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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

Antarktis - Neumayer-Station III eingeweiht

Neue deutsche Forschungsstation nimmt Betrieb auf

Unter der Federführung des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung wurde die neue deutsche Antarktis-Station errichtet.

Neumayer I und Neumayer II

Benannt nach dem deutschen Polarforscher Georg von Neumayer, wurde im Jahre 1981 die erste Station Neumayer I in Betrieb genommen. Die Konstruktion bestand aus einer großen stabilen Stahlröhre. Nach 11 Jahren Betriebszeit musste die Station aufgegeben werden, und die Neumayer II-Station nahm 1992 ihren Betrieb auf, wobei das Konzept der Stahlröhren-Konstruktion beibehalten wurde. Aufgrund der sehr rauen klimatischen Verhältnisse in der Antarktis ist ein Schneefall von 80-100 cm pro Jahr die Regel. Die Vorgängerstation Neumayer II liegt inzwischen etwa 15 Meter unter der Schneeoberfläche. Durch die entstehenden Druckverhältnisse und Verformungen der Stahlröhre wäre der sichere Betrieb nicht mehr möglich, so das ein notwendiger Neubau schon frühzeitig geplant wurde.

Nach einer Bauzeit von nur sieben Monaten und Gesamtkosten von 40 Millionen Euro, hat das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, mit Unterstützung des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die neue deutsche Forschungsstation nun errichten können. Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan hat die Neumayer-Station III eingeweiht, die damit offiziell den wissenschaftlichen Betrieb aufnimmt.

Lage

Die Forschungsstation liegt 6,5 Km auf dem Ekström-Schelfeis im Dronning Maud Land in der Antarktis.

AWI
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Die Neumayer III-Station wurde ganz neu konzipiert und gehört zu den modernsten Antarktis-Forschungsstationen der Welt. Das alte Stahlröhrenkonzept wurde nach jahrelanger Forschung und Versuchsreihen durch ein kombiniertes Gebäude ersetzt, das auf einer modernen Stahl-Plattform oberhalb der Eisoberfläche steht. Die Station steht auf insgesamt 16 Stahlstützen, wobei jede einzelne Stütze mit Hilfe von hydraulischen Hebevorrichtungen angehoben werden kann. Dadurch kann der Schneezuwachs jederzeit ausgeglichen werden kann. So schätzt man, dass damit die Nutzungsdauer gegenüber den alten Stationen verdoppelt werden kann.

Ein großer weiterer Vorteil der neuen Konstruktion ist es, das die komplette Station bei Bedarf vollständig abgebaut werden kann. Damit wurde auch eine wichtige Forderung des Umweltschutz-Protokolls für die Antarktis erfüllt. Die Stromversorgung erfolgt über Dieselgeneratoren und eine Windkraftanlage. Geplant ist es jedoch, in den nächsten Jahren weitere 4 Windkraftanlagen zu errichten.

Die Station ist komfortabel mit wissenschaftlichen Laboratorien, Wohnräumen, Sanitäranlagen, eine Krankenstation und Mensa ausgestattet. Sie dient nicht nur als Observatorium, Forschungsstation und deutsches logistisches Zentrum am Südpol, sondern wird auch die Basis für zukünftige Inlandexpeditionen sein. Die Station bietet großzügigen Platz für insgesamt 40 Personen. Den ganzjährigen Betrieb stellen insgesamt neun Personen sicher.

AWI
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Die technischen Daten der Neumayer III-Station

Gesamtgewicht: 2.300 Tonnen Stationscontainer: 100 Stück (Deck 1 und 2) Breite: 26 Meter Länge: 68 Meter Gesamthöhe: 29 Meter Höhe der Station: 21 Meter (ab Eisoberfläche) Stützenfreiraum unter der Plattform: 6 Meter Nutzfläche: 4.473 m2, davon 1.850 m2 klimatisiert Energieversorgung: 3 Dieselaggregate mit je 160 kW, 1 Notstromaggregat mit 160 kW, 1 Windkraftanlage mit 30 kW Unterkünfte: 15 Räume, 40 Betten Labore und Büros: 12 Räume Winterpersonal: 9 Personen Bauzeit: 7 Monate

Ein wichtiger Beitrag für die internationale und deutsche Antarktis-, und Klimaforschung!

Weitere Informationen und Fotos über die neue Forschungsstation in der Antarktis findet man auf diesen sehr guten Webseiten:

http://www.awi.de...ation_iii/

http://neumayer.r...edition.de

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Schlüsselwörter: Antarktis | Südpol | Neumayer | Alfred Wegener | Polarfoschung | Klimaforschung
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Kommentare

am 27.02.2009 11:22:49 (91.65.26.xxx) Link Kommentar melden
Ist das die Nachfolgestation Neuschwabenstein oder sollen die danach suchen? Oder soll die Station die Norweger überwachen um die Geheimstation und die geheimen Hangar`s der UFO`s auszuforschen? Oder tatsächlich nur das Wetter für Norddeutschland kontrollieren?
scriptor
am 27.02.2009 12:10:37 (193.103.148.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Karow,
nun, bei solch einer wagen Hypothese dürfte es wohl interessanter sein, mal den Standort der russichen Nowolasarewskaja-Station zu betrachten!
trund
am 28.02.2009 12:23:25 (87.189.206.xxx) Link Kommentar melden
Ufo´s in de Antarktis-ist doch ein Witz finde ich. Finde es gut, das Deutschland so etwas für die Forschung und den Klimaschutz macht !
Alex Mais
am 28.02.2009 12:58:39 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
UFOs in der Antarktis. Dieses Thema stammt aus der rechten Szene, die in der Antarkitis gerne Geheimbasen aus dem Dritten Reich sehen, die angeblich von Großadmiral Dönitz und seiner U-Boot-Flotte errichtet worden sein sollen. Das ist aber alles Unsinn und auch Dönitz hat sich da ganz energisch gegen gewehrt. Soetwas ist Unfig und dient nur der rechten Szene. Die sollte man aber nicht unterstützen...

Ansonsten: Mal überlegen, was der Begriff UFO eigentlich ist. Ich habe dies mal hier erläutert: GEP meldet: Drastischer Anstieg von UFO-Sichtungen in Deutschland.
am 02.03.2009 08:23:24 (91.65.38.xxx) Link Kommentar melden
Dank für die netten Kommentar. Nur, ich habe dort mit Augenzwinkern eine versteckte Kritiküberlegung zu dieser Station angemerkt. Das ist jedoch keine Positionsbestimmung. Naütrlich habe ich mich auch der Gerüchteszene bedient. Das erheitert und die Diskussion an.
lan
am 05.03.2009 11:57:34 (193.103.148.xxx) Link Kommentar melden
Hallo, also diese UFo-Geschichten sind doch ein alter Hut, da schließe ich mich aber ganz der Meinung von Herrn Mais an! Und, kaum zu fassen, wie wenig recherchiert wird! Die Expedition umfasste nicht nur Neuschwabenland, sondern erstreckte sich bis zur Ostküste nach Princess-Elizabeht-Land, und bis zum Weddell-Meer im Westen. Im Osten gab es Bohrversuche, weil man etwas UNTEN suchte und vermutete! Viel Spass beim recherchieren!
scriptor
am 07.03.2009 21:39:55 (87.189.249.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Lan, verblüffend, nur wenige wissen was von den Bohrungen und was gesucht wurde. Zu den Bordutensilien soll ja, über die Türkei, eine Kopie von der Abschrift des Muhiddin Piri Ibn Haci Mehmed gewesen sein.
lan
am 08.03.2009 16:14:54 (87.189.254.xxx) Link Kommentar melden
Schade, es gibt keine Himweis, o bbearbeite Steine gefundn e wurden.
scriptor
am 08.03.2009 16:28:37 (87.189.254.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Lan, ja das ist nicht bekannt. Sicherlich muss man auch mit Spekulationen aus dieser Zeit sehr vorsichtig sein, glaube auch nicht, das Reste einer Zivilisation gefunden wurden, halte es aber auf der andeen Seite nicht für ganz ausgeschlossen, das sie noch eventuell gefunden werden.
Alex Mais
am 08.03.2009 16:54:15 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Nach Ansicht vieler Wissenschaftler soll die Antarktis ja bis vor ca. 6.000 Jahren eisfrei gewesen sein. Eine damalige Besiedelung wäre dann durchaus möglich gewesen.

Im Übrigen gibt es die für mich plausibelste Theorie zum Thema des legendären Atlantis, das dieser "versunkene" Kontinent hier war. Darüber schließe ich mich den Ergebnissen des Autorenteams Frits Neske und Thomas Riemer an: Atlantis - Ein Kontinent tau(ch)t auf; Mysteria, Halver 1989. - vgl.: Lokalisierung (verschiedene Lokalisierungsversuche von Atlantis, s.u.: Die Antarktis.
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