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Politik: Politische Meinung

Zumwinkel, Briefstau, Agenturen und der Leichengeruch.

Ein Land ohne Moral.

Schon ziemlich makaber, was da in Berlin abgeht. Nachdem die Altkader der DDR-Hierarchie über den Umweg Post AG ihre Genossinnen und Genossen und deren Familienmitglieder mit schicken und krisenfesten Pöstchen versorgt haben, zeigt sich nun die Frucht dieser Netzwerker. Die Unfähigkeit zeigte sich ja schon immer jedem Kunden dieser Jobcenter bei der Beratung und Antragstellung für ALG 1.

Doch was sich diese Leute heute erlaubt haben ist, wohl der Skandal per se und zeigt einmal mehr, warum eine kafkasche Behörde nicht für die Bürger dieses Landes geeignet ist. So liegen zurzeit 150 000 Briefe, also Anträge auf Hartz IV und Beschwerden auf Halte, das heißt, sie werden schlichtweg nicht Termin gerecht bearbeitet. Ob es Faulheit, Dummheit, Hass auf die neue Gesellschaftsordnung oder gewollte Überforderung ist, wird man nie erfahren, denn so weit können sich Behörden im Gegensatz zu Banken und Unternehmen abschotten, dazu haben sie Staatsekretäre über Staatssekretäre.

Zu Tage gefördert hat das nicht die LINKE oder SPD, nein, der CDU-Abgeordnete Gregor Hoffmann aus Lichtenberg hat mit einer Anfrage diese Missstände in den Jobcenter an die Sozialstaatssekretärin - was es nicht alles für Kaffeeklatschpositionen in den Freizeitzentren der rot/roten Landesregierungen gibt - Kerstin Liebich (dieLINKE) vom Berliner Senat ans Licht der Öffentlichkeit gebracht.

Nun will man zusätzlich 582 Mitarbeiter des Bundes - woher die kommen und welche Ausbildung die haben erfährt man nicht - dieses Jahr in die Jobcenter pumpen, um die Postberge zu reduzieren. Ob dies bei den steigenden Arbeitslosenzahlen, desolaten Strukturen in den Berliner Jobcenter ausreicht, darf bezweifelt werden. Geld ist jedenfalls für diese neosozialistischen Planspiele genug da, schließlich bezahlen alle Arbeitnehmer dieses mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen unter dem Posten, Arbeitslosenversicherung. Schauen sie mal auf ihre Lohnsteuerkarte, dann sehen sie, wie viel sie an Geld nach Nürnberg und in diese "Jobcenter" pumpen.

Und wir wissen aus Gesprächen, dass zum Beispiel der Bearbeitungszustand der Anträge auf Hartz IV schockierend ist. So wurde einer Frau und Mutter von zwei Kindern bei ihrem Antrag auf Hartz IV in der Agentur für Arbeit Nord ein Jahr lang nicht der Kinderzuschlag für das noch bei ihr wohnende und zu versorgende Kind bezahlt, obwohl dieser gerade in der wichtigen Phase der Lehrstellenbewerbung war. Nachdem sie dann noch mit dem Neuantrag, jedes viertel Jahr muss der Hartz IV Antrag neu gestellt werden, an eine Außenstelle der Agentur für Arbeit in einen anderen und weit abliegenden Stadtteil geschickt wurde, die jedoch seit Monaten schon geschlossen war, hatte sie dann bei ihrem mündlichen Protest Glück, ein Mitarbeiter mit Ausbildung und Spaß an der Arbeit hat dann den "Misthaufen" aufgedeckt. Auch solche Beamte, die ihre Aufgabe und Arbeit ernst nehmen, gibt es, nur eben wohl viel zu wenige davon. Die Mutter, 50 Jahre, bekam das Geld nachbezahlt, nach dem sie fast 30 Jahre Arbeitslosenversicherungsbeiträge nach Nürnberg Monat für Monat gepumpt hat. Die falsche Angabe der Agentur auf dem Antrag wurde damit gerechtfertigt, man müsse noch die alten Formblätter aufarbeiten, um Geld zu sparen.

Ein normal denkender Mensch würde angesichts dieser falschen Formblätter und den 150 000 Briefen auf Halte einfach die Neueinreichungsfristen für Hartz IV Anträge von einem 1/4 Jahr auf 1/2 Jahr verlängern und somit die Briefflut um 50 % pro Jahr reduzieren und die Anzahl der so teuren Formblätter. Doch was ist schon Normal in Deutschland im Wahljahr 2009?

Eigentlich nichts, wenn man die Schlagzeilen der Presse Tag für Tag liest. So hat man in der so hoch gelobten Charite, einem Relikt aus der Zeit der DDR, als Frau Merkel noch die Politik der SED an der Akademie für Wissenschaften als "wissenschaftlichen Sozialismus" und einzigen Weg ins Arbeiter- und Bauernparadies verteidigte, eine stark verwesende Leiche auf der Toilette gefunden. Der 29 jährige drogenabhängige Dresdener war zu vor in der Ersten Hilfe Rettungsstelle untersucht worden, alles war wohl okay. Dann ging er unbemerkt auf das Örtchen und kam nie wieder, keiner hat das bemerkt. Erst als der Leichengeruch nicht mehr tragbar war, haben Mitarbeiter die Polizei gerufen und diese fand dann den Toten.

Doch wen wundert auch das, wenn man weiß, wer da alles so sein Geld mit erster Hilfe verdient, lesen sie mal bitte dazu den Artikel: Die Stasi im OP und die Arbeitsweise der Birthlerbehörde. Und bei den Agenturen scheint auch so ein bestimmter Hauch durch die Büros zu ziehen, der einen nur entsetzen kann. So hat sich bei DSKultur Nachtprogramm in der Zuhörersendung zwischen 01:00 Uhr und 02:00 Uhr, bekannt als 2254, 2254 ein Zuhörer gemeldet und seine Erfahrung mit dem Jobcenter Berlin-Mitte geschildert. Er musste über die Agentur sein Krankheitsbild an den medizinischen Prüfdienst weiterleiten um seine Behinderung nachzuweisen, eine Einrichtung die auch Mobbingopfer kennen und nur mit dem Kopf schütteln können. Da hat doch glatt die Mitarbeiterin des Jobcenters, die nur nochmals dem Antragsteller sagen sollte, ob er alle Unterlagen auch hat und noch die richtige Anschrift darauf schreiben sollte, damit dieser Formblattwahnsinn auch schnell zur Bearbeitung gelangt, den Brief mit den absolut persönlichen Unterlagen geöffnet, und das auch noch vor seinen Augen.

Das Recht dazu hatte sie nicht und es ist klar, das war eindeutig ein Eingriff in das Postgeheimnis. Doch wie soll man sich auch beschweren, wenn schon dort in Mitte 16700 Briefe "im Stau" stecken, wie das die Mottenpost so nett formuliert. Einen Ombudsmann gibt es nicht, der auch Handlungsbefugnis hat, dazu fehlt einfach das Geld. Doch wenn man dann wiederum liest, dass unser allseits geschätzter Expostvorstandschef Telekomaufsichtsratsmitglied - er steht im Verdacht die Bespitzelung von Mitarbeitern und Aufsichtsratskollegen dort mit entschieden oder gar die Anordnung dazu geben zu haben - und Steuerexperte Dr. Zumwinkel heute sich 20 Millionen Euro Pensionsansprüche auf einmal hat ausbezahlen lassen, dann weiß man, was hier in dieser Gesellschaft abgeht. Jeder ist mit Raffen und Fluchtgedanken beschäftigt, denn die Titanic Deutschland MS dürfte wohl nicht mehr zu retten sein, wenn man bedenkt, dass nach den Bundestagswahlen 2009 die Rechnungen für die neusten Schlager der Politiker und Manager uns auf den Tisch flattern. Da kann man dann nur noch singen, "wer soll das bezahlen, wer hat so viele Pinke, Pinke, wer hat so viel Geld."

Quellen: http://deutschlan...hartz.html

http://www.stern....57825.html

http://www.online...ticle/1333

http://www.spiege...15,00.html

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Schlüsselwörter: Zumwinkel | Pensionsanspruch | Leichengeruch | Charite | Agenturen für Arbeit | DieLinke | SPD | Staatssekretäre | Kerstin Liebich | Senat Berlin | Briefstau | Postgeheimnis
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Kommentare

am 17.03.2009 16:32:33 (217.83.112.xxx) Link Kommentar melden
Zum Fall Zumwinkel, gibt es einen guten Artikel im Tagesspeigel, auf Online fehlt leider das Foto zu den Latifundien des Herrn am Gardasee dazu, dies fndet man jedoch in der BILD, die nicht jeder mag. Doch für uns Internetjournalisten sind auch solche Quellen oft hilfreich.
und
http://www.tagess...72,2752919
Gut finde ich den Begriff Zumwinkeln, ein neues deutsches Wort das Bespitzelung, Machtmissbrauch, Steuerhinterziehung und Raffgier beschreibt.

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