcodes, wie er für Erfassungszwecke von amtlichen Stellen häufig verwendet wird, nur werden diese niemals per Fax versendet. Potentielle Opfer sind Firmenneugründer oder kleine mittelständige Betriebe.

Verwunderlich ist, dass die Initiatoren vorab portopflichtige Briefpost versenden. Eine kostspielige Angelegenheit in Zeiten von Telekommunikations-Flatrates.

Wir führen einen kleinen Betrieb in Köln und habe ich mir einmal die geringe Mühe gemacht die Eintragungen in der Postletizone 5 nachzuschlagen.Auffällig ist, dass ein großer Teil der eingetragenen Unternehmen, deren Existenz ich zum Teil bezweifle, unter mehreren Branchenrubriken auftauchen: Anbieter von Büroartikeln gleizeitig unter Industriebedarf, Autovermieter unter Gastronomie etc. - nirgendwo erscheint eine Verlinkung auf eine Firmen-Homepage.

Mir juckt es unter den Fingern, existente Firmen zu ermitteln, die in diesem Register eingetragen, um sie zumindest vor einer weiteren Vertragsverlängerung zu warnen.
Blos koi Angscht
am 28.04.2009 11:30:44 (95.112.248.xxx) Link Kommentar melden
Na dann: Lass´ jucken Kumpel - oder noch besser: In WORD ein Dokument mit 200 Seiten Inhalt, sinnvollerweise einem schwarzen Feld von ca. 18 x 28 cm Größe, erstellen und als ANtwortfax an die 0800-Nummer zurückfaxen...Aber aufpassen, verbraucht beim Empfänger unheimlich /Tinte/Toner/Papier ;-)))
Blos koi Angscht
am 28.04.2009 11:37:23 (95.112.248.xxx) Link Kommentar melden
Oooops, hab ich vergessen: Natürlich als PC-Fax versenden....
Chris
am 29.04.2009 19:27:13 (92.250.253.xxx) Link Kommentar melden
Hallo zusammen,

der Vorschlag mit dem "200-Seiten-Antwortfax" ist ja ganz nett, aber bei einem entsprechend EDV-gestützten Faxsystem verursacht dies ausser einer belegten Telefonleitung keinen nennenswerten "Schaden".

Man kann den Betreiber der Seite auch ganz einfach kontaktieren. Die Kontaktdaten sind frei zugänglich im Internet zu finden. z.B. unter www.nic.info - einfach den URL-Teil "gewerbeeintrag-zentrale" bei WHOIS eintippen und anhand der zurückgelieferten Daten dann die Telefonnummer heraussuchen.

Damit andere nicht länger suchen müssen, hier die Daten des Betreibers von www.gewerbeeintrag-zentrale.info

Herr Harun Tanomand
GE-Zentrale ltd.
Bodenheimerstr. 30
50827 Köln

Telefon: 0221 3908949
Handy: 0177 6544744

Faxnummer durchgeben und die Daten werden gelöscht. Ein kleiner Hinweis auf Abmahnung wg. unlauterer Werbung bei einem erneuten Fax oder dergleichen sollten Wirkung zeigen.

Dass diese Firma in einer m.E. rechtlichen Grauzone agiert, dürfte unbestritten sein. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen und hoffen, dass nicht zu viele Leute darauf reinfallen.
Alex Mais
am 30.04.2009 08:51:02 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Inzwischen liegt mir schon wieder ein ähnliches "Angebot" vor, diesmal von "BranchenKlick.de". Gezielt beworben für meinen Ort mit "Branchenbuch Halver". Der Eintrag hier soll per Monat 89,00 Euro netto (zuzüglich Mehrwertsteuer) bzw. 1.068,00 Euro netto im Jahr kosten. Vertragslaufzeit - so liest man irgendwo auf der Seite (oder auch nicht): 2 Jahre. Das wären dann 2.541,84 Euro (inkl. Mehrwertsteuer). Die Abzocker werden immer dreister.

Aufgemacht, schön in Gelb-schwarz, wie die offiziellen Branchenbücher. Doch - auch dies irgendwo im Kleingedruckten - dann der Hinweis: Das hat alles weder etwas mit den "Gelben-Seiten-Verlagen" noch mit der "DeTeMedien GmbH" etwas zu tun. - Die verblüffende Ähnlichkeit ist da wohl nur "rein zufällig" - oder was?

Es handelt sich hier also definitiv um einen kommerziellen, rein privatwirtschaftlichen "Anbieter" und der Erfolg eines solchen Eintrages dürfte gleich Null sein!

Wehe dem, der darauf hereinfällt - zweieinhalbtausend Euro in den Sand gesetzt....
milli61
am 04.05.2009 23:16:20 (91.54.102.xxx) Link Kommentar melden
Am 04.05.09 haben sich die Kameraden erneut per Fax gemeldet und erinnern nunmehr an ein briefliches Schreiben vom 27.04.09. Trotz aller Aufmerksamkeit hat es dieses Anschreiben in unserer Tagespost niemals gegeben.

Die Aufmachung des Faxes, eingegangen zu bester Geschäftszeit, an denen auch Behörden im Allgemeinen ihrer Tätigkeit nachgehen (die Ltd. schmückt sich mit einer Aufmachung, die Nachrichten von Einwohnermeldeämtern, Ämtern für Statistik etc. ähnelt, einschließlich eines ausgedachten Erfassungs-Barcodes), ist im Wesentlichen gleich geblieben.

Geändert hat sich die Faxnummer für die erwünschte Gratis-Faxantwort, die großzügigerweise gewährt wird. Man will doch Vertrauen schaffen, gell! Ältere wurde womöglich in der Zwischenzeit mit guten Grund gesperrt.

Sonstige Änderungen:

Betreff alt: Basiseintrag
Betreff neu: Basiseintrag und Name des Bundeslandes
(beim nächsten Einschlag vielleicht auch mit diversen Landeswappen versehen, damits noch "offizieller" aussieht)

Alt: Ergänzen, Korrigieren von Daten
Neu: Ergänzen, Korrigieren von Daten bei Annahme

Neu: Einfügen des Satzes: Es besteht bisher keinerlei Geschäftsbeziehung. Ist doch fair beschrieben!

Ansonsten: Die selben Rechtschreibfehler in Wort und Interpunktion.
mcbexx
am 08.05.2009 11:45:11 (91.17.101.xxx) Link Kommentar melden
Wir sind auch von beiden "beglückt" worden, Gewerbeeintrag-Zeintrale und Branchenklick.

Letztere sind ja so nett und legen einen unfrankierten Rückumschlag bei, da kann man dann das zerissene Antragsformular (nachdem man die personalisierten Informationen entfernt hat) wenigstens unfrei zurück an dn Absender schicken.

Und die Webseite der Gewerbeeintrags-Zentrale hat auch was gutes:
Da bekommt man kostenlos ein Verzeichnis von Idioten, denen man allen möglichen Scheiß verkaufen kann... :-)
carmen
am 14.05.2009 09:39:23 (95.91.27.xxx) Link Kommentar melden
Wir sind auch von der Gewerbeeintrags-Zentrale belästigt worden... und leider auch darauf reingefallen. Ohne groß das Fax durchzulesen, haben wir unterschrieben und es zurückgefaxt (dumm - leider!). Nun flatterte auch schon die Rechnung über 564,04 Euro ins Haus und die Leute lassen selbstverständlich auch überhaupt nicht mit sich reden.

Wie sollte man jetzt am besten vorgehen? Einfach nicht zahlen, oder kommt es dann zu einem gerichtlichen Verfahren? Wäre sehr froh über Tipps wie wir uns da noch raus retten könnten.

Vielen Dank!
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