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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Steigende Strompreise ab dem 1. Juli 2007

Foto: www.Pixelio.de
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Am 1. Juli 2007 werden in Deutschland die Strompreise freigegeben. Viele Verbraucher müssen dann wieder einmal tiefer in die Tasche greifen. Der Branchendienst Verivox rechnet damit, dass jeder 10. der ca.1000 Anbieter die Preise anheben wird. Die Anhebungen müssen dann nicht mehr wie bisher durch die Wirtschaftsministerien der jeweiligen Länder genehmigt werden.

25 Anbieter in Mitteldeutschland erhöhen Ihre Strompreise

Eine Umfrage des MDR-Magazins UMSCHAU ergab, dass viele Stromversorger aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mehr Geld für ihre Stromlieferungen verlangen wollen. 25 Stadtwerke kündigten eine Erhöhung des Grundversorgungstarifs an. 9 verteuern zusätzlich noch ihre Sonderpreise. An der Spitze der Preistreiber stehen die Stadtwerke Weißenfels. In dem Einzugsgebiet der SWW wird der Grundversorgungstarif um 37% angehoben. Für einen Haushalt mit 3 Personen und einem jährlichen Verbrauch von ca. 2800 KWh bedeutet das eine Mehrbelastung von 220 Euro im Jahr. 12% mehr für den Grundtarif verlangen die Stadtwerke Weimar, die Mehrbelastung beträgt dann (für das obige Beispiel) ca. 70 Euro im Jahr. Die Energie und Wasserversorgung Altenburg verlangen 10% mehr, ebenso wie die Energieversorgung Rudolstadt und die Stadtwerke Staßfurt.

Strompreiserhöhungen Mitteldeutschland 01.07.2007

Verbraucher haben ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen

Von einer Erhöhung betroffene Verbraucher haben ein Sonderkündigungsrecht und können zu einem preisgünstigeren Anbieter wechseln. Ob es ein günstigeres Angebot gibt, lässt sich mit Hilfe des verlinkten Strompreisrechners überprüfen. Jedoch sollten die Tarifangebote sorgfältig überprüft und verglichen werden, dass raten auch die Verbraucherzentralen.

Strompreisrechner

Weitere Preisrunde durch Emissionshandel angekündigt

Zum Anbieterwechsel rufen Politiker und Verbraucherschützer nicht nur wegen der freien Preisgestaltung ab 1. Juli auf. Nachdem der Bundestag kürzlich eine Neuregelung der Luftverschmutzung mit Kohlendioxid (CO2) beschlossen hat, kündigten die Energieerzeuger Preissteigerungen an. Das Gesetz sieht vor, dass die Konzerne ab 2008 erstens weniger Kohlendioxid ausstoßen dürfen und zweitens für einen kleinen Teil der CO2-Emissionsrechte bezahlen müssen.

Politiker und Verbraucherschützer bezeichneten Preiserhöhungen in Folge des erweiterten Emissionshandels als ungerechtfertigt. Die Energiewirtschaft habe den rechnerischen Wert der bislang kostenlosen Emissionszertifikate von Anfang an auf die Preise aufgeschlagen. Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben die Konzerne dadurch bereits vier Milliarden Euro eingenommen.

Fazit

Jeder Betroffene sollte sich schnellstmöglich nach Alternativen umschauen um den Versorgern zu zeigen, dass sie so nicht mit ihren Kunden umgehen können. Nur so kann den Preistreibern gezeigt werden, das wir uns nicht alles gefallen lassen und uns wohl der Alternativen bewusst sind.

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Schlüsselwörter: Strompreis | Emissionshandel | Preiserhöhung | Verbraucherschutz
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Kommentare

OZ24
am 05.07.2007 12:14:20 (88.72.145.xxx) Link Kommentar melden
Nachtrag:

Die erste Reaktion der Preistreiber kam recht schnell, die Stadtwerke Weißenfels änderten Ihre geplante Erhöhung von 34% auf 12% ab. Scheinbar haben sich viele Verbraucher dagegen gewehrt, mit Erfolg!

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