Sonstiges: Reise

Neue Kontrollen im Luftverkehr

06.11.2006 09:34:57 eingesandt von AlfredH für OnlineZeitung 24.de


10. August 2006, die Londoner Polizei stoppt den interkontinentalen Flugverkehr und nimmt mehr als 20 fanatische Islamisten fest. Diese hatten geplant, mehr als 10 Flugzeuge auf dem Weg in die USA mit Chemikalien in die Luft zu sprengen. 3 Monate später tritt nun eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die solche Anschläge mit Flüssigsprengstoff verhindern soll. Die Passagiere müssen sich an den Flughäfen auf aufwendige und zeitraubende Kontrollen einstellen. Das dürfte unweigerlich zu noch längeren Wartezeiten und sehr langen Warteschlangen an den Kontrollpunkten auf den Flughäfen führen. Die Luftsicherheitskontrollbehörden haben sich im Vorfeld auf die geänderten Bedingungen eingestellt, kurzzeitig soll mehr Personal an den Kontrollen eingesetzt werden.

Aber was genau ändert sich eigentlich? Jeder Passagier muss alles an Flüssigkeit, welche er mit dem Handgepäck an Bord nehmen möchte, an der Sicherheitskontrolle gesondert vorzeigen und zwar in einem durchsichtigen genormten Plastikbeutel. Jeder Flüssigkeitsbehälter darin darf höchstens 100 ml enthalten. Insgesamt dürfen nicht mehr als 500 ml mit geführt werden. Dabei ist zu beachten, dass unter Flüssigkeiten, nicht wie man annehmen könnte nur Getränke fallen, dazu zählen auch Zahnpaste, Duschgel oder Handcreme. Diese Bestimmungen gelten aber nur für das Handgepäck, aber nicht für die Sachen die beim Check-In aufgegeben werden und im Frachtraum des Flugzeuges transportiert werden.

Ausnahmen gelten nur für Babynahrung und Medikamente, diese können weiterhin unbegrenzt mit an Bord genommen werden. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass für ärztlich verordnete Medikamente ein Rezept vorgewiesen werden kann, sonst kann es passieren, dass das dringend notwendige Medikament nicht mit dem Handgepäck an Bord darf.

Sicherlich dienen diese Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, dennoch sollte man auch an den vorhandenen Kontrollmaßnahmen arbeiten. Ein Test an verschiedenen Flughäfen zeigte erhebliche Mängel an den Sicherheitskontrollen. So konnten bei 40% der durchgeführten Tests Pistolen, Messer und andere gefährliche Gegenstände mit an Bord der Flugzeuge geschmuggelt werden. Wenn alle nun geltenden Vorschriften zur Kontrolle des Fluggepäcks und der Fluggäste gemäß den geltenden Bestimmungen durchgeführt werden bringt das den Fluggästen ein erhebliches Maß an Sicherheit. Abschleißend muss man aber feststellen eine 100% Sicherheit vor fanatischen Anschlägen wird es wohl nie geben.

AlfredH für Onlinezeitung24.de

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