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Sonstiges: Shopping

Seit 30 Jahren geht Handel auf den Strich

Foto: www.Pixelio.de
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130 000 Unternehmen nutzen Barcode. Köln: Vor 30 Jahren hat die Erfolgsgeschichte des Bar- oder Strichcodes begonnen. 13 Ziffern revolutionierten das Warenwirtschaftssystem.

Seit 30 Jahren geht der Handel auf den Strich. Möglich gemacht haben das die amerikanischen Wissenschaftler Woodland und Silver. Sie erfanden 1949 den Strich- oder Barcode, der am 1. Juli 1977 seinen Siegeszug durch die Geschäfte antrat.

13 Ziffern sind es, die das Warenwirtschaftssystem revolutionierten. "Ein paar Striche, die die Welt verändert haben. Kaum eine technologische Innovation hat die Wirtschaft so nachhaltig beeinflusst wie der Barcode", sagt Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany, früher Kölner Centrale für Coorganisation. Elf Länder gingen vor 30 Jahren über den "Zebrastreifen" bei Verpackungen.

130 000 Unternehmen nutzen Barcode

Erstes Produkt mit Strichcode war eine Gewürzmischung der Gebrüder Wichartz aus Wuppertal. Heute nutzen in Deutschland rund 130 000 Unternehmen den Barcode, weltweit sind es rund eine Million. GS1 Germany vergibt gegen eine jährliche Lizenzgebühr ein international gültiges Nummernkontingent, dem ein Unternehmen seine Artikel zuordnet.

Das Code-Geheimnis lüftete der WDR vor zehn Jahren in "Die Wissenschaft vom Einkaufen": "Jede Zahl lässt sich - ähnlich wie beim Morsecode - aus einer Kombination von Strich bzw. kein Strich darstellen. Die Striche sind alle gleich breit - aber Sie denken jetzt bestimmt : Da gibt es doch breite und weniger breite Striche´. Stimmt: Denn mehrere schmale Striche hintereinander ergeben optisch einen mehr oder weniger breiten Strich."

Ein teuflischer Code

Doch: Wofür stehen die 13 Ziffern? Die erste Zahl verrät das Herkunftsland, die Basisnummer den Hersteller, die zweite Nummer das Produkt und die Verpackungseinheit, die letzte Zahl ist eine Kontrollnummer, vergleichbar mit der Quersumme.

Wenn etwas so erfolgreich ist wie der Strich- oder Barcode, dann geht das auch immer einigen gegen den Strich. Sie wittern einen teuflischen Plan, schlagen die Bibel auf und verweisen auf das 13. Kapitel der Johannes-Offenbarung. In diesem Kapitel geht es um ein Tier mit der Zahl "666" und aus der Europäischen Artikelnummer (EAN) wird eine alles bedrohende Gefahr. Diese EAN - sagen jene Verschwörungstheoretiker, die nicht gern so genannt werden - habe jeweils sechs zusätzliche Striche zur Einteilung, zwei links, zwei in der Mitte und zwei rechts, wobei jeder Doppelstrich für die Zahl 6 stehe.

Aber: 666 ist gar nicht die Zahl des Antichristen, der aus dem Meer steigt. Es handele sich um einen Übersetzungsfehler, hieß es jüngst aus dem Vatikan. 616 müsse es heißen. Und schon ist die Europäische Artikelnummer von jedem antigöttlichen Verdacht rein gewaschen - und der Handel kann getrost weiter auf den Strich gehen...

Erstveröffentlichung auf www.readers-editi...

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Schlüsselwörter: Barcode | Strichcode
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