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Wissenschaft: Sonstiges

Homo floresiensis – der kleinste Mensch der Welt

Ein Fund stellt die Evolutionstheorie auf den Kopf

Die Entdeckung des Homo floresiensis auf der kleinen Insel Flores erstaunte die Fachwelt, wurde doch durch diesen Fund die Evolutionstheorie auf den Kopf gestellt.

Im Jahre 2003 fand ein Forscherteam der australischen University of New England in der Karsthöhle Liang Bua im Westen der indonesischen Insel Flores (südlich von Sulawesi) eine neue Menschenart. Eigentlich auf der Suche nach Überresten des Homo erectus, stießen die Forscher in rund sechs Meter Tiefe auf die ungewöhnlichen Überreste eines kleinen menschlichen Skeletts. Der neue Menschentyp wurde nach dem Fundort benannt: Homo floresiensis.

wikipedia
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Bei den tropischen Bedingungen mussten die Forscher schnell handeln, denn die Skelette waren nicht versteinert sondern konnten auf Fingerdruck zerfallen. Ein Wunder der Natur, das sie trotz ihres Alters und den schlechten Bodenbedingungen nicht zerfallen waren. Zunächst fand man einen weitgehend vollständigen Schädel, einen Oberschenkel-, einen Hüftknochen, sowie Skelettteile von Händen und Füßen. Die Fundstücke wurden sehr vorsichtig freigelegt und einige Tage trockengelegt und mussten anschließend für den Weitertransport ausgehärtet werden. In Jakarta wurde der Fund dann gründlich untersucht werden.

Skelett einer erwachsenen Frau

Das Skelettteile wurden vermessen und untersucht, besonders der Schädel und die Zähne. Nach der Untersuchung war man sehr verblüfft, den bei den Überresten handelte es sich eindeutig um eine etwa 30 Jahren alten Frau, die nicht größer war als rund einen Meter war und einen Schädel hatte, der nicht größer war, als der eines Schimpansen. Das Forscherteam war verblüfft, lag vor ihnen eine Menschenart, die in der Evolutionstheorie gar nicht vorgesehen war. Das Alter wurde auf 12.000-18.000 Jahre geschätzt.

Eie Analyse der Fußknochen ergab, das Homo floresiensis im Vergleich zu Homo sapiens ungewöhnlich große und flache Füße gehabt haben muss. Während die Füße des Homo sapiens 50% der Länge ihres Oberschenkels besitzen, besaßen die Füße von Homo floresiensis eine Länge von 70% der Länge ihres Oberschenkels. Daher witzelte man, einen Hobbit gefunden zu haben. Zwei Jahre später fand man übrigens noch die fehlenden Ober- und Unterarmknochen, sowie zwischenzeitlich auch weitere Überreste weiterer Teile kleiner Skelette von Frühmenschen.

Eine Sensation in der Paläoanthropologie

Der sensationelle Fund sprach sich schnell herum und war eine Sensation in der Paläoanthropologie. Die Paläoanthropologie, auch Prähistorische Anthropologie genannt, befasst sich mit der Entstehungsgeschichte und der Entwicklung des Menschen. Frühzeitig begann eine Kontroverse, drohte doch diese ungewöhnliche Entdeckung das bisherige Denkgebäude der Paläoanthropologie mächtig zu erschüttern. Es wurde ein neuer Menschentyp entdeckt, denn es gar nicht geben dürfte !

Eine Gruppe von Forschern war gegenüber dem Fund sehr reserviert und sprachen von einer eindeutigen Fehlentwicklung, Mikrozephalie genannt, schließlich konnte es solch einen Menschentyp gar nicht geben. Sogar vom krankhaften Zwergenwuchs war die Rede, um den Fund als unbedeutend darzustellen

Doch eine andere Gruppe von Forschern war fest davon überzeugt, das man die bisher kleinste Gattung Mensch (Homo) auf der Erde gefunden hatte, und dieser Fund die bisherigen Theorien über die Evolution des Menschen auf den Kopf stellte. Und diese neugierigen Forscher verblüfften mit ihren weiteren Untersuchungen die Fachwelt.

Die bisherigen Forschungsergebnisse

Ob ihre Körpergröße etwas mit der Anpassung der begrenzten Ressourcen auf der nur etwa 16 qkm großen Insel zu tun haben, sind bisher nur Vermutungen. Diese Theorie basiert auf die Entdeckung verschiedener Säugetierarten auf isolierten Inseln, die einen geringeren Körperwuchs haben, als auf dem Festland. Aber man ist davon überzeigt, das Homo floresiensis vermutlich eine Kleinausgabe des Homo erectus ist.

Keine Anomalie !

Das Geschlecht bestimmte man anhand der Hüftknochens und das Lebensalter anhand des Gebisses. Die weiteren Funde weitere Knochen belegen eindeutig, dass weder geringe Körpergröße noch der kleine Schädel eine Anomalie darstellt, sondern ganz einfach die durchschnittliche Größe des Homo floresiensis war. Auch das Gehirn ähnelt dem Gehirn gesunder Menschen.

wkipedia
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Erstaunlich bleibt immer noch das geringe Gehirnvolumen von nur 380 Kubikzentimeter, was etwa die Gehirngröße eines Schimpansen entspricht. Somit ist der Homo floresiensis nicht nur der bisher kleinste gefundene Mensch, sondern hatte auch das kleinste Gehirn. Der weit aus ältere Homo erectus hatte etwa ein Gehirnvolumen von 800-1200 Kubikzentimeter, und der heutige Mensch hat ein Gehirnvolumen von 1200- 2000 Kubikzentimetern. War also der Homo floresiensis deswegen vielleicht primitiv, mehr Affe als Mensch ?!

Doch das Staunen geht weiter, denn neben dem Skelett der Frau fand man verschiedene gut bearbeitete Steinwerkzeuge und fand in der Höhle auch Überreste von Feuerstellen sowie darin enthaltene verkohlte Knochen. Erstaunlich waren die gefunden Knochreste der gejagten Tiere. So schien der nur ein Meter große und etwa 25-30 kg schwere Homo floresiensis am liebsten bis zu drei Meter grosse Warane und die kleine Elefantenart Stegodon, die eine Körperhöhe von 2,50 – 3 Meter und ein Körpergewicht bis zu 500 kg erreichen konnten, zu jagen !

Somit besaß der Homo floresiensis eine genug hohe Intelligenz für die Herstellung von Steinwerkzeugen, Sperrspitzen und Steinklingen und kannte den Gebrauch von Feuer. Ein soziales Gemeinschaftsleben mit planvoller gemeinsamer Jagd unterscheidet den Homo floresiensis kaum mit den Lebensgewohnheiten des Neandertalers. Die Forscher kamen deshalb zum erstaunten Ergebnis, das nicht die Masse eines Gehirns die mögliche Intelligenz ausmacht, sondern der Gehirnaufbau. Eine zwar in der Fachwelt schon revolutionäre Aussage, aber eine schlüssige. Der Homo floresiensis war somit eine intelligente kleine Menschenart.

natioanl geographgio
natioanl geographgio

Schlussgedanken

Solch ein ungewöhnlicher Fund erinnert mich an die Sagen in der Kindheit über die Trolle und Zwerge, die in Höhlen lebten, doch bald lernte ich ja von den Erwachsenen, das es keine Zwerge gab und geben konnte, weil man keine Fand, so einfach ist das…was man nicht fand oder findet gibt es halt nicht…

Einstein soll mal gesagt haben…“frage wie ein Kind und forsche unschuldig…

Welcher Wissenschaftler hätte im Mittelalter gewagt zu sagen, es gab einst Dinosaurier...!

Oder…wie sagte doch mal eine chinesischer Gelehrter: ,,,:für manche Entdeckungen fehlt der richtige Zeitpunkt…

Der Streit unter den Fachleuten wird noch Jahre dauern, doch zeigt es uns doch schon heute auch auf, wie wenig wir noch über die Evolution des Menschen wissen.

Eine „Theorie“ kann schließlich eine Behauptung, als auch eine Hypothese oder Überzeugung sein, und somit wird wohl die bisherige Evolutionstheorie auch nur ein Denkgebäude beliben, das durchaus mal gelüftet und renoviert werden kann. Die Evolutionstheorie bleibt nur eine Basis, das Gebäude ist noch langen nicht fertig…dazu bedarf es viele Architekten…

Kinder fragen und hinterfragen gerne und stellen deshalb oft die Frage Warum ist das so ?. Doch manchen Forscher, Experten und Theorien-Advokat würde hier die Geduld bald ausgehen und keine Antwort mehr finden, als zu sagen, es ist so wie es ist. Wäre es nicht besser dem Kind zu antworten, ich weiß es nicht:

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Schlüsselwörter: homo floresiensis | flores | indonesien | urmensch
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Kommentare

am 25.02.2009 17:28:52 (91.39.77.xxx) Link Kommentar melden
Lieber scriptor. Dass die Entdeckung des "Flores-Menschen" die Evolutionstheorie auf den Kopf stellt, scheint mir eine nicht angemessene Bewetung zu sein. Sie kann diese vielmehr ergänzen und erweitern, sollte es sich herausstellen, dass es sich tatsächlich um einen "Menschen" gehandelt hat. Die neuere Forschung hat auch an anderen Stellen verblüffendes zutage gefördert. So etwa, dass auch Vögel - insbesondere Rabenvögel und einige Papageienarten - nicht nur Werkzeuge benutzen, sondern selber bauen. Ebenso haben Tests mit Kolkraben ergeben, dass diese sogar ihr eigenes Spiegelbild erkennen, mithin ein Bewusstsein von sich selber haben. Beide Eigenschaften wurden bisher nur Primaten zugebilligt. So wie Einsteins allgemeine Relativitätstheorie auf den Schultern der Erkenntnisse Newtons ruht, stehen die Erkenntnisse der neueren Evolutionsforschung auf den Schultern Darwins. Im Übrigen hat schon die Mendelsche Vererbungslehre einiges zum besseren Verständnis beigetragen.
am 26.02.2009 22:34:05 (91.65.38.xxx) Link Kommentar melden
Ja, es warten noch viele Überraschungen auf die Erkenntisfähigkeit der Menschen und noch so mancher Elfenbeinturm wird stürzen. Allein die unumstößlichen Aussagen er Wissensbringer an die primitiven Eingeborenen, die, als sie anfingen Wissen zu erlangen, die Wissensbringer zu Ihren Göttern erkoren, was bis heute wirkt, wird noch Überraschungen ungeahnten Ausmaßes ausmachen. Bis auf ein paar Wenige, die schon heute wissen.
lan
am 05.03.2009 12:01:31 (193.103.148.xxx) Link Kommentar melden
Vielleicht gab es ja doch Zwerge, Elfen und sogar Riesen, oder zumindest Zwerge.
QuodErat
am 12.05.2009 09:08:20 (85.180.9.xxx) Link Kommentar melden
Also die Aussage in der Meldung, dass die Evolution des Menschen dadurch auf den Kopf gestellt würde ist absolut hanebüchen und primitivster Boulevardjournalismus. Vom dümmlichen Titel der Meldung, hebt sich der Beitrag weitaus positiver ab.

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