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Thailand-Wundersame Buddha-Figuren (1)

Wundersame Geschichten über Buddha-Figuren

Heute noch sprechen die Thais mit Buddha-Statuen, als seien sie Menschen wie du und ich, nur eben viel mächtiger. Viele Gläubige sind der Ansicht, das Buddha-Statuen auch Wunder vollbringen können und über wundersame Kräfte verfügen.

Die geheimnisvolle Kraft Teja

Es ist die wundersame Kraft Teja, eine Art Energie, die sich auch Buddha als Folge seiner Erleuchtung aneignete. Die Bezeichnung Teja ist vermutlich aus dem Sanskritwort Deva abgeleitet. Deva bedeutet göttlich, aber auch leuchtend, glänzend, übermenschliches Wesen und Engel. Die Inder selber bezeichnen es als die Kraft aus dem Äther, etwa gleichzusetzen mit der legendären kosmischen und universiellen Kraft Vril oder dem fünften Element der Alchemisten.

Diese legendäre Kraft Teja soll eine Art elektrische Licht-Energie sein, die auch Buddha beherrscht haben soll. Dies soll auch einer der Gründe dafür sein, dass Buddha-Statuen mit Vorliebe mit Goldblättchen verziert werden, um einen glänzenden, lichtempfindlichen Effekt zu erzielen, der diese Teja repräsentieren soll.

thaipage
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Zweimal soll Buddhas Körper geleuchtet haben. An dem Tag wo er die Erleuchtung unter dem Bodhibaum fand und dann kurz vor seinem Übergang ins Nirwana. Sein Körper soll wie Gold bzw. wie ein überirdisches Licht geleuchtet und die Erde gebebt haben, so die Überlieferung. Wir finden auch viele Abbildungen, wo Buddha mit einer Art Strahlenkranz versehen ist, der diese Licht ausdrücken soll. Nur eine Legende ?

Durch dieses Teja, so ist man überzeugt, können Buddha-Statuen ein Eigenleben entwickeln. So gibt es im buddhistischen Glauben auch die Überzeugung, dass es normale und mächtige Buddha-Statuen gibt, die man natürlich besonders verehrt. Dies soll auch im Laufe der Jahrhunderte sogar bei vielen Kriegen eine wichtige Rolle gespielt haben. Hatte eine Stadt einen mächtigen Buddha, so war es für einen Feind, bei einem Angriff, mit dem Risiko verbunden, dass die Statue vielleicht ihr Teja auf sie richtete. Eventuell war dies auch der Grund, warum z.B. die Burmesen bei den Kriegen gegen Siam, obwohl ebenfalls überzeugte Buddhisten, viele Buddha-Statuen zerstörten. Waren Sie im Glauben, dadurch die macht der Buddha-Statuen und damit Siams zerstören zu können.

Es gibt in Südostasien natürlich auch Ruinenstätte. Mit Andacht weisen die Thais darauf hin, dass die Gesichter von Buddha-Abbildungen von keiner Pflanze im Ganzem bedeckt würden, da dies von ihr nicht zugelassen wird. Ihre Kraft (Eigenleben) ist damit aktiv. Dabei ist es schon verblüffend, dass tatsächlich z.B. im alten Angkor die Gesichter relativ frei sind, und die Baumwurzeln, Lianen oder andere Pflanzen in einer Art Bogen um das Gesicht wachsen. Ob etwas an dieser Geschichte wahr ist ?

Natürlich ist es schwer nachzuvollziehen, in welcher Beziehung die geheimnisvolle Kraft Teja mit dem Buddhismus steht. Seit Jahrhunderten führen Buddhismus und Animismus ein Miteinander. Dies war für den Buddhismus in manchen Zeiten und manchen Regionen auch eine Überlebensfrage. Deshalb gab es verschiedene, seltsame Symbiosen, so z.B. in Nepal, wo der Buddhismus mit hinduistischen Glaubensinhalten verschmolzen ist. Ähnliches gibt es in China und Japan. Buddhas Lehre wurde ja in einer Zeit verbreitet, wo Geisterglaube, Brahmanismus, Magie und andere seltsame Religionen weit verbreitet waren. Dies war auch Buddha bekannt. Und da er anscheinend die Gefahren erkannte, wurde auch die Regel für die Mönche bestimmt, dass kein Mönch übernatürliche Fähigkeiten vorspielen dürfte!

Insbesondere die Brahmanen waren damals sehr einflussreich. Sie waren Priester, Magier und Repräsentanten der Götter in einer Person. Das Wort Brahman kommt aus dem altindischen Veda (Wissen), und ist eine Bezeichnung für eine Rituelle Handlung die mit einem Zauberwort begleitet wurde. Auch kannten die Brahmanen fünf Elemente: Erde, Wasser, Feuer, Wind und die kosmische Kraft. Teja soll ja ein Teil der kosmischen Kraft, des fünften Elements gewesen sein.

Die Druiden der Kelten waren der festen Überzeugung, das ein geweihter oder heiliger Ort, ein so genannter nemetan, ein mythischer Mittelpunkt der Erde sei und als Kraftquelle einer Art energetischer Energie, dem fünften Element, dienen konnte (Energetik= gr. Lehre von der Energie) und zugleich Bindeglied zu den Göttern war. Die alten Griechen kannten den Ort Nemea, wo auch einer der heiligsten Tempel des Gottes Zeus stand. Zeus galt als Beherrscher der kosmischen Kraft, woraus auch seine Blitze bestanden haben sollen.

Insgesamt ist die Thematik sehr kompliziert. Trotzdem sollten wir es nicht direkt als Unsinn oder Aberglauben abtun, sondern weiterhin untersuchen. Einstein soll einmal gesagt haben, nachdem seine Relativitätstheorie zunächst bei der Wissenschaft nicht verstanden wurde: Was nicht verstanden wird, wird auch nicht akzeptiert. Betrachten wir also alles als ein grosses altes Geheimnis, dass wir vielleicht noch wenig verstehen und noch nicht richtig interpretieren können. Es ist jedoch ein Teil des Buddhismus und des Glaubens in Thailand.

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Schlüsselwörter: buddha | teja | deja | wunder | buddha-statue | thailand
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