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Politik: Politische Meinung

Emmely, die Stigmatisierung, Ver.di und der Rest von den Grünen.

Wann kommt Emmely hinter Gittern?

Was sich im Fall Emmely und der teilweise an eine „Schlammschlacht“ erinnernden Stigmatisierung eines Opfers abläuft, zeigt, wie tief der moralische und rechtliche Verfall in dieser Gesellschaft voran geschritten ist.

Obwohl bis heute nur eines fest steht, dass Emmely beschuldigt wird, 2 Coupons a 48 und 82 Cent „entwendet“ zu haben und diese an einer Kasse an der selben Filiale eingelöst zu haben, wird schon vom Mob das Urteil gefällt. Sie habe geklaut. Dabei finden diese Debatten im Stile des in der zwischen Zeit bekannten Cybermobs statt, in Foren und Leserbriefen. Die Berliner Morgenpost, auch „Mottenpost“ im Straßenjargon genannt, will hieraus Kapital schlagen, ohne Achtung vor der Würde des Menschen und dem Respekt gegenüber einem Opfer.

Emmely ist nun mehr oder weniger Deutschlands bekanntestes Beispiel für die Stigmatisierung eines Opfers. Am Ende eines solchen Prozesses kann sich dann das Opfer nur noch durch Wohnortwechsel oder gar Flucht ins Ausland retten. Emmely fehlen dazu jedoch die wirtschaftlichen Verhältnisse, wie so vielen Hartz IV Opfern, wenn nicht gar fast allen.*

Doch zurück zum Vorgang der Pfandmarkencouponshow a la Kaiser. In der Berliner Morgenpost vom 01.03.09 nimmt der Geschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) in Djangomanier das Recht schon mal in die eigene Hand. So behauptet Herr Heribert Jöris, in seiner Zweitfunktion auch Arbeitsrechtsexperte, das Urteil sei zu begrüßen und „Diebstahl ist kein Kavaliersdelikt.“ Dann sollte man von einem Journalisten erwarten, dass er zurück fragt, warum wurde nicht umgehend die Polizei geholt, als angeblich die Kassiererin und ihre Beobachtungskollegin den Vorfall feststellten? Oder herrschen bei Kaisers schon Wild West Regeln, dass man das Gesetz einfach in die eigene Hand nimmt?

Was sagt eigentlich der Betriebsrat und Ver.di dazu? Im Betriebsverfassungsgesetz steht eindeutig drin, das der „gewählte Interessenvertreter“ den Betriebsfrieden erhalten muss. Also kommt ihm ein Fall von Diebstahl zu Kenntnis, in die sogar 3 Kolleginnen verstrickt sind, muss er umgehend die Polizei und den Staatsanwalt verständigen, nur so kann er den Betriebsfrieden bewahren. Denn nur diese beiden Organe sind berechtigt, Ermittlungen zur Aufklärung zu führen. Warum ist dies nicht geschehen? Oder wusste gar der Betriebsrat, dass man Emmely mit dieser „Schmierenkomödie a la Pfandflaschen Coupons“ fertig machen wollte? Hier zieht so ein seltsamer Geruch durch die Geschichte, der zu einer Institution passt, die auch in Höhenschönhausen zu DDR Zeiten die „ungekrönten Herrscher“ über Leben und Tod waren.

Und Ver.di? Der Namen bürgt so langsam für „Qualität“ in dem Sinne, in dem sie Wolfgang Thierse im Fall Emmely charakterisiert hat. Ver.di soll von Emmely abgerückt sein, so behauptet das auf jeden Fall die BZ vom 27.02.09 und beruft sich auf diesen „schnittigen Vertreter des Kaiserimperiums, einen Herrn Tobias Tuchlenski. Stimmt das nun oder nicht? Warum ist ver.di von Emmely plötzlich abgerückt? Hat man gemerkt, dass da die Damen und Herren vom Betriebsrat mal wieder Gott in der falschen Veranstaltung gespielt haben? Auf einer Internetseite von „Handel.bb.verdi.de, Aktuelles, Solidaritaet_mit_emmely“ liest man was ganz anderes, ohne konkret Was vom Betriebsrat zum Beispiel zu lesen, warum beim feststellen der Coupondiebstahls nicht umgehend die Polizei geholt worden ist? Sondern man beharrt auf seiner arroganten Haltung, die Öffentlichkeit nicht zu informieren, sondern verweist darauf, dass man für Emmely einen Kompromiss ausgehandelt hätte. Welchen Kompromiss? Wenn Emmely sich unschuldig bekennt, muss das Gegenteil bewiesen werden, wo ist der Beweis nach rechtsstaatlichen Prinzipien bitte? Ver.di schweigt weiter und trägt nichts zu Aufklärung bei. Und wenn man die Internetseite durch liest, wo bitte rückt ver.di von Emmely ab? Haben wir vielleicht hier einen internen Machtkampf von Ver.difunktionären auf dem Rücken von Emmely?**

Es wäre nun Zeit, dass sich mal hier zu endlich der Chef von Ver.di äußert, Herr Bsirske, auch Mitglied der Grünen, die so gerne ihre Vergangenheit als Bürgerrechtspartei feiern. Was ist nun Herr Bsirske? Wer Herrn Bsirske nicht so kennt, der sollte mal nachlesen was da mit den Lufthansatickets abging. Nein, nicht 1,30? In die Südsee muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Herr Bsirske hat dies jedoch nicht nötig, denn das bezahlte bisher immer Lufthansa, bis 2008 eben, als die Sache das Licht der Öffentlichkeit erblickte.*** Und dann sollte sich Herr Bsirske, Ver.di BB Handel und der Betriebsrat von Kaisers mal die Story aus Brüssel und der Supergrünen Abgeordneten anschauen, quasi die Genossin von Herrn Bsirske. Hier geht es mal so locker um 200 und etwas mehr Euro; die man durch einen einfachen Eintrag in eine Liste mal so eben bekommt, wenn man Parlamentarier ist. Übrigens die Dame kommt aus Berlin, und es wäre doch eine tolle Sendung, Emmely, der Betriebsrat von Kaisers, Bsirske und Frau Hiltrud Breyer diskutieren über den Schwachsinn einer Verdachtskündigung und die kriminelle Energie von „Emmely.“ Das wäre doch mal eine Supershow. Was meinen Sie dazu?****

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*** http://www.bild.d...rueck.html

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**** http://de.truveo....Abzocke+in

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Schlüsselwörter: Emmely | Cybermob | Grüne | Bsirkse | Ver.di BB Handel | Berliner Morgenpost | EU | Stigmatisierung
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Kommentare

MarBrun
am 01.03.2009 11:59:09 (90.187.10.xxx) Link Kommentar melden
Als freier Journalist im Bereich Polizei-/ und Gerichtsreportagen muss ich an dieser Stelle auch einmal die Damen und Herren Kollegen mit dem erhobenen Zeigefinger entgegen gehen.
Das was, auchgerade von einer der größten Boulevard "Zeitung" Deutschlands als Hetze gegenüber den deutschen Gerichten gemacht wurde, gehört nicht in die deutsche Medienlandschaft.
Ganz gleich, wie das Urteil gefallen ist.
Wer deutsche Gerichte in Form von Hetze und blödsinnigen Kommentaren öffentlich kritisiert, gehört selber vor dem gleichen. Tatvorwurf: Volksverhetzung!

Wir alle täten gut daran, die Entscheidungen eines hohen Gerichtes nicht in Frage zu stellen.
am 01.03.2009 12:56:45 (217.83.71.xxx) Link Kommentar melden
Hallo MarBrun,
beim den Arbeitsgerichten handelt es sich nicht um ein "hohes Gericht". Das hohe Gericht wäre das BAG, zu dem Emmely hin gehen dürfte, wenn man ihr diesen demokratischen Rechtsweg nicht versperrt hat. Nur auf dem Wege der Arbeitsgerichte gibt es diese Möglcihkeit, dass Landes- Bundesrecht bricht. Schon dieses Novum zeigt, hier stimmt was nicht.
Beim BAG sind Profis, die hätten schon die Frage gestellt, warum haben Sie diesen "Diebstahl" nicht angezeigt"? Dann wäre das Kartenhaus zusammen gefallen.
Ich halte s für gut, dass Thierse sich klar positioniert hat, ob nun Medienwirksam mit de´m Anwaltsverein zusammen oder nicht. Sehr gut ist, dass der Anwalt alle Rechtswege ausschöpfen will und wohl auch wird, das ist gerade für Mobbingopfer ein Meilenstein in der Rechtssprechung. Bisher mussten alle Opfer wegen Geldmangel, schlechten Anwälten oder gesundheitlichen Gründen aufgeben. Mit Emmely wird endlich der zweite große Fall in der Arbeitsrechtssprechung vor dem EU-Gerichtshof möglicher Weise verhandelt.
Ein Arzt hat die sakrosante Allianz aus Behörden und Gewerkschaften Mitte der 90er. Jahre schon mal verklagt und gewonnen, danach war die Mammutdienstplangestaltung der Krankenhäuser für ihre Notärzte endlich Makulatur.
Und die Regierung mit ihren Vertretern musste klein bei geben. Kennst Du noch den Fall?
Mich hat auch im Zusammenhang mit IM Erika, den Stasiopfern und dem neuen "Revisionismus" der DDR-Menschenrechtsverletzung immer gewundert, dass niemand bis vor das EU-Gericgt ging und eine lebenswerte Opferrente gefordert hat,
Demokratie seit den Konzepten der alten Griechen lebt vom Disput der Bürger, der Diskussion und den Forderungen an Staat und Gesellschaft. Hört die auf, zerfällt das Staatswesen und die Diktatur tritt an ihre Stelle, egal wie sie dann geformt ist. Putin lässt grüßen, seine Speilkameradinnen aus DDR-Zeiten sitzen ja auch wieder in den Sesseln der Macht. Seltsam, oder wie weit wir schon wieder sind?
Gute Besserung.;-)
Ulrich Brosa
am 01.03.2009 21:27:34 (91.34.68.xxx) Link Kommentar melden
Hetze gegenüber den deutschen Gerichten???

Was sind Gerichte anderes als Mobbing-Behörden? Diffamierung und oft endgültige Zerstörung von Menschen, die sich gegen die jeweilige Herrschaft aufgelehnt haben. Christen sollten das wissen. Ihr Held, Jesus von Nazareth, wurde als Aufwiegler mit einem typischen Justizmord in zwei rechtsstaatlichen Instanzen gedemütigt, gefoltert und möglichst qualvoll ins Jenseits befördert.

Ich habe Grundrechtsverstöße des 2.Ss des Oberlandesgerichts Frankfurt a.M., des höchsten hessischen Strafgerichts, gesammelt:
http://www.althan...rtler.html
Es nur ein Glück, dass diese Halunken nicht mehr unmittelbar die Todesstrafe verhängen dürfen.
am 01.03.2009 23:01:23 (217.83.71.xxx) Link Kommentar melden
Christen bei uns sind was ganz besonders, einfach mal kurz lesen, dann weiß man, wohin die Fahrt geht.
Die CDU und das Heroin
http://www.jetzt-....php?id=71
Bei uns ist doch in der Zwischenzeit nicht nur ein Urteil von "asozialer Qualität", sondern eine ganze Kaste aus Juristen und Politiker.
am 02.03.2009 16:18:51 (217.83.101.xxx) Link Kommentar melden
Wie gesagt, die Großen lässt man laufen, die Kleinen hängt man auf.
"Ein Jahr Haft für Franjo Pooth wegen Bestechung
Franjo Pooth ist zu einem Jahr Gefängnis unter anderem wegen Bestechung verurteilt worden. Ein entsprechender Strafbefehl sei rechtskräftig, die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, teilte das Düsseldorfer Amtsgericht mit. Außerdem muss Pooth 100.000 Euro zahlen", aus der Portokasse, denn er hat bekanntlich Millionen Schulden hinter lassen.
"Beide Banken hatten Maxfield Kredite in Millionenhöhe gewährt, für die er teilweise persönlich gebürgt hatte. Die Chancen der Banken, das Geld wiederzusehen, gelten als schlecht." So ist das mit den Reichen und Schönen, und den Herren Richtern.
"Der einst gefeierte Jungunternehmer mindestens 19 Millionen Euro Schulden hinterlassen habe." Und dann vergleiche man das mit Emmely, die alles verloren hat, wegen einem Verdacht und 1,30 Euro.
am 02.03.2009 16:19:11 (217.83.101.xxx) Link Kommentar melden
Der Link:
http://stars.aol.de/Stars-News-Welt/Jahr-Haft-Franjo-Pooth-wegen-Bestechung-1776512204-0.html
musel
am 03.03.2009 19:30:04 (88.73.171.xxx) Link Kommentar melden
hallo harry! als ich am montagabend deinen artikel gelesen habe, ist mir schier das herz aufgegangen. hast du etwa im gerichtssaal gesessen???? ich habe tränen gelacht und auch emmely hat sich öfter prustend dazu geäussert..... ich möchte hier und jetzt nur noch mal etwas erwähnen: 1. arbeite ich in dem gleichen job wie emmely 2. jeder vedächtige kann von uns zwar festgehalten werden und bei einem diebstahl bekommt er von uns sogar ein hausverbot ausgesprochen, aber jeder verdächtigte angestellte muss seine unschuld nach einigen tagen oder gar wochen beweisen. da fängt man an, über möglichkeiten nachzudenken und nicht darüber, irgendwelche kollegen zu beschuldigen. 3.schaut doch einfach mal im internet, es gibt sogar schon anleitungen, wie man am besten eine verdachtskündigung inziniert. sollte man soetwas wirklich vorschubt gewähren? und zu guter letz möchte ich nur noch eines sagen. man hat sich immer auf den bienenstichfall bezogen. die kollegin hat es damals zugegeben, das stck kuchen gegessen zu haben. emmely beteuert bis heute ihre unschuld......
in diesem sinne und auf weitere erfreuliche nachrichten aus deiner feder
musel
am 04.03.2009 13:50:58 (217.83.103.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Musel,
nein, aber ich hatte meinen Fall auch beim LAG. Ich hatte Korruption zur Anzeige gebracht und wurde daher ohne Kündigungsgrund nach 15 Jahren gekündigt. Obwohl ich Beweise und Zeugen hatte, die der Richter nicht vorgeladen hat, wurde ich dann nach zwei gewonnen Instanzen, Vergleich plus Arbeitsgerichtsurteil vor dem LAG fertig gemacht. peitionen laufen derzeit usw...Sorry ich habe wenig zeit heute und melde mich nochmals.
Das LAG Berlin-Brandenburg will sich als "Kündigungsmaschine" profilieren, es geht um die Abschaffung des gesamten Kündigungschutzes und Arbeitsrecht. Arbeitsgerichte sind politische Instanzen und keine unabhägigen Gerichte.
Gruß Na Emmely, nicht aufgeben den Prozess vor dem EU-Gerichtshof gewinnt sie auf jeden Fall, gespaannnt muss man sein, wie das Bundesverfassungsgericht sich positioniert. Und ihr Anwalt muss durchhalten. Wenn es Porbleme mit dem Geld gibt, sagt bitte Bescheid, wir schalten dann Aufrufe zur Unterstützung:
1,30 Euro für Emmely und 2000 Bürger solten helfen.
Solche Aktionen kommen immer gut an.
http://wir-antimo...gspot.com/
Ich melde mich wiede.
am 04.03.2009 14:34:09 (217.83.103.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Musel,
noch eines kurz, Thierse bekommt jetzt wohl sein fett ab, das machen die Genossen gerne:
Und wenn einer sich wie "C" verhält, und sich anmaßt einen eigen Standpunkt zu haben, dann wird er fertige gemacht, wie immer druch die Hintertüre.
Nachdem Thierse sich zum Fall Emmely positioniert hat, was vielen nicht gefällt, folgt nun die Abrechnung auf einem Feld, in dem per Entscheid der Büger sagen soll, was er will.
"Wolfgang Thierse zeigt Kante im Fall von Emmely."
http://www.onlinezeitung24.de/article/1411
Und jetzt nun die Retourkutsche:
"Zu groß sei die Distanz zwischen Thierse und dem Landesverband, sagt einer aus der Führung. Thierse kümmere sich zwar um seinen Wahlkreis, aber nicht wirklich um Berlin."
http://www.morgenpost.de/berlin/article1045403/In_der_SPD_rangelt_Jung_gegen_Alt_um_die_Plaetze.html
Soll sagen, Emmely ist keine Bürgerin? Oder, Thierse, misch dich nicht in unseren Klüngel um das LAG-Berlin-Brandenburg ein?

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