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Lokales: Sonstiges

Jetzt sollen Thailands Geister elektronisch vertrieben werden

Viel Geld für nichts? – Alles nur ein Fake? – Was sagen die Geister dazu?

Werden die Ghost Busters in Thailand bald arbeitslos? Nach jüngsten Meldungen aus Thailand wird jetzt ein elektronisches Gerät angeboten, das alle Geister vertreiben soll. 22.000 THB (440 Euro) soll es kosten. Ein Preis, den sich wohl kaum ein Thai leisten kann, entspricht er doch bereits für die Mittelschicht einem durchschnittlichen Jahreseinkommen.

Das ganze Gerät erinnert – rein optisch gesehen – auf den ersten Blick an einen Starenkasten wie wir ihn von unseren Straßen her kennen und nennt sich Trisaksri Ghost Repeller, was im Deutschen soviel wie „elektronischer Geistervertreiber“ bedeutet. Nach der Werbung sollte dieses Gerät in keinem Haushalt fehlen. Diese Aussage wird erst recht verständlich, wenn man bedenkt, dass der Animismus in Thailand an der Tagesordnung ist und es kaum einen Thai gibt, der nicht an Geister glaubt. Und von diesen gibt es in Thailand mehr als genug. Das Gerät, so heißt es, erzeugt „elektromagnetische Killerwellen“, die die Geister nicht vertragen können, da sie sehr „megnetfeldempfindlich“ sind.

Da gibt es die Geister des Grundstücks, für die in der Regel auch ein Geisterhäuschen als neues Zuhause errichtet wird, damit diese aus dem Wohnhaus fern bleiben. Und wenn jemand ein altes Haus gekauft hat, dann könnte sich ja auch der Geist eines der Vorbesitzer darin befinden. Auch diese, so verspricht die Werbung weiter, werden durch den elektronischen Geistervertreiber aus dem Haus gescheucht. Und so (immer noch laut Werbung) spart der Eigentümer des Hauses mit der 22.000 Baht Investition viel Geld, da das Haus nach dem Einschalten des Gerätes fluchtartig von den Geistern verlassen wird. Die Bewohner hingegen können bleiben und müssen sich nicht ein neues Haus kaufen…

Der bekannte Buchautor Günther Ruffert meint dazu: „Wer glaubt, dass nachts böse Geister durchs Haus schleichen, der glaubt auch, dass so ein Gerät Geister vertreiben kann“, und wundert sich, dass nicht früher schon jemand auf die Idee gekommen ist. Aber auch negative Stimmen wurden schon laut. So schreibt dann auch jemand im Forum der deutschsprachigen, thailändischen TIP-Zeitung: „Wer 22.000 THB für so einen Sch… ausgibt muss Kirre Birne sein.“ Auch erste Stimmen werden laut, die meinen dass der ganze Rummel um den elektronischen Geistervertreiber lediglich die Folge auf einen groß angelegten Schwindel ist, den ursprünglich ein Schweizer aufgebracht hat um mehr Leser auf seine Website zu locken.

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Schlüsselwörter: Thailand | Geister | elektronischer Geistervertreiber | Animismus | Geisterhäuschen
1&1 DSL

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