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Sonstiges: Kultur & Religion

Der Prinz der Buddha wurde (5)

Eine kurze Nacherzählung aus dem Leben Buddhas

Nach langer Zeit der Medidation wird der junge Prinz zum Buddha. Nun wurde aus dem einstigen Prinzen der Erleuchtet, der Buddha. Er blieb noch weitere sieben Tage unter dem Bodhibaum, um wieder in tiefer Meditation zu verfallen, so dass er nichts mehr von außen wahrnehmen konnte. Als später ein starker Monsunregen einsetzte, schien es so, dass Buddha aus seiner tiefen Meditation geweckt werde, aber da erschien plötzlich eine siebenköpfige Riesenkobra vor ihm, die Mucilinda hieß. Doch sie bedrohte nicht Buddha, sondern streckte alle ihre sieben Köpfe über Buddha, um ihn vor dem starken Regen zu schützen, damit Buddha seine tiefe Meditation ungestört fortführen konnte.

Nach den sieben Tagen wusste Buddha, das er nun die vollkommene Erkenntnis erlangte. Er beschloss seine Erkenntnisse den Menschen mitzuteilen, damit jeder die Möglichkeit hatte, das Leid zu überwinden und aus dem unheilvollen Kreislauf der Wiedergeburt entfliehen zu können. Denn viele Menschen hatten Angst vor der Wiedergeburt, da niemand so recht wusste, ob man als Mensch, Tier, Insekt oder Pflanze wiedergeboren würde. Nach 49 Tagen tiefer Meditation hatte der 35jährige Siddharta die vollkommene Erleuchtung erlangt.

Es begann seine erste Wanderung, die ihn nach Gaya führte. Dort blieb er 7 Wochen, um seine Erkenntnisse mitzuteilen. Danach wanderte zu der Stadt Sarnath, die sich in der Nähe der Heiligen Stadt Binares befand. In Sarnath trafen sich wandernde Asketen, Weise und Fakire. Dort traf er auch die 5 Asketen, die er einst verließ und die ihn dafür beschimpften. Nun erzählte er ihnen von seinem Weg und wie es ihm gelang, die Ursache des Leidens herausgefunden zu haben und das Leid überwunden zu haben. Die Asketen hörten ihm gebannt zu und wurden seine ersten Jünger.

Es gingen viele Monate ins Land, und Buddha unterrichtete sie so lange in seiner Lehre, bis er fand, das sie nun soviel von der Lehre gelernt hatten, um diese auch anderen Menschen zu offenbaren. Bald darauf kamen immer mehr zu Buddha um neugierig seine Lehre zu hören, so dass er bald viele Anhänger hatte, die zum Zeichen ihrer Zugehörigkeit zu Buddha, sich ebenfalls rasierten, ihr Hab und Gut verschenkten, safranfarbene Mönchsgewänder anzogen und nur mit einer Almosenschale ausgestattet Buddha zuhörten und folgten.

Damit auch alle Anhänger der Lehre ihren rechten Weg gehen würden, führte Buddha ein Einweihungsritual ein, das der Drei Juwelen. So musste jeder Anhänger der Lehre folgendes Aussprechen, um aufgenommen zu werden:

» Ich nehme Zuflucht zu Buddha. » Ich nehme Zuflucht zu Dharma (die Belehrungen) » Ich nehme Zuflucht zu Sangha (die Mönchsgemeinde)

Als seine Anhängerschaft von Tag zu Tag größer wurde, wurden einige Priester der Brahmanen neidisch, da auch viele ihrer Anhänger lieber Buddha zuhörten. Die Brahmanen waren auch für ihre magischen Künste bekannt, so dass viele Anhänger Buddhas befürchteten, dass sie Buddha bekämpfen wollten. Doch auch Buddha konnte Wunder vollbringen.

Alsbald gab es bei den Brahmanen einen Aufruhr, hatte sich doch eine große zischende Schlange in einer Hütte, wo das heilige Feuer eines Feuergottes der Brahmanen brannte, verkrochen. Keiner der drei Hohenpriester der Brahmanen wagte sich in die Hütte, um die große Schlange zu fangen. Als Buddha das sah, lächelte er und begab sich zur Hütte. Seine Anhänger und die Brahmanen waren entsetzt, als Buddha mit ruhigen Schritten in die Hütte ging und wenige Augenblicke später wieder aus der Hütte, mit der Schlange, heraustrat. Er hatte die Schlange in eine Natter verwandelt, die nun zusammengerollt auf seiner Almosenschale ruhte. Als dies die Hohenpriester sahen, hörten auch sie den Lehren Buddhas zu und wurden seine Anhänger. So kam es auch, das Buddha friedvoll mit Andersgläubigen redete und man sich gegenseitig zuhörte.

Buddha lehrte viele Jahre seine Lehre und er hatte bereits viele Anhänger, als er darüber darüber nachdachte, dass er noch nicht sein Versprechen eingelöst hatte. Er hatte versprochen, das er dann zum Fürstenpalast zurückkehren würde, wenn er die Ursache für die Leiden der Menschen und deren Überwindung kenne. Nach sechs Jahren machte sich nun der einstige Prinz zum Fürstenpalast auf, um seiner Familie zu berichten. Lange, bevor Buddha den Fürstenpalast erreichte, wusste man schon von seiner Rückkehr. In der Stadt Kapilavastu war alles festlich geschmückt und die Menschen jubelten ihn zu.

Am Fürstenpalast angekommen, wartete schon Fürst Shuddhodana voller Ungeduld. Als er seinen Sohn im safranfarbenen Gewand sah, seinen ruhigen Schritt und seine klaren Augen, da wusste er, dass die Prophezeiung der Astrologen in Erfüllung gegangen war.

So saßen zunächst Vater und Sohn nach den vielen Jahren der Trennung zusammen, und Buddha erzählte seinem Vater von jener Nacht, als er unter dem Bodhibaum die Erkenntnis erlangte. Nachdem er seinem Vater alles erzählt hatte, ging er in das Gemach seiner Gemahlin Yasodhara, die er vor sechs Jahren ohne Abschied verließ.

Yasodhara war wütend, als sie Buddha sah, denn sie konnte ihm nicht verzeihen, dass er sie und ihren gemeinsamen Sohn einfach verlassen hatte. Doch als sie Buddhas ruhigen Blick sah und seine innere Ruhe spürte, vergaß sie ihre Enttäuschung, umarmte ihn, um zu verzeihen. Auch ihr erzählte er alles, was ihm widerfahren war, und wie er die Erkenntnis unter dem Bodhibaum erlangte. Sie sprachen lange, und sie war sogar damit einverstanden, das Rahula, ihr gemeinsamer Sohn, dem Vater folgen und das Mönchsgewand tragen solle.

Im Fürstenpalast erinnerte vieles an seine einst geliebte und verstorbene Mutter, Fürstin Maya. Buddha war traurig, wollte aber seine Aufgabe, seiner Mutter auch seine Erkenntnis weiter zu geben, unbedingt erfüllen. So wird erzählt, das er spät in der Nacht in tiefe Meditation verfiel, und seine verstorbene Mutter im Himmelreich des Gottes Indra besuchte, wo sie von Indra wiedergeboren wurde. Es gelang ihm so, auch seiner Mutter seine Lehre weiterzugeben, und die Götter Indra und Brahma geleiteten ihn zur Erde zurück, bis er aus seiner tiefen Meditation erwachte.

Er verließ nach einiger Zeit nicht nur mit seinem Sohn Rahula den Fürstenpalast, sondern auch sein jüngerer Bruder Nanda und sein Cousin Ananda folgten ihm, und gemeinsam wanderten sie viele Jahre durch das Tal des Ganges, und verkündeten überall seine Erkenntnis: "Das Leben der Menschen ist Leiden, doch die Ursache für das Leiden sind ihre Begierde nach Geld, Macht und Ruhm. Nur wer diese Begierden bei sich selbst besiegt, wird vom Leid erlöst werden." Um den Anhängern den rechten Weg zu beschreiben, erklärte er ihnen den achtfachen Weg, um das Leiden zu überwinden. In immer mehr Orten gründete man Mönchsorden.

So breitete sich der Buddhismus immer weiter aus, und von den Spenden der Laienanhänger wurden Klöster gebaut, und erhielten die Mönche auch Essen und Trank. So entstand das Prinzip des Austausches: die Mönche unterweisen die Laien in den Lehren, und die Laienanhänger geben dafür den Mönchen Essen, Trank, Medizin und Kleidung.

Auf den vielen Wanderschaften begegnete Buddha den Menschen und Tieren mit Ruhe und Güte. Viel Wunderbares wird berichtet. So soll Buddha einen wild gewordenen Elefanten mit nur einer Handbewegung besänftigt haben, als dieser im Dorf alles zertrampeln wollte. So glaubte man, das Buddha die Macht besaß, mit Tieren reden zu können.

Die Zeit verging und in den vielen Jahren gab es schon Tausende Anhänger Buddhas im Tal und außerhalb des Tales, es gab Mönchsgemeinden in Klöstern und Wandermönche, die die Lehre verbreiteten. Jetzt war Buddha schon alt geworden, und er wusste genau, dass ihm das Alter und eine Krankheit bald zusetzen könnten. Er merkte, das wohl auch er bald sterben müsste.

So unternahm er seine letzte Reise, und begab sich mit einigen Anhängern nach Kuschingara. In einem Wald versammelte er seine mitgekommenen Anhänger um sich und ließ sich auf sein Lager nieder. Er sprach zu seinem Lieblingsjünger Ananda: "Mach mir ein Lager zwischen den Bäumen, denn ich bin sehr müde von der langen Reise." Als das Lager fertig war, legte Buddha sich auf die rechte Seite, den Kopf nach Norden und das Gesicht nach Westen gerichtet.

Seine Anhänger wurden sehr traurig, denn sie sahen, das sich ihr Lehrmeister bereit machte zu sterben. Ananda weinte und niemand wusste so recht, was zu machen wäre. Dies sah Buddha und er sprach zum letzten Mal zu seinen Anhängern:

"Seid nicht traurig, denn jedes Lebewesen muss einmal sterben, ungeachtet der Herkunft, des Alters oder des Ranges. Wir alle müssen mal sterben, so wie die Vase aus Ton auch einmal zerbricht. Dies ist das Schicksal der Sterblichen."

Buddha schloss nun für immer seine Augen, versank in tiefe Meditation und ging so ins Nirvana ein. Dabei strahlte sein Körper wie helles Sonnenlicht und die Götter im Himmel, die seinen Tod sahen, ließen vom Himmel große goldene und purpurfarbene Blumen fallen.

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Schlüsselwörter: buddha | maya | Siddhartha | buddhismus
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