Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Sonstiges: Kultur & Religion

Blutiges Glaubensritual am Karfreitag auf den Philippinen

Jahr für Jahr lassen sich hier Menschen ans Kreuz nageln – Manche bereits seit 20 Jahren

Foto: Paul Boden
Foto: Paul Boden
Noch gut einen Monat bis zum nächsten Osterfest. Auf den Philippinen bereitet man sich derzeit bereits wieder für eine Prozession vor, die jährlich Tausende von Schaulustigen aus aller Welt anlockt: Die Karfreitag-Kreuzigung…

Auf den Philippinen, dem einzigen überwiegend katholischen Land in Asien, spielt sich jedes Jahr die Geschichte der Kreuzigung Jesu Christus ab. Gläubige Philippiner lassen sich unter den Blicken Tausender Schaulustiger ans Kreuz nageln. Der Vatikan verurteilt die Praktiken, unternimmt jedoch bis heute nichts um sie zu unterbinden…

Angefangen hat alles im Jahre 1962 in der kleinen Ortschaft San Pedro Cutud, die etwa 70 km nördlich der Hauptstadt Manila liegt. Hier wird das Spektakel regelmäßig jedes Jahr aufgeführt. Später wurde es auch in anderen Orten kopiert und heute ist daraus eine regelrechte Touristenattraktion geworden und die ganze Atmosphäre besitzt nahezu eine Art von Volksfestcharakter. Bereits die ganze Karwoche (auf den Philippinen Mahal na Araw genannt) über bereiten sich die Menschen hier darauf vor.

Vor der eigentlichen Kreuzigung wird die Gefangennahme Jesu nachgespielt, gefolgt von der Verurteilung und häufig auch werden den freiwilligen Darstellern anschließend mit Kapuzen über den Kopf gezogen und diese dann mit nacktem Oberkörper ausgepeitscht. Danach tragen sie das schwere Holzkreuz über viele hundert Meter bis zum Ort der Kreuzigung. Jetzt werden ihnen die Arme und Füße ans Kreuz gebunden und dann mit den bis zu 15 cm langen Stahlnägeln ans Kreuz genagelt. Dieses wird danach sofort aufgerichtet. Mehrere Minuten hängen die Gläubigen so, oft in glühender Sonne, am Kreuz, bevor sie von ihrer Pein wieder erlöst werden.

Auch wenn dies makaber und grausam erscheint, die Kreuzigungen im alten römischen Reich waren noch viel grauenvoller. Dies ist ausführlich in der Enzyklopädie Wikipedia unter dem Begriff „Kreuzigung“ nachzulesen und soll hier nicht Gegenstand dieses Artikels sein.

Auf den Philippinen soll es auch bereits Ausländer gegeben haben, die sich an diesen Zeremonien der Kreuzigung beteiligten. Darunter sei auch schon eine belgische Nonne gewesen und ein Japaner, der sich Mitte der 90er Jahre im philippinischen San Fernando ans Kreuz schlagen ließ. Da dieser später hiervon Filmaufnahmen zur Verwendung in einem Pornofilm freigab, hat San Fernando seit 1997 die Beteiligung von Ausländern an der Prozession verboten. In den letzten Jahren nehmen zunehmend auch Minderjährige an den Kreuzigungen teil. Das stößt besonders auf weltweite Proteste. Aber der Vatikan, der dringend von diesem Spektakel abrät, hat bis heute nichts unternommen um es zu unterbinden…

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Karfreitag | Kreuzigung | Ostern | Philippinen | kath. Kirche | Katholiken | Prozession
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

am 09.03.2009 18:10:06 (217.83.103.xxx) Link Kommentar melden
Noch blutiger geht es zu wenn Christen "Skifahren", dfie Moral hatte schon immer die Form einer Geldmünze und somit auch zwei Seiten.
http://www.online...ticle/1463
oder
http://harrygambl...press.com/

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.04 Sekunden
38,089,380 eindeutige Besuche