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Politik: Politische Meinung

Der Fall Sarrazin.

Oder wenn ein Sozialdemokrat redet ohne zu Denken.

Warum Herr Sarrazin Mitglied der SPD ist, weiß er wahrscheinlich selber nicht. Ohne die desolate Struktur der SPD in Berlin wäre er wohl irgendwo in einem Unternehmen in einem der üblichen Büros sitzen geblieben. Doch Herr Wowereit hatte niemanden, dem er das Ressort des Finanzsenators anbieten konnte. Seine Parteigenossen aus der Senatsverwaltung oder einem der Finanzämter fehlte einfach das Niveau für solch eine Tätigkeit, also durfte Herr Sarrazin ran und hat dann auch dem entsprechend regiert, bis er jetzt zum 01.05.2009 Bundesbankpräsident wird. Dann dürfen sich alle Deutschen über diesen Mann und seine legendären Taten und Aussagen freuen.

Doch zuerst ein kurzes Resümee seiner Leistungen. Trotz höherer Steuereinnahmen konnte er nie die Ausgaben reduzieren und musste laufend mehr für soziale Belange ausgeben, als er es gerne in der Presse allen weiß machen wollte. Durch die höheren Steuereinnahmen ist dies nie aufgefallen.

Dann hat er den berühmten „Steglitzer Kreisel“ zur Asbestsanierung räume lassen, was keinen Sinn ergibt, denn weder ist ein Nachmieter noch Käufer in Sicht und die geschätzten Kosten für die Asbestsanierung belaufen sich schon auf den doppelten Betrag der veranlagten Summe. Wer den Immobiliensumpf in Berlin kennt, weiß, dass da so die übliche Politik des Senats ist und insbesondere die der SPD. Von der CDU, die in Steglitz Zehlendorf das Sagen hat und der Kreisel Zuhause ist, brauchen die Genossen nichts zu fürchten.

Da arbeitet man wie bei der Ernennung von Herrn Sarrazin zum Bundesbankpräsidenten eng zusammen, quasi im Geiste der Mutter aller Heuschrecken. Denn die CDU kann mit ihrer Klumpentheorie und den Vier die SPD noch um Längen schlagen. Das Urteil gegen Herrn Landowsky ist rechtskräftig, sein Einspruch wurde aktuell vom Gericht in Leipzig zurückgewiesen. Nun ermittelt man gegen ihn und andere wegen Verstoß gegen die Grundsätze ordentlicher Buchführung.

Doch zurück zu unserem SPD-Genossen wider Willen, Herrn Sarrazin. Furore hat Herr Sarrazin dann mit der Stilllegung vom Flughafen Tempelhof gemacht, denn heute weiß man, dass die Wartungskosten des gesammten Areals um ein Vielfaches höher ist, als Herr Sarrazin den Bürger einreden wollte.

Doch seine Spitzenqualitäten hat er Sarrazin mit legendären Interviews unter Beweis gestellt, in dem er wohl eine neue SPD-Sozialpolitik vertrat. So ist er in der Diskussion um den Mindestlohn mit der These angetreten, er würde auch „für fünf Euro pro Stunde jederzeit arbeiten“ gehen. Das war dann auch den Weichspülern in der Rest-SPD zu viel und Sarrazin verstand die Zeichen der Zeit als er seine Felle davon schwimmen sah und tat Buße und Reue. Er bekannte sich ganz offen zu seinem „schweren Fehler“ und bisweilen für die „öffentlichen Medien sehr“ unterhaltsame „Neigung zu spontanen Äußerungen“, die jedoch „bisweilen zu ungeplanten und schädlichen Resultaten“ führen.

Und er bekannte sich dann weiterhin auch noch zu dieser „dämlichen Äußerung“ im Bezug auf den Mindestlohn. Warum er diese Einschränkung der „Dämlichkeit“ nur auf seine Äußerung machte, sollte wohl so was wie Tiefstapelei sein und bleibt auch sein Geheimnis. Bestreiten wollte jedenfalls seine Fähigkeiten dies bezüglich niemand, auch wenn er „in Zukunft besser auf“ sich „aufpassen“ wollte.

Doch mit dieser Einsicht konnte er nicht lange leben, so hat er Hartz IV Empfängern wohl den Rat erteilt, wenn sie im Winter kein Geld mehr für die hohen Heizkosten hätten sollten sie einfach einen „Rollkragenpullover“ tragen, er hätte das Zuhause in seiner Jugend auch gemusst. Da fällt mir dann nur noch bezogen auf die „dämliche Äußerung“ und „Rollkragenphilosophie“ der berühmte Spruch der Packungsbeilagen von Medikamenten ein: Bei Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker. Und weil es so schön war, hat sich nun Herr Sarrazin zur gesellschaftlichen Aufgabe der Bildungsmisere in unserer Hauptstadt und den Hartz IV Kinder zum Abschluss seines Berlin Aufenthalts geäußert. „Noch mehr Geld für Bildung lohnt sich nicht“, denn die „soziale Verwahrlosung, die wachsende Unterschicht und renitente Eltern“ brauchen das nicht mehr. Mit solchen „Analysen zur Bildungs- und Sozialpolitik“ wird er nun in Zukunft von Frankfurt aus das deutsche Volk und seine „wachsende Unterschicht“ beglücken. Zu mindest kann er stolz sein, dass seine Finanzpolitik zur traurigen Tatsache beigetragen haben, das jetzt „jeder fünfte Berliner von Sozialhilfeleistungen“ leben muss, die damit „doppelt so hoch wie im gesamten Bundesgebiet“ sind.

Und nicht zu vergessen ist in dieser Erfolgsbilanz die Tatsache, dass die „soziale Grundsicherung für alte Menschen“ laut unserem neuen Bundesbankpräsidenten „explosionsartig“ zunimmt. Na dann liebe Hessen die einfach Frage, die auch immer in „Kölle“ zum Karneval gestellt wird, „wolle ma en ren lasse“, was so viel heißt, „wollen wir ihn rein lassen?“

Ich würde spontan einfach Mal nein sagen, wenn auch die Bürger das nicht bestimmen dürfen. Der Mann weiß was er nicht kann, nämlich eine Geldpolitik im Interesse eines Landes zu machen, dass allen eine soziale „Grundversorgung“ sichert.

Und nun? Einfach mal warten bis „Siggi und Peter“ sich auf den Weg machen für die soziale Gerechtigkeit und Herrn Sarrazin sich dann am Zielort Berlin dazu äußern darf. Der Artikel zum 637 Kilometer langen Marsch der „sozialen Gerechtigkeit“ sollten sie Morgen in der OnlineZeitung lesen, Denn es gibt zum Glück nicht so viele Sarrazins in Deutschland und Umgebung. http://www.tagess...92,2554727

http://www.online...ticle/1083

http://www.online...rticle/758

http://www.tagess...70,2753071

http://www.jetzt-...elbst.com/

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Schlüsselwörter: Soziale Verwahrlosung | wachsende Unterschicht | renitente Eltern | Sarrazin | Bundesbankpräsident | dämliche Äußerung | Steglitzer Kreisel
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Kommentare

Janine Dierks
am 17.03.2009 18:44:31 (77.25.67.xxx) Link Kommentar melden
Ich persönlich habe T.S immer für einen der besten deutschen Politiker gehalten. Seine Worte werden Berlin fehlen. Auch, wenn diese ein wenig zu hart gewesen sein sollten, so waren es wenigstens zur rechten Zeit die richtigen Worte.

Des weiteren war TS der Politiker der dem Volk einmal den Mund aufgemacht hat.

Andere seines Stammes SPD haben sich lieber verkrochen - mir sind also die Worte, die gesagt werden viel lieber als die meisten der Volksvertreter die Häschen in der Grube spielen, und nur alle 4 Jahre einmal was sagen.

Solch deutliche Worte würde ich mir auch gerne von IM Erika wünschen!

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