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Internet: Rund ums Internet

Unglaubliches: Gibt es Kinderhandel auf Ebay?

Der Handel mit Außerirdischen und lebenden Tieren ist verboten! – Was ist mit Babys und Kindern?

Die Titelfrage wird wohl jeder erst einmal verneinen. Kinderhandel ist verboten und so etwas gibt es doch bestimmt nicht auf Ebay – oder doch? Jedenfalls machte ich heute bei der Suche nach Angeboten die Eingabe „Babys“. Mehr als 100.000 Angebote über Puppen bis zur Babykleidung wurden angezeigt. Soweit so gut, hätte es da nicht den Vorschlag gegeben nach verwandten Begriffen zu suchen. Vorgeschlagen wurden mir dazu von Ebay u. a. die Rubriken: „lebende Babys“ und echte Babys

Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, als ich dies las. Sollten hier tatsächlich offiziell über Ebay echte, lebende Menschenbabys angeboten werden? – Nein, so etwas Perverses war nicht dabei. Doch dann kam ich auf die Idee mal über das Internet nachzuforschen. Und tatsächlich, so unglaublich es jetzt auch klingen mag, in mehreren, offiziell bestätigten Fällen wurden echte, lebende Kinder zum Verkauf angeboten.

Bereits im September 2005 wurde über Ebay das vier Monate alte Baby einer Familie aus Hemmingen im Großraum Hannover zum Kauf angeboten. Nachdem am 2. Tag der Auktion ein Krefelder User auf das Angebot stieß und umgehend die Behörden informierte, ermittelte die Polizei zunächst gegen die 35jährige Mutter des Babys wegen Kinderhandels. Doch dann stand fest, dass diese nichts mit dem ominösen Angebot auf Ebay zu tun hatte. Jemand anderes hatte das Angebot eingestellt. Thomas Klinge, ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover sagte seinerzeit dazu: „Es sieht so aus, als sei es eine Racheaktion…“

Nach der Entdeckung des Baby-Angebotes durch den Krefelder User wurde dieses sofort von Ebay gelöscht. Das Baby sollte zum Höchstgebot bei einem Mindestpreis von 10.000 Euro versteigert werden. Nach der „Produktbeschreibung“ sei die Mutter krebskrank und suche nun für das Baby einen väterlichen Freund, der ihr noch einmal eine Reise finanziere…

Die Mutter des Babys erklärte der Polizei gegenüber, dass bereits eine geraume Zeit zuvor auch ihre ältere Tochter von einem Unbekannten im Internet zum Kauf angeboten worden sei. Ebay-Sprecher Nerses Chopurian sagte zu dem Fall, das Unternehmen könne die Einstellung solcher Angebote nicht verhindern, beschäftige aber mehr als 100 Mitarbeiter, die nach Artikeln suchen, die gegen das Gesetz oder die Ebay-Richtlinien verstoßen. Allerdings sei man da auch stark auf die Hilfe der User und Behörden angewiesen…

Unglaublich, haben wir es hier doch bereits mit zwei Fällen zu tun – und das noch in einer Familie, die überhaupt nichts mit den perversen Angeboten zu tun hatte. Wer aber jetzt glaubt, dass dies ein Einzelfall war, der hat sich gewaltig geirrt. Weitere Angebote:

April 2004: Eine 41jährige Mutter und ihr Lebensgefährte stellen ihre „pflegeleichte“ 8jährige Tochter zur Ersteigerung bei Ebay ein. Bevor das Angebot entfernt nach 2 Stunden werden konnte hatte es bereits drei Bieter(!). Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelte nicht nur gegen Mutter und Lebensgefährten sondern auch gegen die Bieter!

Januar 2008: Eltern aus Hoyerswerda bieten 11 bzw. 13jähriges Geschwisterpaar für einen Tag per Auktion an.

Mai 2008: Ein Elternpaar aus Krumbach in Bayern bietet seinen 7monatigen Sohn zum Kauf bei Ebay an. Gegenüber der Polizei behaupteten die Eltern später, es habe sich bei der Auktion mit einem Startpreis von einem Euro nur um einen Scherz gehandelt. Das Baby wurde den Eltern weggenommen und in die Obhut des Jugendamtes gegeben.

So könnte man diese Liste noch erweitern. Eine Stichwortsuche („+Ebay +Kinderhandel“) über die Online-Suchmaschine google.de ergab mehr als 1.200 Treffer.

Makaber: „Ebay verbietet den Handel mit Außerirdischen“.

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Schlüsselwörter: Ebay | dubiose Angebote | Kinderhandel | Babyhandel | Polizei | Staatsanwaltschaft
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Kommentare

am 11.03.2009 13:00:16 (217.83.103.xxx) Link Kommentar melden
Was soll man schon von einer Gesellschaft erwarten ,die solchen Unternehmen eine Macht gibt, die sie nur missbrauchen. In Belgien soll auch über Ebay ein Kind angeboten worden sein. Einfach mal bitte surfen.
Und wo Kinder keien Schutz mehr haben, kommt es dann zu so was:
Mitschüler dreht druch!
"Ein Amokläufer hat an einer Realschule in Winnenden bei Stuttgart mindestens elf Schüler erschossen. Bei dem Täter soll es sich um einen 17-jährigen ehemaligen Schüler dieser Schule handeln. Der Täter floh in die Innenstadt von Winnenden."
[url] http://harrysky2009.wordpress.com/2009/03/11/mitschuler-dreht-druch/[/url]

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