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Der Förderverein „Freunde der Duang Prateep Foundation, Deutschland e.V.“

Hilfe zur Selbsthilfe für notleidende Kinder, Jugendliche und Waisen in Thailand

Copyright: Jürgen Göpfert
Copyright: Jürgen Göpfert
Der Name der thailändischen Stiftung Duang Prateep Foundation mit Sitz in Bangkoks Hafengebiet von Klong Toey bedeutet soviel wie „Flamme der Hoffnung“. Und eben diese „Flamme der Hoffnung“ wurde zum Stiftungssymbol, soll weithin leuchten, Aufmerksamkeit erwecken und alle animieren zu helfen, denn die Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht, die Lebensbedingungen und Ausbildungsmöglichkeiten von Unterprivilegierten in Thailand zu verbessern.

Die Gründerin der Stiftung ist die am 9. August 1952 als fünftes von acht Kindern selbst im Slumgebiet von Klong Toey geborene Prateep Ungsongtham Hata. Schon in sehr jungen Jahren musste sie hart arbeiten, um die Familie mit zu ernähren und sich eine Ausbildung als Lehrerin in der Abendschule zu finanzieren. In Folge baute sie eine „1 Baht pro Tag“ – Schule unter dem Haus ihrer Familie im Klong Toey auf.

Die Grundschule ist in Thailand zwar kostenlos, doch die Eltern der Slumkinder sind kaum in der Lage die damit verbundenen Kosten wie Schuluniformen, Bücher, Schulranzen und Schuhe zu bezahlen. Darum müssen die Slumkinder in der Regel bereits im Kindesalter hart arbeiten.

Schon bald kümmerte sich Khru (= Lehrerin) Prateep um mehr Belange als nur um die schulische Ausbildung der Slumkinder. Da solche Slumgebiete wie Klong Toey rein rechtlich nicht als Wohngebiete anerkannt werden und hier die Ärmsten der Armen wohnen, müssen sie um all die Dinge hart ringen, die für andere Menschen selbstverständlich sind, so z.B. Wasserversorgung und Müllentsorgung. 1978 wurde ihr für ihre Verdienste der in Asien als „sozialer Nobelpreis“ bekannte Magsaysay-Preis verliehen und mit dem Preisgeld noch im selben Jahr die Duang Prateep Foundation (DPF) gegründet.

Seither setzen sich zahlreiche Helfer für die Ärmsten der Armen nicht nur im Slumgebiet von Klong Toey ein – in Kanchanaburi (West-Thailand) und Chumphon (Süd-Thailand) gibt es die Projekte „Neues Leben“ und als eine der ersten thailändischen Hilfsorganisationen war die DPF auch vom 1. Tag nach den Flutwellen des 26.12.2004 vor Ort, um Hilfe zu leisten. Seit dem 29.08.2006 gibt es in Phru Teaw (Provinz Phang Nga) das DPF – Tsunami-Waisenzentrum Baan Tharn Namchai. Als „Sprachrohr der Armen“ hat sich die Stiftung seit ihrem Bestehen in der thailändischen Öffentlichkeit etabliert und sich gegenüber den jeweiligen Regierungen als zuverlässige aber auch sehr sozialkritische NRO (Nicht-Regierungs-Organisation) behauptet, die zielgerichtet Hilfe zur Selbsthilfe dort leistet, wo diese am nötigsten ist.

Copyright: Jürgen Göpfert
Copyright: Jürgen Göpfert
Die Duang Prateep Foundation hat ihre Arbeit in fünf Bereiche mit vielen Projekten gegliedert, diese sind: Gesundheit, Ausbildung, soziale Fürsorge, wirtschaftliche und personelle Entwicklung und Unterstützung in Notfällen. In einem Slum fallen viele Probleme an, zumal die meisten Bewohner in keinem Melderegister verzeichnet sind und schon von daher mit vielen Nachteilen rechnen müssen. Auch leben sie in ständiger Angst, jederzeit vom Grundbesitzer vertrieben zu werden, damit die so genannte Stadtentwicklung ihren (oft verhängnisvollen) Lauf nehmen kann. Und die selbst gezimmerten, provisorisch und instabil gebauten Hütten bieten, weil in der Regel dicht an dicht gebaut, auch eine Gefahr für Großbrände, wie es sie in der Vergangenheit bereits mehrfach gegeben hat. Dabei verlieren die Bewohner von dem Wenigen, was sie besitzen, oft alles und können häufig nur mit viel Glück nichts als ihr nacktes Leben retten.

Als es z.B. 1991 im neben Klong Toey gelegenen Hafenbecken zu einem verheerenden Chemieunfall kam, bei dem vier Menschen getötet und mehr als 5.000 obdachlos wurden, erlitten 160 Slumbewohner Langzeitschäden, in deren Folge es zu Fehl- und Missgeburten kam. Die DPF engagierte sich bei der medizinischen Unterstützung und für die rechtliche Vertretung der Opfer-Interessen.

Wegen fehlender finanzieller Mittel haben die Bewohner auch häufig kaum eine Chance auf medizinische Versorgung und nehmen jede Arbeit an, die sich ihnen bietet, oft sind diese auch sehr gefährlich und absolut unterbezahlt. Die finanzielle Not der Slumbewohner hat zur Folge, dass kaum ein Kind die Schule besuchen kann, was wiederum zur Folge hat, dass der Sprung in ein besseres Leben nahezu aussichtslos bleibt. Das ist ein ewiger Kreislauf aus Armut, Familienzerrüttung, Kriminalität, Drogen- und Alkoholkonsum, der, wenn überhaupt, nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Die stiftungseigenen Küchen versorgen die Kinder mit nahrhaftem und erschwinglichem Essen in den Schulpausen. Das Aids-Projekt der DPF ist sowohl auf Aufklärung und Verhütung als auch auf die Betreuung bereits Infizierter ausgerichtet

Tatkräftige Unterstützung aus Deutschland erhält die Duang Prateep Foundation von den Eheleuten Veerawan und Jürgen Göpfert aus Weil am Rhein – die beiden gründeten mit thailandbegeisterten Freunden den Förderverein Freunde der Duang Prateep Foundation, Deutschland e.V., der in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiert. Die Unterstützung erfolgt u.a. durch den Verkauf von thailändischem Essen und in der Stiftung selbst hergestellten Handarbeiten auf Straßenfesten. Darüber hinaus bietet Jürgen Göpfert aufgrund seines ca. 10-jährigen Arbeitsaufenthaltes in Thailand auch sehr informative Vorträge unter dem Titel „Land und Leute“ an und/oder führt Lichtbildervorträge durch für z.B. Reiseveranstalter und Reisebüros, die Werbung für eine Thailand-Gruppenreise machen wollen; es werden auch Kurse für Firmen angeboten, die Mitarbeiter nach Thailand entsenden, um diese besser auf die kulturellen Gegebenheiten im Alltags- und Geschäftsleben vorzubereiten.

Jeder kann den Verein unterstützen, wozu es viele Möglichkeiten gibt. So zum Beispiel durch eine Mitgliedschaft (40 EUR Jahresbeitrag pro Privatperson, 100 EUR pro Firma), durch freiwillige Einzelspenden, durch Bekanntmachen des Vereins, Einladung des Vereins zu Betriebsfesten oder Straßenfesten sowie durch den Kauf diverser Souvenirs der Stiftung vor Ort, wenn Sie mal in Thailand sind. Die Produkte, die im Souvenirshop der Stiftung angeboten werden, sind allesamt selbst gefertigt. Darunter sind neben Postkarten auch Schlüsselhalter und T-Shirts mit Aufdrucken. Alle erzielten Erlöse aus dem Verkauf kommen wiederum der Stiftungsarbeit zu Gute – ein Kauf hier ist sicher angebrachter als in den Supermärkten, wo industrielle Massenartikel angeboten werden.

Spendenmittel fließen ungekürzt nach Thailand, da alle Vorstands- und Vereinsmitglieder ehrenamtlich tätig sind. Hauptsächlich werden die Projekte Hörgeschädigte Kinder, Aus- und Weiterbildung und das DPF – Tsunami-Waisenzentrum unterstützt – SpenderInnen können den entsprechenden Verwendungszweck selbst festlegen und dies auf Ihrer Überweisung entsprechend angeben.

Über die zahlreichen Aktivitäten der Stiftung informiert jeden Monat ein (kostenloser und jederzeit wieder kündbarer!) deutschsprachiger NEWSLETTER per eMail, den Sie bei Interesse ganz einfach mit dem Betreff: newsletter-Abo an die Adresse beziehen können.

Internetnutzer können sich auch hier weitergehend informieren – in Deutsch oder in Thai. Kontaktaufnahme zu den Freunden in Deutschland ist möglich via eMail an o.g. Adresse oder zur Stiftung in Thailand an .

Das Spendenkonto der Freunde der Duang Prateep Foundation, Deutschland e.V. lautet wie folgt: Konto Nr. 0290320 bei der Deutschen Bank in Lörrach, BLZ 683 700 24 (IBAN: DE48683700240029032000, SWIFT-BIC: DEUTDEDB683).

Unterstützen Sie diejenigen, die ohne Hilfe von Außen kaum eine Zukunftsperspektive haben: die hilfsbedürftigen Kinder in Bangkoks Hafengebiet Klong Toey, Kanchanaburi, Chumphon und die Tsunami-Waisenkinder in Süd-Thailand.

(Bei diesem Artikel handelt es sich um einen gemeinschaftlich verfassten Bericht von Alex Mais und Jürgen Göpfert. Die Bilder zeigen eine Brandruine in Klong Toey (2007) und Szenen aus der Projektgruppe „Hörgeschädigte Kinder“. Das Copyright der Fotos liegt ausschließlich bei Jürgen Göpfert.)

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Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
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Schlüsselwörter: Thailand | Weil am Rhein | Duang Prateep Foundation | Klong Toey | Bangkok | Kanchanaburi | Spenden | Hilfe | Tsunami-Waisenkinder | DPF
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Kommentare

Alex Mais
am 29.03.2009 22:48:39 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Wichtiger Hinweis von Jürgen Göpfert zur deutschen Email-Adresse:

"Bis vor kurzem war info@duang-prateep.de noch intakt, doch wurde seit ein paar Tagen aufgrund eines Providerwechsels vom Ex-Betreiber wohl abgeschaltet und eine neue haben wir noch nicht, daher würde ich gerne meine persönliche dort angeben, d.h. , bis wir vom jetzigen (thailändischen) Betreiber der Webseite eine neue erhalten.

Jürgen Göpfert"
Alex Mais
am 26.04.2009 14:21:46 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Den neuen Newsletter (April 2009) der Duang Prateep Foundation finden Sie hier.
Alex Mais
am 18.08.2009 11:25:37 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Den derzeit aktuellen, neuesten Newsletter über die Aktivitäten der Duang Prateep Foundation finden Sie hier.

Der deutsche Förderverein hat inzwischen auch wieder eine offizielle Emailadresse: . Bitte zukünftig diese benutzen (anstelle der Privatadresse von Fam. Göpfert).

Und dann teilte uns Herr Göpfert noch folgende aktuelle Meldung mit:

"Die Gründerin und Vorsitzende der Stiftung, [b]Khun Prateep Ungsongtham Hata, erhielt vor kurzem eine Einladung zur Teilnahme an der UN-Veranstaltung [i]‚Voluntary Trust Fund on Contemporary Forms of Slavery’ in Genf; wir luden Sie daraufhin ein, ihren Europa-Aufenthalt um ein paar Tage zu verlängern und unseren Verein in Weil am Rhein zu besuchen – diese Einladung nahm sie gerne an und ist nun am Wochenende 19. und 20. September zu Gast bei uns und wird mit vielen Mitgliedern, Freunden und Förderern eine kleine Jubiläumsfeier mitmachen."[/i][/b]

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