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Lokales: Sonstiges

Gibt (oder gab) es ein geheimes CIA-Gefängnis in Thailand?

Von den USA bestätigt, von Thailand dementiert – Ohne Arbeitserlaubnis eine Frechheit

USA/Thailand: „Frechheit: Amis foltern ohne Arbeitserlaubnis.“ – So titelte am 5. März dieses Jahres die in Thailand erscheinende deutschsprachige TIP Zeitung für Thailand“. Es ging dabei erneut um Meldungen, wonach der amerikanische Geheimdienst CIA bereits vor längerer Zeit zugegeben hatte, ein geheimes Gefängnis für Terroristen in Thailand zu betreiben. Im Artikel ging es nicht gegen Folter, sondern wohl eher um den Vorwurf: „Thailändische Folterknechte sind arbeitslos, weil der CIA offensichtlich ohne Wissen der Behörden ein geheimes Lager in Thailand unterhält, in dem gefoltert wird.“

Den kompletten TIP-Bericht lesen. Bereits im September 2006 berichteten die internationalen Medien zu diesem Thema, nachdem der damalige US-Präsident George W. Bush offiziell bestätigt hatte, dass die USA „in freundlichen Staaten Geheimgefängnisse betreiben“. Nach verschiedenen Presseberichten der Vergangenheit in den US-Zeitungen Washington Post, New York Times und International Herald Tribune soll es in acht Staaten solche Gefängnisse geben, darunter auch mindestens eines im südostasiatischen Königreich Thailand. So soll auch der im März 2002 in Pakistan verhaftete Topterrorist Abu Zubaidah (damals die Nr. 3 der Al-Kaida) dorthin gebracht worden sein, wo er „durch Unterkühlung und ohrenbetäubende Rockmusik“ (anderenorts wird auch von „Waterboarding“ berichtet) zum Sprechen gebracht worden sei. Diese Methoden zählen als Folter und sind nach der Genfer Konvention eigentlich verboten.

Das thailändische Außenministerium dementierte solche Berichte und Vorwürfe immer umgehend nach Bekannt werden. Auch der damalige Premierminister Thaksin Shinawatra hatte die Berichte sofort zurückgewiesen. Er verwies darauf, dass es lediglich „eine einzige Verhaftung eines Terroristen in Thailand gegeben habe, nämlich die von Hambali (alias Riduan Isamuddinalt), der aber längst an die USA ausgeliefert worden sei.“ Hambali galt als Al-Kaida-Chef in Asien und wurde als einer der Drahtzieher für die Bali-Anschläge vom Oktober 2002 mit über 200 Toten verantwortlich gemacht.

Wie jetzt auch die TIP-Zeitung berichtete, dementierten nun ebenso der Vize-Premier Suthep Thaugsuban („…noch nie von solchen Orten gehört und glaube es ist unmöglich dass es in Thailand geheime CIA-Gefängnisse gibt.“) sowie der Armeechef General Anupong Paojinda („Ich bestätige, dass es solche Orte in Thailand nicht gibt!“) und der Oberbefehlshaber des thailändischen Militärs, General Ruengroj Mahasaranont (Die Berichte sind „übertriebene eine Erfindung“.)

Die Washington Post griff das Thema ebenfalls am 15. Januar vergangenen Jahres erneut auf. Demnach habe seinerzeit der kurz vor seiner Pensionierung stehende CIA-Chef von Bangkok im Hauptquartier der CIA in Lengley die Vernichtung von Videobändern beantragt, die eben solche Folterungen im thailändischen CIA-Gefängnis zeigten. Diese Bänder befänden sich derzeit (bereits seit rund drei Jahren) in der US-Botschaft in Bangkok.

Von den USA also mehrfach zugegeben und von Thailand immer wieder dementiert stellt sich nun die Frage, was ist wirklich dran an solchen Berichten? Wenn es mindestens ein solches Gefängnis in Thailand gegeben hat (oder sogar noch gibt) und offizielle Stellen in Thailand haben tatsächlich keine Kenntnis davon, dann ist wohl die Aussage vom ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, bezogen auf die „freundlichen Staaten“, nicht so zutreffend wie sie eigentlich hätte sein sollen, denn dann wurde Thailand als bester Verbündetet der USA in Asien von den USA ganz gewaltig hinters Licht geführt und regelrecht verar****…

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Schlüsselwörter: Thailand | USA | George W. Bush | CIA | geheime Gefängnisse | CIA-Gefängnis | Folter
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