Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Bankenpleite, Verstaatlichung und der "dritte Weg" als Alternative Sozialismus/Kapitalismus

Die Weltwirtschaft und die Systeme im Wandel der Zeit
19.02.2009 11:40:33 eingesandt von Karow für OnlineZeitung 24.de

Eine ergänzende Betrachtung zur allgemeinen Diskussion der Bankenpleiten, Verstaatlichung sowie der Systemfrage schlecht hin. Sozialismus, Kapitalismus, dritter Weg.

Pleite-Banken dürfen enteignet werden Karl Marx wäre begeistert aus der Berliner Rundschau vom 19.02.2009. Pleite-Banken dürfen enteignet werden Kapitalismus paradox: Dieses Gesetz soll unsere Marktwirtschaft retten Ralph Durry

Erweiterungskommentar von Rainer Karow Oeversee, den 19.02.2009 Das ganze Gequatsche um Sozialismus, Kommunismus, VEB etc., geht völlig am Thema vorbei und ist nur eine der üblichen Meinungsmanipulationen aus "niederen Beweggründen" = politischer Zweckdienlichkeit.

So ist z.B. der Hinweis von Herrn Brüderle in diesem Zusammenhang zum VEB völliger Unsinn und dokumentiert nur das Unverständnis, beabsichtigt oder nicht, verantwortlichen Handelns und Denkens in Bezug auf das Gemeinwesen Deutschalnd und Europas.

Die in Teilen notwendigen Eingriffe des Staates sind längst überfallig. Und die Finanzkrise war längst vorherzusehen und wurde nur durch die Olympiade, gewollt verschoben. D.h., sie wurde sogar wissentlich gesteuert herbei geführt. Denn wer hören wollte, konnte hören und wer sehen wollte, konnte sehen.

Der Sozialismus russischer Prägung ist gescheitert wie der Turbokapitalismus gescheitert ist. Denn alle Systeme werden von Menschen gemacht. Und diese sind immer die große Unbekannte und Unberechenbare in den in sich innewohnenden Systemen. D.h., es entwickelt sich längst ein Zwischenweg. Dieser ist auch notwendig, da auch im Zuge der Globalisierung und der Weltwährungen, die langsam so abhängig von einander sind, dass Jeder Jeden gefährden könnte ab einer bestimmten Größenordnung, dass es entweder zu neuen Konstruktionen der Weltwirtschft, und damit der Steuerung freier Märkte kommt, oder es besteht die latente Gefahr, dass Kriege "ausbrechen", um sich selbst aus wirtschaftschaotischen Zustandsgefährdungen, mit einem Schlage zu befreien.

Nur wird das heute so nicht mehr richtig funktionieren.

Aus technischen Gründen der Zerstörungsarten. D.h., jetzt wird das Finanzwesen abgestimmt und vermeintlich national aufgebläht bis zur Schmerzgrenze, um dann, wenn die Situation einigermaßen aufgefangen ist, zu einer neuen Weltwirtschaftsordnung zu gelangen, zu der eben auch eine Weltwährungsreform gehören wird.

Und diese Entwicklung wird uns die nächsten fünf bis zehn Jahre beschäftigen. Da muß man gar kein Prophet sein. Es reicht, wenn man etwas von den Dingen versteht. Denn Alles hängt mit Allem zusammen. Und allein aus diesen Notwendigkeiten, wird es auch zu einem Überdenken der Privatisierungen, in Teilen sogar Rückführungen in die Staatlichkeit, im Bereich Bahn, Wasser, Energie (Stromkonzerne) etc. kommen, was ja auch Sinn machen wird.

Die heutigen Fehler der Privatisierungen in vielen Kernbereichen staatlicher Existenz, werden wieder aufgehoben, denn Privatisierung um jeden Preis wird sich zum Fluch entwickeln. Schon als Kind lernen wir, wenn wir frei sein wollen, müssen wir die Ecken kennenleren, damit wir frei sein können. Anders ausgedrückt, die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo sich das einzelne Ausleben von Freiheit auf Kosten Anderer gestaltet.

Das trifft auf die Wirtschaft und Führung von Unternehmen genauso zu. Und das haben zu Viele vergessen.