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Sonstiges: Reise

Seit dem 1. Februar 2009: Nur noch mit der PipiCard nach Venedig

Drei Euro kostet die Tageskarte fürs „stille Örtchen“ – Das gibt 60 Millionen Mehreinnahmen pro Jahr

Seit dem 1. Februar dieses Jahres muss jeder Tourist, der in Venedig eine öffentliche Toilette aufsuchen will, im Besitz einer PipiCard sein. Die kostet stolze 3,00 Euro. Venedigs Stadtväter erhoffen sich so jährliche Mehreinnahmen von 50 bis 60 Millionen Euro…

„Das Pipi machen wird in Venedig teuer.“ So schrieb die italienische Tageszeitung La Repubblica. Ausgedacht haben sich das Venedigs Stadtväter um die leeren Stadtkassen wieder zu füllen. Wie Bürgermeister Massimo Cacciari sagte, sind Venedigs Kassen leer und benötigte Gelder für Sanierungen und Instandhaltungen von Kirchen oder Denkmälern sind ebenso wenig vorhanden wie für die dringend notwendige Ausbaggerung der Kanäle oder die Restaurierung des Dogenpalastes, der über und über mit privater Werbung beklebt wurde. „Venedig hat keinen Cent mehr!“ So sieht der Bürgermeister dann auch schon das historisch-kulturelle Erbe der Dogen-Stadt in Gefahr. Lediglich für das geplante Deichsystem zum Schutz gegen Hochwasser, das 4,5 Milliarden Euro kosten soll, gebe es noch Geld.

21 Millionen Besucher zählt die Lagunenstadt Venedig durchschnittlich im Jahr. Da kommt man schon mit der PipiCard auf eine stolze Summe, die mit dazu beitragen soll, dass sich die Stadt über Wasser halten kann. Nur in der Nebensaison kann die PipiCard für die Hälfte (= 1,50 Euro) über das Internet online gebucht und bezahlt werden – wie andere Eintrittskarten und Fahrscheine auch.

Für die Venezianer selbst wird es etwas billiger, die bekommen eine Abokarte. Und so ist dann da auch schon mal die Rede vom „Flatrate-Pinkeln“, „Klo-Erlass“ oder dem „Geschäft mit dem Geschäft“. Auch wenn man darüber eher lachen kann und alles sowieso ein wenig ins Lächerliche gezogen wird, ernst wird es spätestens dann, wenn man in Venedig ist und die Blase drückt. Wehe dem, der dann noch keine PipiCard hat

Etwas Ähnliches wie diese „WC-Card“, die laut Venedigs Stadtvätern zu einem nachhaltigen Tourismus beitragen soll, hatte es zuvor bereits mit der VeniceCard gegeben. Dabei handelte es sich um ein Mehrtagesticket für die Benutzung von Verkehrsmitteln und den Eintritt in Museen und Sehenswürdigkeiten. Zwei tägliche Klobesuche waren ebenfalls darin enthalten.

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Schlüsselwörter: PipiCard | Venedig | Kanäle | Dogen-Palast | leere Stadtkasse
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